Mit dem Rad ums Dorf

Ich hatte letztens schon davon berichtet, dass unter dem Titel „Mit dem Rad ums Dorf – Kürbitz“ zwei Radtouren veröffentlicht wurden. Am vergangenen Sonnabend habe ich mich auf die „große“ Runde über 42 km begeben. Start ist offiziell in Kürbitz, da Straßberg, durch das die Runde ebenfalls führt, allerdings näher an Plauen liegt, bin ich die Strecke mit Start und Ziel in Straßberg gefahren. Ich habe versucht, die meisten der offiziellen Streckenbeschreibung aufgeführten Zwischenziele anzufahren, auch wenn diese nicht direkt auf der Route liegen.

Offizieller Beginn ist in Kürbitz am Dorfplatz mit Blick auf das alte Rittergut und die Salvatorkirche, die sich aus diesem Blickwinkel hinter Bäumen versteckt.

Über den Elsterradweg geht es nach Straßberg und von dort die Straße entlang in Richtung Kloschwitz vorbei an der Gastwirtschaft Gambrinus, die auch in der offiziellen Streckenbeschreibung erwähnt wird.

Teilweise führt die Strecke über bestehende Radrouten, bspw, auf der Straße Richtung Kloschwitz über die Sächsische Mittelgebirgsroute.

Kurz vor Kloschwitz geht es vom Tal des Rosenbachs weg und hinauf nach Kobitzschwalde, der Anstieg ist kurz, hat es aber in sich. In Kobitzschwalde kann man an der Neundorfer Str. noch nach rechts einen Abstecher zur Puffermanufaktur mit Wanderimbiss machen.

Über Dorfstraßen geht es zurück ins Rosenbachtal nach Kloschwitz und vorbei an Kröstau und Rodersdorf nach Thossen. Hier ist die Wehrkirche als sehenswertes Objekt genannt.

Kurz hinter Thossen ist ein kleiner Umweg von rund 1 km (hin und zurück) erforderlich, um der Staudtenmühle einen Besuch abzustatten. Am Sonnabend war ich zufälligerweise zu einem Besuchstag mit Mühlenfest gekommen.

Zurück zur Strecke geht es weiter durch Schönlind nach Dehles. Die Streckebeschreibung empfiehlt hier die Kantine der Milchwirtschaft Dehles mit vogtländischer Hausmannskost. Aber nur von Montag bis Freitag in der zeit von 8:00 bis 13:00 Uhr!

Zur Kantine sind es etwa 250 m Umweg. Durch Dehles und über Kemnitz führt die Strecke nach Grobau. Hier steht ein bemerkenswertes Bahnviadukt, dessen Pfeiler im Dorfteich stehen.
Ein schöner Blickfang ist auch das (ich vermute) Trafohäuschen mit Wandmalerei. Die Bilder zeigen Motive aus der unmittelbaren Umgebung. Weniger als Blickfang geeignet ist der geschlossene und allmählich verfallende Gasthof Grobau.

Von Grobau geht es weiter nach Gutenfürst, dem früheren Grenzübergang für die Bahn. Über Kandelhof führt die Strecke nach Krebes. Ein kurzer Umweg führt zum Hermann-Vogel-Haus.

Hermann Vogel lebte von 1854 bis 1921 und war Maler und Illustrator.
Kurz nach dem Dorf Krebes befindet sich links auf einem Hügel das Areal der Burgsteinruinen.

Nach Besuch der Burgsteinruinen geht es nach Ruderitz weiter. Sofern geöffnet, empfiehlt sich eine Pause und Stärkung im historischen Gasthof Ruderitz.

Die Stärkung emfiehlt sich auch, weil nach Ruderitz wieder ein ordentlicher Anstieg hinauf nach Geilsdorf folgt. In Geilsdorf führt die Strecke an der nächsten Ruine vorbei, hier der Ruine Wasserschloss Geilsdorf. Und wer nach dem Anstieg Bedarf nach einem Mahl hat, kann in Geilsdorf zur Gaststätte „Schöne Aussicht“ radeln.

Also Verhungern muss man auf der Tour nicht, denn schon kurz nach Geilsdorf, am Ende einer schönen Strecke bergab, wartet die nächste ehemalige und jetzt geschlossene Gaststätte, die „Neumühle“. Wer etwas zur Geologie des Vogtlandes erfahren möchte, besucht hier die Thermalquelle hinter der Gasstätte.

Achtung, die Zufahrt zur Thermalquelle ist nicht (mehr) durch das Grundstück der Gaststätte möglich, der Weg führt außen herum. Aber der Weg ist für Radler eher weniger gut geeignet, der Weg führt über zwei Brücken, ist schmal und stellenweise steinig und mit Wurzeln versehen.

Im Kemnitztal geht es von der Neumühle weiter in Richtung Weiße Elster und zurück auf den Elsterradweg. Am Elsterradweg, ich trau mich fast nicht, das zu schreiben, kann man bei Bedarf einen kleinen Umweg zur Autobahnbrücke bei Pirk machen und in Judith’s Brückenimbiss speisen.

Über den Elsterradweg geht es entlang von Bahn und Fluß nach Weischlitz. Hier ist ein Blick zum alten Gut zu empfehlen.

UNd ebenfalls über den Elsterradweg geht es zurück zum Ausgangspunkt der Tour in Kürbitz. Aber ich möchte nicht vergessen, zu erwähnen, dass am Ende der Tour die Möglichkeit besteht im Gasthof Zschäck (eigentlich „Zum Grünen Thal“, ist aber bei Einheimischen nur als Zschäck bekannt) einzukehren. Hier befindet sich auch ein kleines Fleischereimuseum.

Damit ist die Runde geschlossen, für mich ging es über Straßberg zurück nach Hause. Und Straßberg feiert vom 23.08. bis 01.09.2019 in einer großen Festwoche sein 825jähriges Bestehen. Straßberg gehört damit zu den ältesten Ansiedlungen im Vogtland.

Zur Strecke:
Die Länge beträgt 43 km, wobei 550 Höhenmeter zu überwinden sind.
Sie führt durch das landschaftlich schöne Burgsteingebiet. Die Topografie der Gegend empfinde ich zumindest als wenig Radler-freundlich, es sind viele Anstiege dabei, davon einige doch mit „Biss“. Zumindest sind unterwegs ausreichend Gaststätten zu finden, wobei vermutlich wochentags die Auswahl eingeschränkt ist, bedingt durch die Öffnungszeiten.
Streckenverlauf:

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3 Gedanken zu „Mit dem Rad ums Dorf“

  1. und weil die Neumühle schon seit Jahren geschlossen ist kannst du auch noch im Gasthof einkehren………

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