Neuer Radweg eingeweiht

Von dem Projekt hatte ich bislang noch gar nichts gehört, erst im Newsletter des Vogtlandkreises las ich von der Einweihung eines Fuß- und Radweges zwischen Bad Brambach und Plesna auf tschechischer Seite. Eigentlich wollte ich das am Sonntag aufsuchen, aber da ich Sonntag noch zu einer anderen Veranstaltung fahren will, habe ich kurzerhand umgeplant und bin doch schon am Sonnabend mit der Bahn nach Bad Brambach.

Der Fuß-/Radweg wurde im Zuge der Erneuerung der historischen grenzüberschreitenden Straßenverbindung Plesná – Bad Brambach – As als straßenbegleitender Radweg errichtet.

Die neue Strecke erreicht man vom Markt in Bad Brambach aus entlang der Fleißner Straße. Der Weg ist mit den tschechischen Radwegmarkierungen für die Route 2060 ausgewiesen. Die 2060 ist die Radwegeverbindung Aš-Háj-Vernéřov-Horní Paseky-Bad Brambach-Plesná. [Quelle: Turistický portál Karlovarského kraje]
Ab Ortsausgang Bad Brambach beginnt die Neubaustrecke, zumindest sieht es optisch so aus. Kurz nach dem ortsausgang führt der Weg über die B92 hinweg.

Der Radweg zweigt kurz darauf rechts ab, links geht es vermutlich zur Verbindungsstraße zwischen Bad Brambach und Plesna, zur K 7846. Der Radweg bleibt rechts der Straße und nach kurzer Wegstrecke ist die Grenze zur Tschechischen Republik erreicht.

Am Ortseingang Plesná führt der Radweg 2060 nach links von der Hauptstraße weg und schlängelt sich an einer Kirche vorbei in Richtung Stadtmitte.

Im Kreisverkehr trifft der Radweg 2060 auf die Nr. 23. Diese Strecke nennt sich „Magistrale Erzgebirge“ und führt von Cheb nach Děčín. Aber auch die 2060 ist im Kreisverkehr ausgeschildert.

Nach einer Runde durch den Kreisverkehr geht es auf gleicher Strecke zurück nach Bad Brambach. Jetzt überquere ich die Grenze in Richtung Freistaat Sachsen. Vereinzelt stehen auch mal Radwegweiser der bei uns üblichen Gestaltung. Häufiger und vor allem durchgängig ausgewiesen ist die Strecke 2060, auch auf vogtländischem Areal in Bad Brambach.

Und mit der Beschilderung der 2060 konnte ich auch mühelos zum Elsterradweg bei Vernéřov finden und mich dann Richtung Bad Elster führen lassen. Hinweise zum Elsterradweg habe ich in Bad Brambach nicht gesehen. Zum Glück übernehmen das die Tschechen für uns.
Auf dem Weg nach Bad Elster und zum Bahnhof habe ich etwas kräftiger in die Pedale getreten und tatsächlich noch die Bahn ab 12:51 Uhr erreicht. Das waren dann 25 km in 1:1o h:min. Anderenfalls hätte ich zwei Stunden in Bad Elster warten müssen. Oder darauf hoffen, dass mich der neue Taktbus samt Bike mitnimmt. Soll angeblich möglich sein. Auch das werde ich gelegentlich mal testen müssen.

Und hier noch der Streckenverlauf:

Novembertour

November ist nun mal der graue und trübe Monat im Jahr. Am Freitag war es zumindest trocken (von oben) angekündigt. Allerdings sah es beim Blick in den Himmel auf der Höhe bei Droßdorf ganz und gar nicht danach aus.

Aber das hat sich doch verzogen, es blieb regenfreies Wetter.
Das Laub färbt den Vogtlandradweg schön gelb, zumindest stellenweise.

Und die Talsperre Pirk hat wieder mal oder immer noch wenig Wasser. Die Vorsperre ist dadurch gut zu sehen. Ist die eigentlich bei Vollstau auch sichtbar? Habe ich noch nie darauf geachtet.

Wasserburg Reißig

Die kannte ich tatsächlich noch nicht, die Wasserburg Reißig. Und ich bin schon oft ganz nah dort vorbeigefahren. Gut, viel ist da nicht zu sehen, ein alter graben ist sichtbar und ansonsten sehr zugewachsen.

Laut Infotafel stammt die Wasserburg aus dem 13./14. Jahrhundert. Besitzer waren die Herren Deigßler, von Machwitz und von Tettau. Die Stadt Plauen erwarb 1488 das „klein wüsts Forwerg im Reißicht“. „wüst“ deutet darauf hin, dass die Wasserburg verlassen war, möglicherweise auch verfallen. Wenn mit Forwerg die heutige Schreibweise Vorwerk gemeint ist, dann war die Wasserburg ein Nebenhof, meist eines Rittergutes.
Der umlaufende Graben hatte eine Breite von 6 bis 7 Metern.
[Quelle: Infotafel am Standort der Wasserburg]

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Wasserburg Reißig

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Wasserburg Reißig 50.525511, 12.139302

Und hier als Luftbild bei Googlemaps.

Kühl und neblig…

… macht nicht so richtig Spaß, mit dem Bike unterwegs zu sein. Aber ich habe den inneren Schweinehund besiegt und bin doch eine Runde über Mehltheuer und Syrau gefahren.
Im September hatte ich bereits von dem Straßenbau zwischen Schneckengrün und Mehltheuer berichtet. Allerdings wurde nach dem beginn im September nicht weitergebaut. Material lag rum, keine Baustellenfahrzeuge mehr. Ruhe. Laut Presse gab es wohl irgendein Problem mit der Genehmigung oder dem Naturschutz. Jetzt ist die Straße fertiggestellt. Mit meinen laienhaften Kenntnissen tippe ich auf eine Ausführung mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht.

An der B92 Richtung Schöpsdrehe wird auch noch gearbeitet. Der Fuß-/Radweg entlang des Plauen Parks ist derzeit definitiv nicht nutzbar.

In Richtung Plauen ist diese Insel zum Überqueren der Fahrbahn durch Fußgänger und Radfahrer fertig gestellt. Und auch der Weg entlang der Plamag ist asphaltiert, hat aber noch keinen richtigen Abschluss an der Plamag-Einfahrt.

Das waren 25 km im Nebel und bei Temperaturen um 0°C, irgendwie kroch dann die Kälte doch langsam an die Füße.

Baustellenreport

Es ist Herbst und damit offenbar bevorzugte zeit für Baustellen. Auf meiner heutigen Tour habe ich gleich zwei neue Bauvorhaben gefunden.
Der Radweg zwischen Plauen Schöpsdrehe und Syrau ist teilweise gesperrt. Der Farbe nach tippe ich auf das Erlegen einer Gasleitung. Die Fußgänger gehen in einer abgesperrten Gasse am Rande der Bundesstraße. Radfahrer müss(t)en auf die Bundesstraße wechseln. Und dann rund 500 m in einer ampelgeregelten Strecke fahren. Keine Ahnung, ob die Grünphase ausreicht, um da sicher mit dem Bike durchzukommen. Ich bin zugegeben verkehrswidrig auf dem Fußgängerstreifen gefahren.

Von der zweiten Baustelle hatte ich letztens Notiz in der Zeitung genommen. Die Brücke über den Syrabach am Ende der Hainstraße wird erneuert. Die alte Brücke ist abgerissen, die neue steht bereits daneben und das ganze sieht aus, wie eine Kraterlandschaft. Für Wanderer und Radfahrer führt ein Behelfsweg mit Hilfsbrücke drumherum.