Kulturhistorische Kleinodien | Teil 4

Das letzte der neun Kleinodien, die „Wanderersruh“ befindet sich auf halber Strecke zwischen Bad Elster und dem Bahnhof Bad Elster.

Entlang meiner Runde kommt man allerdings zunächst an einem weiteren alten Toilettenhäuschen vorbei, das allerdings nicht den Sanierungszustand der „Historischen Toilette“ an der „Kreuzkapelle“ hat. Kurz darauf führt der Weg am Eingang des Naturtheaters Bad Elster vorbei. Neben Hot Chocolate und Annet Louisan steht aber bspw. auch Guiseppe Verdis „Nabucco“ auf dem Spielplan 2019.

In unmittelbarer Nähe vom Naturtheater befindet sich das sehenswerte Restaurant „Waldquelle“. Im Freiluftbereich neben der Gaststätte befinden sich noch einige Imbisstische an einem weiteren Bäder-typischen Bauwerk. In einer Standortbeschreibung habe ich etwas von einer Liegehalle gelesen, möglicherweise ist damit dieser Bau gemeint.

Auf dem Weg Richtung Bahnhof geht es zur Waldquelle nicht auf dem Elsterradweg entlang, dieser verläuft parallel in vielleicht 50 m Abstand. Vielmehr ist das der früher, vor dem Bau des Radwegs, genutzte Wanderweg zwischen Bahnhof und Stadtzentrum. Unmittelbar am Wanderweg ist dann die „Wanderersruh“ gelegen. Diese gilt als eine der gelungensten Schutzhütten, zumindest hier in der Gegend, und wurde 1893 vom Königlich-Sächsischen Garteninspektor Paul Schindel geschaffen, übrigens sein Erstlingswerk. Im Inneren ist eine lange Sitzbank mit zwei steinernen Tischen. Auch hier lohnt ein Blick zum Dachstuhl.

Standort der „Wanderersruh“

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Wanderersruh

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Wanderersruh 50.292847, 12.248388

Von hier aus ist nur ein kurzer Weg bis zum Bahnhof.
Am Bahnhof wartet allerdings noch ein kleines Kuriosum auf den Wanderer. Übereinander stehen hier die Schilder „Fußweg“ und „Bahnanlage – Betreten für Unbefugte verboten!“ Sind hiermit alle Wanderer automatisch befugt? Von dieser Seite darf man als Radfahrer laut StVO nicht einfahren, von Bad Elster kommend habe ich allerdings keine Schilder gesehen, die die Nutzung mit dem Rad untersagen würden.

Ein weiteres, allerdings zunehmend verfallendes Kleinod ist der Bahnhof Bad Elster. Ein typischer Bahnbau, dessen Baujahr mir allerdings nicht bekannt ist. Die Liste der Kulturdenkmale in Bad Elster [Wikipedia] gibt 1885 bis 1905 an. Sehenswerte Details sind bspw. die Kapitelle der gußeisernen Säulen vom Bahnsteigdach oder eine alte Höhenmarke.

Jetzt besteht der „moderne“ Bahnhof aus einer Uhr (funktionieren), einer Anzeige, auch mit Uhrzeit, und einem Unterstand mit Fahrplantafeln und zum Teil ohne Scheiben in den Wänden. Für ein Königlich-Sächsisches Staatsbad nicht unbedingt ein überzeugender erster Eindruck. Aber vermutlich kommen sowieso die meisten Besucher mit dem PKW.

Die von mir hier präsentierte Strecke hat eine Länge von 9 km, allerdings ab dem König-Albert-Theater/Badeplatz gerechnet. Einschließlich der Strecke vom Bahnhof bis zum Start entlang des Elsterradweges werden es 12 km, die dabei in Summe rund 200 Höhenmeter überwinden.
Und hier folgt die Strecke auf GPSies.com:

Da ich nun alle Standorte zusammengefunden habe, werde ich bei Gelgenheit die Strecke vielleicht noch einmal optimieren, also etwas einkürzen und einen „eleganteren“ Verlauf wählen. Aber das muss im Moment warten.

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