Vogtländischer Wildkatzensteg

Reiner Zufall hat mich auf die Naturschutzwebseite des Vogtlandkreises geführt und dort hat der Menüpunkt „Wildkatzensteg“ meine Neugier geweckt. Beschrieben wird dort ein Wanderweg vom Schloss Leubnitz zum Natur- und Umweltzentrum (NUZ) in Oberlauterbach. Laut Webseite ist der Weg rund 40 km lang, kann in zwei oder drei Tagesetappen zu Fuß zurückgelegt werden oder auch teilweise motorisiert befahren werden. Zusätzlich sind noch die einzelnen Stationen entlang der Strecke aufgeführt. Was allerdings fehlt, ist die Darstellung einer geeigneten Wanderstrecke.
Wandern kommt für mich nicht in Betracht, also habe ich mir eine Strecke entlang der genannten Wegpunkte für eine Radtour ausgesucht. Dabei habe ich versucht, diese weitestgehend entlang bekannter und markierter Wanderrouten zu führen. Vorab, die 40 km halte ich nicht ein, von Leubnitz zum NUZ komme ich auf 52 km.
Start zur Tour ist am Schloss Leubnitz, 1794 im frühklassizistischem Stil erbaut. Im Schloss kann die Themenausstellung „Natur und Jagd“ besichtigt werden.

Vom Schloss führt die Strecke durch den Schlosspark hinab zum Blauteich, wobei oben am Hang noch einmal malerisch des Schloss grüßt. Am Teich vorbei führt der Weg zur Teichmühle mit ihrem Wasserrad.

Von der Teichmühle geht es etwas mühsam bergan, denn das nächste Ziel ist die Teufelskanzel in luftiger Höhe über dem Kuhbergbach. Von der Schneckengrüner Str. biegt die Tour rechts ab auf einen Waldweg. Nach rund 650 m geht es an einer Weggabelung rechts in Richtung Teufelskanzel. Die Tour führt allerdings wieder an diese Weggabelung zurück, von der Teufelskanzel gibt es keinen brauchbaren direkten Weg in Richtung nächstes Ziel. Der „Umweg“ macht in Summe einen halben Kilometer Strecke aus. Die Teufelskanzel ist ein Felssporn hoch über dem Tal des Kuhbergbaches. Eine Bank lädt zu kurzer Rast ein.

Der Waldweg führt zurück in Richtung Schneckengrüner Str, die allerdings hier schon Plauener Str. heißt. Ein kurzes Stück entlang der Straße und es geht linkerhand auf Waldwegen weiter zur Reiboldsruh. Hier ist die Strecke ein längeres Stück identisch mit dem „Müllerburschenweg„. Vorbei an der früher bekannten und beliebten Waldgaststätte geht es durch den Syrauer Forst zur Wettinhöhe. Die Wettinhöhe klingt majestätischer, als sie dann vor Ort aussieht.

Aber immerhin bietet sich von der Wettinhöhe ein wunderbarer Blick über das Naturschutzgebiet Großer Weidenteich und in Richtung oberes Vogtland.

[Panoramafoto, bitte mit der Maus den Bildausschnitt schwenken.]

Von der Wettinhöhe geht es entlang des Waldrands auf einer Art Trampelpfad weiter, der nach wenigen Metern aber ein einigermaßen befahrbarer Waldweg wird. Nach rund 1 km Strecke gelangt man wieder auf einen der Hauptwege, der Wegweiser ist nur von hinten zu sehen. Dem Hauptweg nach links in Richtung Syrau folgen. Der Wanderweg wird im Geoportal des Vogtlandkreises als „Wanderweg grün“ bezeichnet. Auf diesem Weg Richtung Syrau geht es zunächst bis zur „Siebenwegekreuzung“. Allerdings komme ich hier bislang bei jedem Zählen nur auf 6 Wege.

Die Siebenwegekreuzung im Panoramafoto, bitte mit der Maus den Bildausschnitt schwenken.

Von hier aus geht es wieder auf dem „Müllerburschenweg“ weiter, zunächst nach Syrau zur Drachenhöhle. Eine Rast und ein geführte Tour in die Syrauer Unterwelt kann ich nur empfehlen. Von der Drachenhöhle aus empfehle ich, wieder dem „Müllerburschweg“ zu folgen, der als nächstes zur Syrauer Windmühle führt, der nächsten Station entlang des „Vogtländischen Wildkatzenstegs“. Ein Fahrweg führt leicht bergan zum Hügel mit der Windmühle. Sofern die Mühle geöffnet ist, lässt sich diese alte Technik aus nächster Nähe und auch im Inneren erkunden.

Das war die erste Teilstrecke mir reichlich 12 km Länge. Der nächste Artikel führt zum Umwelt- und Naturzentrum Pfaffengut.

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