Regionalkonferenz „Flusslandschaft Weiße Elster“

Am 31.01.2019 fand im Landratsamt Vogtlandkreis die Regionalkonferenz „Flusslandschaft Weiße Elster“ statt. Da ich dafür nur die Etage zum Dienstschluss wechseln musste, habe ich das als Besucher gern wahrgenommen. „Flusslandschaft“ ist ein Titel, der aller zwei Jahre
durch die NaturFreunde Deutschlands und den Deutschen Anglerverband vergeben wird [Wikipedia]. Und für die nächste Vergabe bewirbt sich die Weiße Elster. Vier Vorträge zum Thema standen auf der Tagesordnung, darunter auch zum Elsterradweg im vogtländischen Abschnitt der Weißen Elster. Lars Beck, Geschäftsbereichsleiter II vom Landratsamt, war dazu der Referent. Natürlich war der strittige Abschnitt des Elsterradweges von Mühlhausen bis Adorf ein Punkt, der angesprochen wurde. Es handelt sich laut Beck um 300 m² Fläche, die durch den Radweg berührt werden. Als eine Konsequenz aus der gerichtlichen Auseinandersetzung für künftigen Radwegebau führt Beck aus „Wir werden keine FFH-Gebiete mehr schneiden.“ Das bedeutet aber in Folge, dass der Elsterradweg (und möglicherweise auch andere derartige Radwegevorhaben) nicht ufernah entstehen, sondern in teils erheblicher Entfernung vom namensgebenden Fluss. Das betrifft vor allem den Abschnitt von Plauen bis Elsterberg. Hier wird der Radweg weit weg von der Elster über die Talsperre Pöhl und die Höhenzüge abseits des Elstertals geführt.

Thomas Findeis vom Landratsamt erwähnte in seinem Vortrag dass 75% des Flusslaufes der Weißen Elster im Vogtland FFH-Gebiet sind.

Für mich neu war der Beitrag von Helmut Wunderlich (ich habe den Namen hoffentlich richtig) zum Thema Elsterfloßgräben bei Weißenfels und Merseburg. Es ist das längste Industriedenkmal Europas. Von usprünglich 93 km Floßgräben sind noch 80 km vorhanden, es gilt als das bedeutendste Kanalsystem des 16. Jahrhunderts in Europa.

In der Diskussion prägte Steffen Raab, Bürgermeister von Weischlitz den Begriff „Fern der Elster Radweg“. Damit trifft er den berühmten Nagel auf den Kopf.

Dietmar Hellinger vom Vogtländischen Radsportteam kritisierte den derzeitigen Ausbauzustand des Elsterradweges, er sei lückenhaft. Und in Plauen führt er am Möbelhaus an der Hammerstraße über das schmalste Stück Bundesstraße B173.

B173 am Möbelhaus

Hier möchte ich Herrn Hellinger entgegnen, dass der offizielle Verlauf des Elsterradweges nicht über die Bundesstraße führt, sondern an der Rähnisstraße zum Alten Postweg abbiegt.

Dann werde ich demnächst mal weiter verfolgen, wie die Bewerbung um den Titel „Flusslandschaft“ ausgeht.

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