In Bad Elster unterwegs

Heutiges Ziel meiner Radtour war Bad Elster, genauer gesagt das Café Zollhaus. Auf dem Weg dorthin ist mir in Bad Elster diese neue Einrichtung aufgefallen: ein Fitness- und Motorikpark, allerdings derzeit im Winterschlaf.

Ich denke, das lohnt sich nach der Winterpause genauer anzusehen. Sieht etwas aus, wie ein Kletterwald, nur am Boden. 😉

Das Café Zollhaus war mein Ziel.

Der Inhaber hat eine Bad Elsteraner Oblatenspezialität kreiert, die Karlsbader Oblaten sind ja bekannt, nun werde ich testen, wie die heimischen mit dem Namen „König Albert Oblaten“ schmecken. Und gemütlich Kaffeetrinken lässt es sich dort auch, die Nusstaschen habe ich probiert, ausgesprochen lecker.

Auf dem Rückweg habe ich mir noch einiges zu dem Dilemma Elsterradweg von Mühlhausen nach Adorf angesehen. Am Beginn der Strecke bei Mühlhausen gibt es keine Änderung, derzeit darf der Weg genutzt werden.

Auf der Anreise per Bahn sah es durch Bäume und Büsche aus, als sei an der Brücke über die Elster eine Sperre errichtet, aber das hat getäuscht. Es wurde ein Banner aufgehängt zum Erhalt des Radweges.

Ich befürchte allerdings, dass uns Proteste hier auch nicht mehr weiterhelfen. In der Freien Presse vom 29.12.2018 hat sich Uwe Selbmann mit dem Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes beschäftigt und fünf Gründe für das Urteil beleuchtet. Besonders bemerkenswert ist die Feststellung des Gerichtes, dass bereits vor Errichtung des Radweges ein straßenbegleitender Radweg entlang der B92 bestanden hat. Radfahrer mussten demnach nicht auf der Bundesstraße fahren, was mit einem Unfallrisiko einhergeht. Diesen straßenbegleitenden Radweg habe ich mir genauer angesehen.

Ja, diesen gemeinsamen Rad-/Fußweg gibt es.

Allerdings besitzt dieser Weg eine Breite von ca. 1,50 bis 1,70 m:

Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) in der Fassung vom 22. Mai 2017 fordert allerdings für einen gemeinsamen Fuß- und Radweg eine Mindestbreite von 2,00 m (außerorts) und 2,50 m (innerorts). Diese Breite wird definitv nicht eingehalten. Das macht sich besonders angenehm bei entgegenkommenden Radfahrern oder Fußgängern und gleichzeitigen LKW-Verkehr auf der Straße. Dass dieser Fuß-/Radweg nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, hat das Gericht nicht beachtet. Und offenbar auch keiner der Prozessbeteiligten.

Außerdem muss auf der Strecke nach Adorf die Bundesstraße überquert werden, eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer ist nicht vorhanden.

Und letztlich endet der Fuß-/Radweg in Adorf auf Höhe des Aldimarktes, bis zur Abzweigung Werkstraße/GEWA Musik bleibt dann wieder nur die Bundesstraße zur Nutzung übrig.

Unabhängig von den Ursachen für die jetzige Entwicklung ist und bleibt der Ausbau des Elsterradweges ein Trauerspiel. Schade, dass hier einiges an touristischen Potential verspielt wird.

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