Im südlichen Vogtland unterwegs

Am Sonntag hat mich das schöne Wetter in den südlichenTeil des Vogtlandes gelockt, die Bäder-Ecke. Ein kurzer Halt im Kurpark mit einem schönen Blick über den kleinen See, der hier aus dem Fleißenbach entsteht.

Von Bad Brambach ging es dann zunächst bergauf bis zur Elsterquelle. Dort konnte ich mich als hilfsbereiter Fotograf erweisen für eine Dreiergruppe älterer Radlerinnen und Radler ein Erinnerungsfoto an der Quelle fertigen. Außerdem konnte ich mit einigen Auskünften zum Elsterradweg dienen. Die Gruppe ist den Elsterradweg Richtung Adorf gefahren, ich habe mir einen Weg nach Raun gesucht. Über mir bislang unbekannte Wege habe ich das kleine Dörfchen erreicht.

Im südlichen Vogtland unterwegs weiterlesen

Unterwegs entdeckt

In Plauen findet dieses Wochenende das 60. Plauener Spitzenfest statt. Bereits gestern eröffnete die Trödelmeile entlang der Bahnhofstr. das Fest. Da ist mir die sogenannte „Fressmeile“ aber lieber. 😉

Heute ging es über Syrau und Lochbauer Richtung Talsperre Pöhl. Am Plauen Park konnte ich dann dieses seltsame Gefährt beobachten. Ich nehme an Fahrer und Fahrzeug zum Framo-Treffen im Rittergut Kauschwitz unterwegs sind.

Ja und dann frage ich mich, wozu eigentlich Radwege (mit Benutzungspflicht) neben der Straße ausgeschildert werden?

Meine Tour fand in längere Zwangspause in der Pfaffenmühle. Vermutlich hatte bei den Wettermachern jemand ein Problem mit Kommazahlen. Denn die angekündigten 0,3 mm Niederschlag sahen dann so aus:

Das tendierte meiner Meinung eher zu gefühlten 3 mm oder mehr. Tröstlich war immerhin, dass mit mir ca. 25 weitere Wanderer auch eine längere Pause einlegten, weil sich doch keiner in diesen Regenguß wagte.

Am Lochbauer habe ich mir auf Hinweis eines Arbeitskollegen den Wanderwegweiser angesehen. Also eigentlich ist die Pfaffenmühle über die gleiche Richtung, wie das Pfaffengut zu ereichen. Es sei denn, man wandert über Teufelskanzel und Kaltenbach zur Pfaffenmühle. Der Weg ist 600 m länger aber von der Landschaft her fast schöner. Vielleicht war das der Grund für die Wegweisung nach rechts.

Auf dem letzten Stück nach Hause musste ich mich wieder ziemlich sputen, der nächste Regenschauer nahte. Der neue Geschwindigkeitsanzeiger auf der Kopernikusstraße hat das deutlich gezeigt!

(Bitte Bild anklicken zur Lösung 😉 )

Unterwegs entdeckt

In Haselbrunn wurden die Radverkehrswegweiser wieder einmal als Werbefläche missbraucht und mit Aufkleber „verziert“.

Am Donnerstag wurde bei Bauarbeiten am Schlosshang im Zentrum Plauens eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Folge war eine Evakuierung des gesamten Stadtzentrum einschließlich Rathaus und Landratsamt. Tausende Einwohner mussten bis mitten in die Nacht im NotquartierFesthalle ausharren oder bei Verwandten unterkommen. Mich hat es nur insofern getroffen, dass ich vom Tunnel aus nach Hause zu Fuß gehen musste, weil auch keine Straßenbahn mehr unterwegs war. Viel Arbeit für alle Einsatzkräfte bis spät in die Nacht. Allerdings konnte die Bombe nicht entschärft werden, sondern wurde ins Waldgebiet bei Zwoschwitz, ein alter Truppenübungsplatz, transportiert und dort kontrolliert gesprengt. Die Polizei Sachsen hat davon auf Twitter ein Video veröffentlicht:

https://mobile.twitter.com/PolizeiSachsen/status/1139508266327826438?s=20

Aber als ob die Einsatzkräfte noch nicht genug zu tun hatten, mussten diese am Freitag nachmittag zu einem Brand auf der oberen Bahnhofstraße anrücken.

Die Polizeidirektion berichtet dazu, dass es innerhalb von 30 Minuten in offenbar nahe beieinander gelegenen leerstehenden Gebäuden zu zwei Bränden kam. Dabei wurde laut Polizei brennbares Material entzündet. [Quelle: Polizei Sachsen] Das klingt doch sehr nach Brandstiftung.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Arbeit aller Einsatzkräfte!

Sonnabend war ich im Gebiet um Syrau unterwegs, auch entlang der Bahnstrecke Plauen-Hof. Ohoh, so steppenmäßig abgeholzt sah es dort zu meinem Erschrecken vor einigen Jahren schon einmal aus, als die Strecke elektrifiziert wurde. Aber die Natur hat ihre Kraft und Stärke sehr schnell gezeigt und alles wieder begrünt. Daher bin ich zuversichtlich, dass das auch jetzt wieder so sein wird.

Am Sonntag bin ich an die Ecke Martin-Luther-Str/Reißiger Str. entlang gefahren. Dort beginnt stadteinwärts ein Fuß-/Radweg mit getrennten Spuren. Ob die Breite den Empfehlungen der ERA entspricht sei dahingestellt. Ein Radler der hier jedoch bei Grün bergab gefahren kommt, hat eigentlich keine Chance, sich in den Radweg einzufädeln. Die Einfahrt zum Radweg ist rechtwinklig zur Straße und genau hinter dem Mast von der Ampel. Entweder Vollbremsung, zur Freude dahinter fahrender PKW, um dort einigermaßen die Kurve zu kriegen oder entgegen der StVO auf der Straße bleiben. Da es ein zumutbarer straßenbegleitender Radweg ist, besteht Nutzungspflicht.

Von der Martin-Luther-Str. hat mich meine Tour noch bis nach Weischlitz geführt, Ortsteil Rosenberg. Dort stehen in großer Anzahl alte Witschaftsgebäude, ich vermute es handelt sich um die alte LPG „Philipp Müller“.

Am Heizkessel konnte ich noch ein Typenschild fotografieren, aber ohne Betreten des Bauwerks und Säuberungsarbeiten ist da nicht viel zu erkennen, außer „Deutsche Demokratische Republik“ und einige eingestanzte Zahlen.

Aber wie schon an der oben gezeigten Bahnlinie, holt sich auch hier die Natur ihren Platz zurück. und wenn es nur die Farbtupfen von Mohnblumen sind.


Vogtländischer Wildkatzensteg

Reiner Zufall hat mich auf die Naturschutzwebseite des Vogtlandkreises geführt und dort hat der Menüpunkt „Wildkatzensteg“ meine Neugier geweckt. Beschrieben wird dort ein Wanderweg vom Schloss Leubnitz zum Natur- und Umweltzentrum (NUZ) in Oberlauterbach. Laut Webseite ist der Weg rund 40 km lang, kann in zwei oder drei Tagesetappen zu Fuß zurückgelegt werden oder auch teilweise motorisiert befahren werden. Zusätzlich sind noch die einzelnen Stationen entlang der Strecke aufgeführt. Was allerdings fehlt, ist die Darstellung einer geeigneten Wanderstrecke.
Wandern kommt für mich nicht in Betracht, also habe ich mir eine Strecke entlang der genannten Wegpunkte für eine Radtour ausgesucht. Dabei habe ich versucht, diese weitestgehend entlang bekannter und markierter Wanderrouten zu führen. Vorab, die 40 km halte ich nicht ein, von Leubnitz zum NUZ komme ich auf 52 km.
Start zur Tour ist am Schloss Leubnitz, 1794 im frühklassizistischem Stil erbaut. Im Schloss kann die Themenausstellung „Natur und Jagd“ besichtigt werden.

Vom Schloss führt die Strecke durch den Schlosspark hinab zum Blauteich, wobei oben am Hang noch einmal malerisch des Schloss grüßt. Am Teich vorbei führt der Weg zur Teichmühle mit ihrem Wasserrad.

Von der Teichmühle geht es etwas mühsam bergan, denn das nächste Ziel ist die Teufelskanzel in luftiger Höhe über dem Kuhbergbach. Von der Schneckengrüner Str. biegt die Tour rechts ab auf einen Waldweg. Nach rund 650 m geht es an einer Weggabelung rechts in Richtung Teufelskanzel. Die Tour führt allerdings wieder an diese Weggabelung zurück, von der Teufelskanzel gibt es keinen brauchbaren direkten Weg in Richtung nächstes Ziel. Der „Umweg“ macht in Summe einen halben Kilometer Strecke aus. Die Teufelskanzel ist ein Felssporn hoch über dem Tal des Kuhbergbaches. Eine Bank lädt zu kurzer Rast ein.

Der Waldweg führt zurück in Richtung Schneckengrüner Str, die allerdings hier schon Plauener Str. heißt. Ein kurzes Stück entlang der Straße und es geht linkerhand auf Waldwegen weiter zur Reiboldsruh. Hier ist die Strecke ein längeres Stück identisch mit dem „Müllerburschenweg„. Vorbei an der früher bekannten und beliebten Waldgaststätte geht es durch den Syrauer Forst zur Wettinhöhe. Die Wettinhöhe klingt majestätischer, als sie dann vor Ort aussieht.

Aber immerhin bietet sich von der Wettinhöhe ein wunderbarer Blick über das Naturschutzgebiet Großer Weidenteich und in Richtung oberes Vogtland.

[Panoramafoto, bitte mit der Maus den Bildausschnitt schwenken.]

Von der Wettinhöhe geht es entlang des Waldrands auf einer Art Trampelpfad weiter, der nach wenigen Metern aber ein einigermaßen befahrbarer Waldweg wird. Nach rund 1 km Strecke gelangt man wieder auf einen der Hauptwege, der Wegweiser ist nur von hinten zu sehen. Dem Hauptweg nach links in Richtung Syrau folgen. Der Wanderweg wird im Geoportal des Vogtlandkreises als „Wanderweg grün“ bezeichnet. Auf diesem Weg Richtung Syrau geht es zunächst bis zur „Siebenwegekreuzung“. Allerdings komme ich hier bislang bei jedem Zählen nur auf 6 Wege.

Die Siebenwegekreuzung im Panoramafoto, bitte mit der Maus den Bildausschnitt schwenken.

Von hier aus geht es wieder auf dem „Müllerburschenweg“ weiter, zunächst nach Syrau zur Drachenhöhle. Eine Rast und ein geführte Tour in die Syrauer Unterwelt kann ich nur empfehlen. Von der Drachenhöhle aus empfehle ich, wieder dem „Müllerburschweg“ zu folgen, der als nächstes zur Syrauer Windmühle führt, der nächsten Station entlang des „Vogtländischen Wildkatzenstegs“. Ein Fahrweg führt leicht bergan zum Hügel mit der Windmühle. Sofern die Mühle geöffnet ist, lässt sich diese alte Technik aus nächster Nähe und auch im Inneren erkunden.

Das war die erste Teilstrecke mir reichlich 12 km Länge. Der nächste Artikel führt zum Umwelt- und Naturzentrum Pfaffengut.

Viktorianisches Picknick

Vom Viktorianischen Picknick zum Wave Gothic Treffen in Leipzig habe ich schon oft gehört und etliche Bilder gesehen. Aber das wollte ich auch einmal selbst erleben und im Original ansehen. Begleitet wurde ich von Eva, die sich das Geschehen auch einmal ansehen wollte. So sind wir denn am Freitag mit der Bahn gen Leipzig los. Zuerst hieß es stärken und ein Mittagsmahl genießen. Unsere Wahl fiel auf das Restaurant Schiller, der Name passt zu Leipzig. Allerdings war es eine Gaststätte mit türkischen Speisen, sehr wohlschmeckenden Speisen, möchte ich anmerken.

Und nach dem Mahl haben wir uns das bunte, naja, eher schwarze 😉 , Treiben angesehen. Hier gibt es ein paar Impressionen unseres Besuches:

Aber ganz so in unserer üblichen Alltagskleidung wollten wir dann auch nicht erscheinen, ein klein wenig Stil muss schon sein. 😉

Kulturhistorische Kleinodien | Teil 4

Das letzte der neun Kleinodien, die „Wanderersruh“ befindet sich auf halber Strecke zwischen Bad Elster und dem Bahnhof Bad Elster.

Entlang meiner Runde kommt man allerdings zunächst an einem weiteren alten Toilettenhäuschen vorbei, das allerdings nicht den Sanierungszustand der „Historischen Toilette“ an der „Kreuzkapelle“ hat. Kurz darauf führt der Weg am Eingang des Naturtheaters Bad Elster vorbei. Neben Hot Chocolate und Annet Louisan steht aber bspw. auch Guiseppe Verdis „Nabucco“ auf dem Spielplan 2019.

In unmittelbarer Nähe vom Naturtheater befindet sich das sehenswerte Restaurant „Waldquelle“. Im Freiluftbereich neben der Gaststätte befinden sich noch einige Imbisstische an einem weiteren Bäder-typischen Bauwerk. In einer Standortbeschreibung habe ich etwas von einer Liegehalle gelesen, möglicherweise ist damit dieser Bau gemeint.

Auf dem Weg Richtung Bahnhof geht es zur Waldquelle nicht auf dem Elsterradweg entlang, dieser verläuft parallel in vielleicht 50 m Abstand. Vielmehr ist das der früher, vor dem Bau des Radwegs, genutzte Wanderweg zwischen Bahnhof und Stadtzentrum. Unmittelbar am Wanderweg ist dann die „Wanderersruh“ gelegen. Diese gilt als eine der gelungensten Schutzhütten, zumindest hier in der Gegend, und wurde 1893 vom Königlich-Sächsischen Garteninspektor Paul Schindel geschaffen, übrigens sein Erstlingswerk. Im Inneren ist eine lange Sitzbank mit zwei steinernen Tischen. Auch hier lohnt ein Blick zum Dachstuhl.

Standort der „Wanderersruh“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Wanderersruh

Karte wird geladen - bitte warten...

Wanderersruh 50.292847, 12.248388

Von hier aus ist nur ein kurzer Weg bis zum Bahnhof.
Am Bahnhof wartet allerdings noch ein kleines Kuriosum auf den Wanderer. Übereinander stehen hier die Schilder „Fußweg“ und „Bahnanlage – Betreten für Unbefugte verboten!“ Sind hiermit alle Wanderer automatisch befugt? Von dieser Seite darf man als Radfahrer laut StVO nicht einfahren, von Bad Elster kommend habe ich allerdings keine Schilder gesehen, die die Nutzung mit dem Rad untersagen würden.

Ein weiteres, allerdings zunehmend verfallendes Kleinod ist der Bahnhof Bad Elster. Ein typischer Bahnbau, dessen Baujahr mir allerdings nicht bekannt ist. Die Liste der Kulturdenkmale in Bad Elster [Wikipedia] gibt 1885 bis 1905 an. Sehenswerte Details sind bspw. die Kapitelle der gußeisernen Säulen vom Bahnsteigdach oder eine alte Höhenmarke.

Jetzt besteht der „moderne“ Bahnhof aus einer Uhr (funktionieren), einer Anzeige, auch mit Uhrzeit, und einem Unterstand mit Fahrplantafeln und zum Teil ohne Scheiben in den Wänden. Für ein Königlich-Sächsisches Staatsbad nicht unbedingt ein überzeugender erster Eindruck. Aber vermutlich kommen sowieso die meisten Besucher mit dem PKW.

Die von mir hier präsentierte Strecke hat eine Länge von 9 km, allerdings ab dem König-Albert-Theater/Badeplatz gerechnet. Einschließlich der Strecke vom Bahnhof bis zum Start entlang des Elsterradweges werden es 12 km, die dabei in Summe rund 200 Höhenmeter überwinden.
Und hier folgt die Strecke auf GPSies.com:

Da ich nun alle Standorte zusammengefunden habe, werde ich bei Gelgenheit die Strecke vielleicht noch einmal optimieren, also etwas einkürzen und einen „eleganteren“ Verlauf wählen. Aber das muss im Moment warten.

Kulturhistorische Kleinodien | Teil 3

Von der „Waidmannsruh“ führt meine Strecke allerdings zunächst zurück zur „Eremitage“ um von hier aus den kleinen Anstieg zum Fuß der „Kreuzkapelle“ zu beginnen. Unterhalb der Kapelle wartet allerdings das wohl eher kurioseste Kleinod der Runde, eine „Historische Toilette“. Etwas abseits des Weges, geduckt zwischen Bäumen steht eine kleine Holzhütte mit halboffenem Dach. Ein Blick ins Innere offenbart den Sinn und Zweck des kleinen Bauwerkes noch einmal ganz deutlich. Besucher können unbesorgt sein, der Deckel auf dem Plumpsklo ist fest verschlossen. Außerdem geben einige Tafeln an den Wänden weitere Informationen zur nahe gelegenen Kreuzkapelle.

Dieses Kleinod konnte ich allerdings auch erst mit Hilfe der Infotafel an der „Eremitage“ finden.
Standort der „Historischen Toilette“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Historische Toilette

Karte wird geladen - bitte warten...

Historische Toilette 50.284270, 12.248023

Vom Toilettenhäusl führt meine Strecke in Serpentinen aufwärts zur „Kreuzkapelle“.

Die Kapelle wurde 1877 errichtet. Außen ist die Kapelle mit Fichtenrinde verkleidet, innen wurde für die Verkleidung der Wände und der Kuppel Birkenrinde verwendet. Von Anfang des 20. Jahrhunderts bis 1958 fanden hier Waldandachten statt. Erst ab 1991 fanden dann hier wieder Gottesdienste statt. 1993 erfolgte eine Restauration der „Kreuzkapelle“, wobei die ursprüngliche Gestaltung erhalten blieb.

Im Inneren befindet sich ein Altar mit Kruzifix, 1926 gestaltet vom Adorfer Holzbildhauer Lenk. Der schon idyllisch anmutende Platz an der „Kreuzkapelle“ erhält seinen Reiz durch die zwei Wasserbecken und die dort angeordneten Quarzsteine. Um an einen ständigen Wasserzufluss für die Becken zu gelangen, wurde beim Bau der Kapelle extra ein 16 m langer Stollen in den Berg getrieben. Auf der Infotafel wird allerdings noch von einer 200m langen Wasserleitung berichtet, die für das Wasser in den Becken sorgt und die 1994 bis zur Quelle hin erneuert wurde. [Quelle aller Informationen: Infotafel vom Sachsenforst in der „Historischen Toilette“]

Standort der „Kreuzkapelle“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Kreuzkapelle

Karte wird geladen - bitte warten...

Kreuzkapelle 50.284287, 12.249573

In unmittelbarer Nähe von Kapelle und Toilette findet sich als nächstes das „Waldhaus“ entlang meiner Strecke. Die Wege sind zum Wandern gut geeignet, Radler sollten mit schmalen Pfaden zurecht kommen.

Von der Kapelle kommend scheint das „Waldhaus“ mit seinem hellen, metallischen Dach schon durch die Lücken zwischen den Baumstämmen hindurch. Auch das „Waldhaus“ ist eine Wander- oder Rasthütte in Holzbauweise, ähnlich der „Eremitage“ aber nicht ganz so aufwendig in der Bauform. Tisch und Bank im Inneren laden zu einer kleinen Pause ein.

Standort des „Waldhaus“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Waldhaus

Karte wird geladen - bitte warten...

Waldhaus 50.285150, 12.247239

Jetzt fehlt in der Sammlung der neun Kleinodien nur noch „Wanderersruh“. Dies und ein paar weitere interessante Objekte am Rande der Strecke folgen im kommenden Artikel.

Kulturhistorische Kleinodien | Teil 2

Von der „Holländerei“ geht es nur ein kurzes Stück weiter bergan in Richtung „Eremitage“. Diese ist schon fast zu sehen, allerdings wendet sich meine Route zunächst nach rechts zum nächsten Kleinod „Cotta Terrasse“. Den Standort der Terrasse konnte ich in Kartenwerken nicht finden, ich hatte nur eine Vermutung zum Standort. Vor Ort habe ich allerdings erst an der „Eremitage“ eine große Infotafel vom Sachsenforst gefunden, die bei der genauen Standortbestimmung geholfen hat. In der dort verwendeten Karte war die „Cotta-Terasse“ im Kartenoriginal eingezeichnet. Allerdings würde ich das Erscheinungsjahr der Karte auf etwa die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts einordnen.

Die „Cotta-Terrasse“ kommt vom oberen Weg her betrachtet unscheinbar daher, am deutlichsten zu erkennen ist eine Infotafel. Ansosnten besteht die Terrasse aus Sitzbänken und einer Treppe mit Stahlgeländer. Der Ort wurde Ruheplatz im Wald bereits 1892 durch den Königlich Sächsischen Gartenbauinspektor Paul Schindel angelegt. Der Name geht auf den Oberforstmeister Heinrich August von Cotta zurück. [Quelle: Infotafel an der „Cotta Terrasse“]

Standort der „Cotta-Terrasse“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Cotta Terrasse

Karte wird geladen - bitte warten...

Cotta Terrasse 50.283701, 12.241988

Nächstes Kleinod entlang der Tour ist die „Eremitage“. Die naheliegende gedankliche Assoziation besteht sofort zur berühmten Eremitage in Sankt Petersburg, einem beeindruckenden Palastkomplex mit Museum. Aber Eremitage steht auch als Begriff für ein Gartenhaus in einer Parkanlage und das dürfte hier in Bad Elster eher zutreffen. Von der „Cotta-Terrasse“ kommend liegt die „Eremitage“ etwas oberhalb, eine aus Holz gestaltete Wanderhütte, flankiert von zwei Sitzbänken. Auch im Inneren befinden sich weitere Sitzgelegenheiten und ein rustikaler Tisch. Im Inneren lohnt sich außerdem ein Blick in Richtung Decke zu dem interessant gestalteten Dachstuhl.

Standort der „Eremitage“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Eremitage

Karte wird geladen - bitte warten...

Eremitage 50.284136, 12.242568

Anhand der Infotafel an der „Eremitage“ konnte ich nun auch den Standort der „Waidmannsruh“ genauer ermitteln. Ich bin auf dem Almweg von Reuth kommend, 80 m zu früh in Richtung „Betty Bank“ abgebogen.

Die „Waidmannsruh“ ist offenbar völlig neu gestaltet, wie das frühere Aussehen war, ist mir nicht bekannt. Ein Tisch aus Edelstahl, gestaltet als Windrose, lädt mit der Rundbank zur Rast ein. Für erschöpfte Wanderer und Radler bieten zwei Liegen die Möglichkeit zur Erholung.

Standort der „Waidmannsruh“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Waidmannsruh

Karte wird geladen - bitte warten...

Waidmannsruh 50.282467, 12.244048

Im nächsten Artikel geht es weiter zur Kreuzkapelle.

Kulturhistorische Kleinodien

Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat hat im Waldgebiet um den Brunnenberg in Bad Elster neun Schmuckstücke von kulturhistorischem Wert saniert. Diese Arbeiten dauerten von 2015 bis in den Herbst 2018 und der Sachsenforst hat dafür 380.000 Euro investiert. Im Presseartikel der „Freien Presse“ waren die neun Kleinodien namentlich aufgeführt. Aber wo befinden sich diese im Wald am Brunnenberg? Diese Objekte würde ich mir schon gern mal ansehen.

Meine Recherche erforderte mehrere Kartenwerke, zum Teil halfen Bilder auf älteren Postkarten weiter, um anhand der Perspektive den Standort wenigstens abzuschätzen. Anhand der spärlichen und zum Teil auch ungenauen Informationen habe ich mir dann eine Tour zusammengestellt, die mich zu allen neun Orten führen sollte.

Von Bad Elster ging es zunächst in Richtung Sohl und hinter Reuth in Richtung des Waldgebietes am Brunnenberg. Ich wollte damit zunächst entlang des Almweges fahren, denn dort befindet sich die „Waidmannsruh“. Nur wo, wusste ich nicht und der Almweg ist recht lang.

Beginn am Almweg

Die „Waidmannsruh“ habe ich zunächst leider nicht gefunden, sondern als erstes erblickte ich die „Betty-Bank“. Die „Betty-Bank“ ist eine Rast- oder Schutzhütte mit vorgelagerter Aussichtsterrasse.

Von der Terrasse bietet sich Aussicht in Richtung Bad Elster aber insbesondere auf die lange Treppe, die zur Betty-Bank führt. Die Terrasse steht auf einem Ziegelgewölbe. Sehenswert sind die filigran verzierten Ziegel in der Brüstung der Terrasse.

Standort der „Betty-Bank“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Betty-Bank

Karte wird geladen - bitte warten...

Betty-Bank 50.280364, 12.242594

Etwas unspektakulär kommt die „Holländerei“ daher, die sich als Aussichtsterrasse zeigt. Von hier ebenfalls ein schöner Blick über das Zentrum von Bad Elster mit dem markanten Kirchturm. Gelegenheit zum rasten bieten die hier befindlichen Sitzbänke. Zur Namensgebung „Holländerei“ habe ich leider nichts gefunden, möglicherweise geht es auf die Bezeichnung für eine Milchwirtschaft zurück.

Standort der „Holländerei“

icon-car.pngKML-LogoFullscreen-LogoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Holländerei

Karte wird geladen - bitte warten...

Holländerei 50.283821, 12.241355

Im nächsten Artikel geht es weiter zur Eremitage und zur Cotta-Terrasse.