Jahresende

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die letzten Radtouren des Jahres liegen hinter mir. Es hat mich dabei noch einmal zur Talsperre Pöhl geführt. In einem Kartenwerk hatte ich „Blick zur Elstertalbrücke“ entdeckkt, unweit des Mosenturms an der Talsperre Pöhl. Also bin auf die Suche nach diesem „Blick“ gegangen, Hinweisschilder gibt es nicht.
Das Gebiet um den Mosenturm ist offenbar auch vom Borkenkäfer geschädigt. Zumindest die Waldwege zeigte deutliche Spuren schwerer Forsttechnik.

Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob der Weg in der Ausführung „schlammig“ statt der Version „bretthart gefroren“ vielleicht besser gewesen wäre. Es war eine ziemliche Hoppelei auf den Rillen und Furchen.
Und ja, es gibt tatsächlich eine Stelle mit Blick auf die Elstertalbrücke, zumindest auf die obere Etage.

Zufällig war auf der Elstertalbrücke noch die Vogtlandbahn der Linie RB2 von Zwickau kommend unterwegs.
Auch ja, die RB2 fährt jetzt nicht mehr von Plauen kommend bis ins Stadtzentrum von Zwickau, sondern nur bis Stadthalle. Der Regio-Shuttle hat keine Zulassung als Straßenbahn, die hat nur der Regio-Sprinter, der allerdings jetzt abgelöst wurde. Da nun allerdings auch die Stadt Zwickau die Straßenbahnlinie vom Hauptbahnhof ins Zentrum gestrichen hat, gibt es keine direkte Verbindung Plauen (Ob. Bahnhof) – Zentrum Zwickau mehr. War eigentlich eine geniale Lösung.
Und jetzt? Zeitlich kaum ein Unterschied, aber jetzt ist einmal Umsteigen dabei.

Ansonsten ist an der Pöhl Ruhe eingezogen. (Saison-)Gaststätten haben ja schon längere Zeit geschlossen, Wanderer sind kaum unterwegs und Boote haben auch Winterruhe.

In Plauen bin ich dann noch an der kleinen Brücke über die Syrau am Ende der Dobenaustraße vorbeigekommen. Da hatte ich ja zu den Bauarbeiten an der Brücke berichtet. Es ist alles fertig, die neue Brücke steht und kann genutzt werden.

Entlang der „Baustellen-B92“

In der letzten Zeit war ich ja relativ wenig unterwegs. aber jetzt habe ich meinen Resturlaub, da läßt sich das Weihnachtsfest in Ruhe vorbereiten und es ist noch Gelegenheit für die eine oder andere Radrunde. UNd heute habe ich mir den Stand der Baustellen entlang der B92 von Syrau zur Plamag angesehen.
Der Radweg zwischen Syrau und Schöpsdrehe war ja stückweise gesperrt und irgendwelche Rohre wurden verlegt. Die Bauarbeiten sind beendet. Geblieben ist ein (noch) verschmutzter Weg und ein holpriger Asphaltstreifen am Rand. Und gefühlt fehlen auch 10 cm in der Breite. Aber dass der Asphalt derart holprig verarbeitet wurde, spricht nicht für die Baufirma. Oder es war allen egal. Bemerkenswert ist, dass es zufälligerweise im Bereich der Straßenmeisterei sauberer verarbeitet ist.

Ebenso ist der Rad-/Fußweg entlang des Plauen Parks bis zum Übergang kurz vorm Tannenhof komplett erneuert. Am Übergang müssen zumindesr Radfahrer die Straßenseite wechseln, Fußgänger dürfen stadteinwärts auf der rechten Seite bleiben.

Ebenso ist das „Ende“ an der Plamag-Kreuzung fertiggestellt. Die Beschilderung weist auf einen Radweg hin, der in beiden Richtungen befahren wird.

In der Freien Presse wurde außerdem von Infotafeln berichtet, die im Ort Kauschwitz aufgestellt wurden und interessantes zum Ort und der Umgebung bereit halten. Eine solche Tafel steht bei den „Drei Eichen“, bislang kannte ich diese Ortsbezeichnung noch gar nicht. Aber ich bin da schon oft dran vorbeigefahren.

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Drei Eichen, Kauschwitz

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Drei Eichen, Kauschwitz 50.525691, 12.102685

Die Tafel weist auf kleine Sehenswürdigkeiten der nahen Gegend hin, bspw. auf den Jüdischen Friedhof oder den Kneiselpöhl, eine Diabas-Steinbruch, der unter Naturschutz steht. Aber auch zur früher hier vorhandenen Radrennbahn (ein Straßenname bei den Drei Eichen weist noch darauf hin) und dem alten Gasthof Tannenhof gibt es kleine Texte und Fotos.

Neuer Radweg eingeweiht

Von dem Projekt hatte ich bislang noch gar nichts gehört, erst im Newsletter des Vogtlandkreises las ich von der Einweihung eines Fuß- und Radweges zwischen Bad Brambach und Plesna auf tschechischer Seite. Eigentlich wollte ich das am Sonntag aufsuchen, aber da ich Sonntag noch zu einer anderen Veranstaltung fahren will, habe ich kurzerhand umgeplant und bin doch schon am Sonnabend mit der Bahn nach Bad Brambach.

Der Fuß-/Radweg wurde im Zuge der Erneuerung der historischen grenzüberschreitenden Straßenverbindung Plesná – Bad Brambach – As als straßenbegleitender Radweg errichtet.

Die neue Strecke erreicht man vom Markt in Bad Brambach aus entlang der Fleißner Straße. Der Weg ist mit den tschechischen Radwegmarkierungen für die Route 2060 ausgewiesen. Die 2060 ist die Radwegeverbindung Aš-Háj-Vernéřov-Horní Paseky-Bad Brambach-Plesná. [Quelle: Turistický portál Karlovarského kraje]
Ab Ortsausgang Bad Brambach beginnt die Neubaustrecke, zumindest sieht es optisch so aus. Kurz nach dem ortsausgang führt der Weg über die B92 hinweg.

Der Radweg zweigt kurz darauf rechts ab, links geht es vermutlich zur Verbindungsstraße zwischen Bad Brambach und Plesna, zur K 7846. Der Radweg bleibt rechts der Straße und nach kurzer Wegstrecke ist die Grenze zur Tschechischen Republik erreicht.

Am Ortseingang Plesná führt der Radweg 2060 nach links von der Hauptstraße weg und schlängelt sich an einer Kirche vorbei in Richtung Stadtmitte.

Im Kreisverkehr trifft der Radweg 2060 auf die Nr. 23. Diese Strecke nennt sich „Magistrale Erzgebirge“ und führt von Cheb nach Děčín. Aber auch die 2060 ist im Kreisverkehr ausgeschildert.

Nach einer Runde durch den Kreisverkehr geht es auf gleicher Strecke zurück nach Bad Brambach. Jetzt überquere ich die Grenze in Richtung Freistaat Sachsen. Vereinzelt stehen auch mal Radwegweiser der bei uns üblichen Gestaltung. Häufiger und vor allem durchgängig ausgewiesen ist die Strecke 2060, auch auf vogtländischem Areal in Bad Brambach.

Und mit der Beschilderung der 2060 konnte ich auch mühelos zum Elsterradweg bei Vernéřov finden und mich dann Richtung Bad Elster führen lassen. Hinweise zum Elsterradweg habe ich in Bad Brambach nicht gesehen. Zum Glück übernehmen das die Tschechen für uns.
Auf dem Weg nach Bad Elster und zum Bahnhof habe ich etwas kräftiger in die Pedale getreten und tatsächlich noch die Bahn ab 12:51 Uhr erreicht. Das waren dann 25 km in 1:1o h:min. Anderenfalls hätte ich zwei Stunden in Bad Elster warten müssen. Oder darauf hoffen, dass mich der neue Taktbus samt Bike mitnimmt. Soll angeblich möglich sein. Auch das werde ich gelegentlich mal testen müssen.

Und hier noch der Streckenverlauf:

Novembertour

November ist nun mal der graue und trübe Monat im Jahr. Am Freitag war es zumindest trocken (von oben) angekündigt. Allerdings sah es beim Blick in den Himmel auf der Höhe bei Droßdorf ganz und gar nicht danach aus.

Aber das hat sich doch verzogen, es blieb regenfreies Wetter.
Das Laub färbt den Vogtlandradweg schön gelb, zumindest stellenweise.

Und die Talsperre Pirk hat wieder mal oder immer noch wenig Wasser. Die Vorsperre ist dadurch gut zu sehen. Ist die eigentlich bei Vollstau auch sichtbar? Habe ich noch nie darauf geachtet.

Wasserburg Reißig

Die kannte ich tatsächlich noch nicht, die Wasserburg Reißig. Und ich bin schon oft ganz nah dort vorbeigefahren. Gut, viel ist da nicht zu sehen, ein alter graben ist sichtbar und ansonsten sehr zugewachsen.

Laut Infotafel stammt die Wasserburg aus dem 13./14. Jahrhundert. Besitzer waren die Herren Deigßler, von Machwitz und von Tettau. Die Stadt Plauen erwarb 1488 das „klein wüsts Forwerg im Reißicht“. „wüst“ deutet darauf hin, dass die Wasserburg verlassen war, möglicherweise auch verfallen. Wenn mit Forwerg die heutige Schreibweise Vorwerk gemeint ist, dann war die Wasserburg ein Nebenhof, meist eines Rittergutes.
Der umlaufende Graben hatte eine Breite von 6 bis 7 Metern.
[Quelle: Infotafel am Standort der Wasserburg]

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Wasserburg Reißig

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Wasserburg Reißig 50.525511, 12.139302

Und hier als Luftbild bei Googlemaps.

Kühl und neblig…

… macht nicht so richtig Spaß, mit dem Bike unterwegs zu sein. Aber ich habe den inneren Schweinehund besiegt und bin doch eine Runde über Mehltheuer und Syrau gefahren.
Im September hatte ich bereits von dem Straßenbau zwischen Schneckengrün und Mehltheuer berichtet. Allerdings wurde nach dem beginn im September nicht weitergebaut. Material lag rum, keine Baustellenfahrzeuge mehr. Ruhe. Laut Presse gab es wohl irgendein Problem mit der Genehmigung oder dem Naturschutz. Jetzt ist die Straße fertiggestellt. Mit meinen laienhaften Kenntnissen tippe ich auf eine Ausführung mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht.

An der B92 Richtung Schöpsdrehe wird auch noch gearbeitet. Der Fuß-/Radweg entlang des Plauen Parks ist derzeit definitiv nicht nutzbar.

In Richtung Plauen ist diese Insel zum Überqueren der Fahrbahn durch Fußgänger und Radfahrer fertig gestellt. Und auch der Weg entlang der Plamag ist asphaltiert, hat aber noch keinen richtigen Abschluss an der Plamag-Einfahrt.

Das waren 25 km im Nebel und bei Temperaturen um 0°C, irgendwie kroch dann die Kälte doch langsam an die Füße.

Baustellenreport

Es ist Herbst und damit offenbar bevorzugte zeit für Baustellen. Auf meiner heutigen Tour habe ich gleich zwei neue Bauvorhaben gefunden.
Der Radweg zwischen Plauen Schöpsdrehe und Syrau ist teilweise gesperrt. Der Farbe nach tippe ich auf das Erlegen einer Gasleitung. Die Fußgänger gehen in einer abgesperrten Gasse am Rande der Bundesstraße. Radfahrer müss(t)en auf die Bundesstraße wechseln. Und dann rund 500 m in einer ampelgeregelten Strecke fahren. Keine Ahnung, ob die Grünphase ausreicht, um da sicher mit dem Bike durchzukommen. Ich bin zugegeben verkehrswidrig auf dem Fußgängerstreifen gefahren.

Von der zweiten Baustelle hatte ich letztens Notiz in der Zeitung genommen. Die Brücke über den Syrabach am Ende der Hainstraße wird erneuert. Die alte Brücke ist abgerissen, die neue steht bereits daneben und das ganze sieht aus, wie eine Kraterlandschaft. Für Wanderer und Radfahrer führt ein Behelfsweg mit Hilfsbrücke drumherum.

Sonnig-kalt

Letzte Woche hat m ich ein Infekt etwas vom Radeln abgehalten, aber heute war so schönes Wetter, dass ich doch wieder mal auf Tour war, nicht allzu groß und schön gemütlich.
Und dabei habe ich entdeckt, dass es in Plauen noch einen DDR-Konsum gibt. Hatte allerdings heute am Feiertag geschlossen. Und so, wie es aussieht, wird er auch nicht wieder öffnen.

Es war zwar sonnig, aber doch am Vormittag noch immer recht kühl und im Schatten hat sich noch der Reif auf dem Gras gehalten. Der Burgteich liegt still und ruhig. Ich habe zwar unterwegs einige Wanderer und Radler getroffen, aber hierher hatte sich zu der Zeit keiner verirrt.

Am Burgteich geht der Kürbitzer Lindwurmpfad entlang, dem ich heute vom Burgteich aus am Eisenteich vorbei nach Kürbitz gefolgt bin. Auf dem Weg war ich, von kleinen Abschnitten am Burgteich und in Kürbitz abgesehen, noch nie unterwegs. Am Weg bin ich noch an einer Infotafel vorbeigekommen. Zuerst dachte ich, schön, die ist ja mit einem geschnitzten Lindwurm geschmückt. Aber bei näherer Betrachtung, entpuppte sich das eher als Krokodil. Und es war auch nicht geschnitzt, sondern vermutlich ein ausrangiertes Plüschtier. Aber ein Hingucker ist es allemal.

Den Lindwurmpfad werde ich bei Gelegenheit mal vollständig fahren. Dann schreibe ich auch was zum Kürbitzer Lindwurm.

Felsenweg 2

Zum Felsenweg Nummer 2 bin ich gleich im Anschluss an die Nummer 1 vom Bahnhof Grünbach gestartet. Die Strecke erreicht man erst im Tal und gegen den Uhrzeigersinn fahrend verlaufen die #1 und # 2 bis zur Rißbrücke identisch. Wer den Felsenweg 2 mit dem Rad fahren will, sollte unbedingt entgegen dem Uhrzeigersinn fahren, ich zeige später, wieso.
Die #2 biegt an der Rißbrücke nach links ab und führt zu den Rißfällen.

Von den Rißfällen geht es zunächst nach Hammerbrücke und ein Stück am Alten Floßgraben entlang. Bevor sich die Strecke wieder vom Floßgraben entfernt, könnte man sich auf einer Bank ausruhen, sofern diese denn in Ordnung wäre. So aber muss ich sagen, diese Ecke hat auch schon bessere Zeiten gesehen.

An der nordöstlichen Ecke des Ortes verlässt der Felsenweg Hammerbrücke, während meiner Fahrt bei schöner herbstlicher Stimmung.

Nach Hammerbrücke geht es entlang der Roten Göltzsch, die sich erst ein ganzes Stück weiter bei Ellefeld mit der Weißen Göltzsch vereinigt. Über eine kleine Holzbrücke wird die Rote Göltzsch überquert, denn nur so kommt man direkt am Röthelstein vorbei, der rechts der Göltzsch liegt. Der Röthelstein ist auch eine Kulisse der Naturbühne an diesem Felsen.

Kurz nach dem Röthelstein verabschiedet sich der Felsenweg 2 von der Roten Göltsch an der sogenannten Doppelbrücke. Genau konnte ich nicht feststellen, woher der Name kommt. Auf der Webseite von Beerheide wird darauf hingewiesen, dass sich hier der „Gahlenbach, der vom ‚Weiberteich‘ herkommt, mit der Roten Göltzsch vereinigt“ [Quelle: Webseite von Beerheide]. Vermutlich rührt daher der Name.
Von der Doppelbrücke ging es durch leuchtenden Wald weiter in Richtung Talsperre Falkenstein.

Der Felsenweg 2 führt fast einmal komplett um die Talsperre herum um den südlichen Zipfel, der Einmündung der Weißen Göltzsch in die Talsperre. Von hier geht es bergan vorbei am Luisenfels, den ich leider verpasst habe in Richtung Basteigipfel. Die Bastei gibt es also nicht nur in der Sächsischen Schweiz! Auf jeden Fall bietet sich vom Basteigipfel eine schöne Aussicht ins Tal der Weißen Göltzsch.
Ich muss allerdings zugeben, dass der Blick von Bastei in der Sächsischen Schweiz doch etwas beeindruckender ist.

Und am Basteigipfel erklärt sich auch, wieso die Empfehlung lautet, wenn überhaupt mit Fahrrad, dann gegen den Uhrzeigersinn zu fahren. Denn hier am Basteigipfel sind rund 40 Höhenmeter ins Tal zu überwinden und das über recht steile Treppen.

Noch einmal geht es über die Weiße Göltzsch um dann entlang des Flusses zurückzuführen zum Ausgangspunkt der Strecke. Unterwegs geht es noch ein einem Wetterpilz vorbei. Klaus Herda hat den auf seiner Webseite „Wetterpilze“ schon registriert, aber ich konnte ihn auch mit weiteren Fotos unterstützen.

Die Strecke „Felsenweg 2“ ist 18 km lang, inklusive der Strecke von und bis zum Bahnhof Grünbach. Rund 470 Höhenmeter sind zu bewältigen. Für eine fahrt mit dem Fahrrad kann ich nur eine eingeschränkte Empfehlung geben, es gibt einige schwieriger zu fahrende Stellen und vor allem der Abstieg über die Treppen beim Basteigipfel ist eine Herausforderung. Möglicherweise gibt es einen alternativen Weg ohne Treppen, aber den konnte ich bei meiner Fahrt nicht erkunden.
Und hier noch die Strecke bei Bikemap: