Unterwegs entdeckt

In Haselbrunn wurden die Radverkehrswegweiser wieder einmal als Werbefläche missbraucht und mit Aufkleber „verziert“.

Am Donnerstag wurde bei Bauarbeiten am Schlosshang im Zentrum Plauens eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Folge war eine Evakuierung des gesamten Stadtzentrum einschließlich Rathaus und Landratsamt. Tausende Einwohner mussten bis mitten in die Nacht im NotquartierFesthalle ausharren oder bei Verwandten unterkommen. Mich hat es nur insofern getroffen, dass ich vom Tunnel aus nach Hause zu Fuß gehen musste, weil auch keine Straßenbahn mehr unterwegs war. Viel Arbeit für alle Einsatzkräfte bis spät in die Nacht. Allerdings konnte die Bombe nicht entschärft werden, sondern wurde ins Waldgebiet bei Zwoschwitz, ein alter Truppenübungsplatz, transportiert und dort kontrolliert gesprengt. Die Polizei Sachsen hat davon auf Twitter ein Video veröffentlicht:

https://mobile.twitter.com/PolizeiSachsen/status/1139508266327826438?s=20

Aber als ob die Einsatzkräfte noch nicht genug zu tun hatten, mussten diese am Freitag nachmittag zu einem Brand auf der oberen Bahnhofstraße anrücken.

Die Polizeidirektion berichtet dazu, dass es innerhalb von 30 Minuten in offenbar nahe beieinander gelegenen leerstehenden Gebäuden zu zwei Bränden kam. Dabei wurde laut Polizei brennbares Material entzündet. [Quelle: Polizei Sachsen] Das klingt doch sehr nach Brandstiftung.
An dieser Stelle ein großes Dankeschön für diese Arbeit aller Einsatzkräfte!

Sonnabend war ich im Gebiet um Syrau unterwegs, auch entlang der Bahnstrecke Plauen-Hof. Ohoh, so steppenmäßig abgeholzt sah es dort zu meinem Erschrecken vor einigen Jahren schon einmal aus, als die Strecke elektrifiziert wurde. Aber die Natur hat ihre Kraft und Stärke sehr schnell gezeigt und alles wieder begrünt. Daher bin ich zuversichtlich, dass das auch jetzt wieder so sein wird.

Am Sonntag bin ich an die Ecke Martin-Luther-Str/Reißiger Str. entlang gefahren. Dort beginnt stadteinwärts ein Fuß-/Radweg mit getrennten Spuren. Ob die Breite den Empfehlungen der ERA entspricht sei dahingestellt. Ein Radler der hier jedoch bei Grün bergab gefahren kommt, hat eigentlich keine Chance, sich in den Radweg einzufädeln. Die Einfahrt zum Radweg ist rechtwinklig zur Straße und genau hinter dem Mast von der Ampel. Entweder Vollbremsung, zur Freude dahinter fahrender PKW, um dort einigermaßen die Kurve zu kriegen oder entgegen der StVO auf der Straße bleiben. Da es ein zumutbarer straßenbegleitender Radweg ist, besteht Nutzungspflicht.

Von der Martin-Luther-Str. hat mich meine Tour noch bis nach Weischlitz geführt, Ortsteil Rosenberg. Dort stehen in großer Anzahl alte Witschaftsgebäude, ich vermute es handelt sich um die alte LPG „Philipp Müller“.

Am Heizkessel konnte ich noch ein Typenschild fotografieren, aber ohne Betreten des Bauwerks und Säuberungsarbeiten ist da nicht viel zu erkennen, außer „Deutsche Demokratische Republik“ und einige eingestanzte Zahlen.

Aber wie schon an der oben gezeigten Bahnlinie, holt sich auch hier die Natur ihren Platz zurück. und wenn es nur die Farbtupfen von Mohnblumen sind.


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