Hetzdorfer Viadukt

Die Bahnstrecke Chmenitz-Freiberg führte bis 1992 über das „Hetzdorfer Viadukt“.  Zuletzt fuhren die Züge mit 20 km/h über die Brücke, diverse Schäden am Brückenbauwerk waren die Ursache. Nach Stilllegung als Bahnstrecke wurde die Brücke als Rad- und Wanderweg hergerichtet. 1992 habe ich eine der letzten Erlebnisfahrt mit Dampflokzug über die Brücke mitgemacht. Ich hatte sogar ein Video gedreht, in Super8. Aber Video und auch Fotos sind inzwischen verlustig gegangen. Schade.

Aber den jetzigen Zustand wollte ich mir verbunden mit einer Radtour ansehen. Geplant habe ich mir eine Strecke entlang des Zschopautalradwegs von Scharfenstein nach Hetzdorf, über die Brücke hinweg und danach im Tal unter dem Bauwerk hindurch.

Vom Bahnhof Scharfenstein ging es zunächst hinauf zur Burg. Das Museum konnte ich leider nicht besuchen, denn erstens war ich zu früh da und zweitens am Montag, da haben Museen üblicherweise geschlossen.

Der Zschopautalradweg führt über unterschiedliche Wegearten, hier bei Scharfenstein über einen schmalen teilweise zugewachsenen Waldweg.

Bei Zschopau ist mir dieser originelle Radweg aufgefallen, der hinter der Schallschutzwand verläuft.

Vermutlich kann man auch diesen Weg nutzen, um auf dem Zschopautalradweg zu bleiben, offiziell geht er auf der Hauptstraße weiter. Und so bietet sich zumindest ein Blick auf das Schloss von Zschopau.

Die Zschopauer mögen vermutlich originelle Wegführungen, wie auch hier bei einem Brückenbauwerk über die Zschopau.

Mit Brücken und ähnlichen Bauwerken hat es die Gegend offensichtlich. In Krumhermersdorf führt eine Rohrbrücke über die Straße.

Diese Rohrbrücke gehört zum Trinkwasserleitungssystem zwischen den Talsperren Neunzehnhain und Einsiedel.

Diese Wegweisung hinter Zschopenthal finde ich auch ausgesprochen originell. Radweg ausschildern und Schild anbringen „Radfahrer absteigen“. Macht Sinn. 🙄 

Und schon kommt die nächste bemerkenswerte Brücke: die überdachte Holzbrücke Hennersdorf.

Erbaut wurde die Holzbrücke 1840 mit einer Länge von über 36 m. 1971 wurde die Brücke rekonstruiert und auf eine Tragfähigkeit von 7,5 t ausgelegt. Für’s eBike reicht’s also auf jeden Fall. 😉 

Von der Zschopau sieht man auf dem Streckenabschnitt nicht allzu viel, meist ist der Weg etwas abseits des Flusses oder die Sicht ist durch Bäume eingeschränkt, weil der Weg in einiger Höhe über der Zschopau an Berghängen entlang führt. So bieten oft nur Brücken einen Blick auf das Gewässer.

Die alte Spinnerei von Erdmannsdorf ist mir als einzig wirklich baufälliges Industriebauwerk aufgefallen.

In Erdmannsdorf ist auch die Talstation der Drahtseilbahn zur Augustusburg.  Der Weg dahin führt über diesen schönen baumgesäumten Weg.

Kurz nach Erdmannsdorf lässt sich rechts des Radwegs ein kleines verstecktes Bahnviadukt der Bahnstrecke Chemnitz-Cranzahl entdecken.

Damit bin ich dem Hetzdorfer Viadukt schon recht nahe gekommen. Einen Bericht zum Viadukt gibt es im nächsten Artikel.

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Etwas Mathematik...