Unterwegs entdeckt

’s ist ungemütlich draußen.Vormittags kurz nach draußen gegangen und festgestellt, auf meine Radrunde sollte ich mich doch warm anziehen. Seltsam gefühlt kalt. Eine Stunde später war es nicht spürbar angenehmer, ich habe mich trotzdem auf eine Tour Richtung Burgteich begeben.
Und wieder musste ich feststellen, dass Haustiere einfach so ausgesetzt werden.

Oder beim Ausritt kam ein Einhorn vorbei und es wurde getauscht… 😉

Am Burgteich wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich der Wald in Teichnähe etwas lichter zeigt. Und es sieht auch so aus, als wären hier Forstarbeiten durchgeführt worden. Der Teich selbst liegt noch in winterlicher Ruhe.

Forstarbeiten würden auch weiter Sinn machen, etliche Bäume wurden vom letzten Sturm umgeworfen und liegen quer über den Waldweg.

Vom Burgteich ging es über Weischlitz nach Straßberg zurück und da ich noch einiges an Zeit übrig hatte habe ich mir noch das Straßberger Wehr angesehen. Interessant fand ich, dass das Wehr einen Regelbereich von gerade mal 20 cm Pegelhöhe der Weißen Elster hat (wenn ich die Zahlen an der Infotafel richtig in Erinnerung habe). Vom Wehr nimmt die Weiße Elster ihren Weg Richtung Plauen. Ab dem Wehr ist die Elster bis hinter das Stadtgebiet Plauens profiliert und ausgebaut.

Am Elsterradweg habe ich dann auch noch ein paar Frühlingsblüher entdecken können.

Damit ist der Frühling eigentlich angekommen. Und die Schneefangzäune, die ich letztens noch in Richtung Syrau gesehen habe, können weg. Diesen Winter hatten diese ja (bislang schreibe ich vorsichtshalber…) keinen wirklichen Einsatz zu zeigen.

Sabine und mehr

Letztens ist der Sturm „Sabine“ auch durchs Vogtland gezogen und hat seine Spuren hinterlassen. Die Wege von der Reiboldsruh nach Leubnitz und am Schlossteich waren allerdings erstaunlich gut fahrbar, kaum aufgeweichte Stellen und nur wenig heruntergefallen Äste. Aber alles trüb grau-braun.

Auf dem Waldweg von der Papiermühle nach Rößnitz im Rosenbachtal lag allerdings ein Baum quer. Und auch der Elsterradweg zwischen Straßberg und Plauen hat eine gesperrte Stelle, weil es einen Baum beschädigt hat.

Von allzuviel Schnee habe ich in diesem Winter noch nichts bemerkt, auch im oberen Vogtland war Ski und Rodel eher mittelmäßig. Trotzem führte die Weiße Elster am vergangenen Sonntag deutlich mehr Wasser, als üblich. Ergebnis: An der Eisnebahnbrücke bei Kürbitz war der Weg überflutet. Immerhin konnte man problemlos durchfahren.

Letztens hatte ich von der Postmeilensäule in Mehltheuer berichtet und dass dort die Entfernung nach Plauen angegeben ist. Daher habe ich mir die Zielsäule in Plauen an der alten Elsterbrücke noch einmal genauer angesehen. Da wird Mehltheuer allerdings nicht als Ziel aufgeführt.

Passend zur Bedeutung Plauens 😉 sind dafür Eger, Asch, Chemnitz und Dresden mit Entfernungsangaben, wieder in Stunden, aufgelistet.

Projekt Elsteraue

Die Elsteraue im Innenstadtbereich von Plauen war lange Zeit geprägt von ansässiger Industrie, die zurück geht bis die Frühzeit der Spitzenproduktion in Plauen. Bekannt sind insbesondere das Weißbachsche Haus, eine 1766 gegründete Kattundruckerei, es gilt als bedeutendstes, noch bestehendes Manufakturgebäude Sachsens und das Areal der Hempelschen Fabrik. Seit einiger Zeit werden Bauarbeiten in dem Gebiet durchgeführt, Beräumung und Abbruch waren vermutlich die ersten Maßnahmen. Und so langsam lichtet sich die Fläche, Gebäude werden wieder sichtbar.

Und derzeit gibt es eine bemerkenswerte Sicht auf das Malzhaus, ein Überrest aus der Burg der Eversteiner, die um 1200 herum hier residierten.

Der Platz bei dem Wasserturm im ersten Foto wird auch Hempelscher Platz genannt. Hier soll laut Information auf der Webseite der Stadt Plauen „ein attraktives Platz-Wege-System mit einer Fuß- und Radwegeverbindung (entstehen), welches sich als ‚Hofwiesenallee‘ bis zur Weißen Elster fortsetzen wird.“ [Quelle: Webseite der Stadt Plauen]

Unterwegs entdeckt

Da habe ich doch heute auf meiner Tour tatsächlich Schnee entdeckt! Bei Plauen, nicht in den vogtländischen Skigebieten!

Auf meiner Rückfahrt von Berlin hatte ich eine Verbindung über Gera und Mehltheuer nach Plauen. War die schnellere Verbindung, anstatt über Werdau oder Zwickau (werde ich wohl nie wieder so machen….). Kurz vor Mehltheuer ist mir links der Bahnstrecke ein seltsames Schild aufgefallen. Das habe ich mir dann heute per Rad genauer angesehen.

Um das als „deformierte Fahrbahn“ zu übersetzen, reichen meine rudimentären Fremdsprachenkenntnisse. Ich bin da nur ein kurzes Stück reingefahren und habe mir die Straße angesehen.

So deformiert fand ich das Stück eigentlich nicht. Oder es müssten im Vogtland hunderte solcher Schilder aufgestellt werden. Witzig fand ich es allemal.

Irgendwie begegnen mir jetzt überall Postmeilensäulen, auch in Mehltheuer bin ich an einer vorbeigekommen.

Im Gegensatz zur Oelsnitzer Postmeilensäule ist hier die Entfernungsangabe mit „M.“ vorgenommen. Naheliegend für mich ist, dass damit Kursächsische Postmeilen gemein sind. Diese wurde in der Postordnung für das Königreich Sachsen vom 7. Dezember 1840 auf 7.500 m festgelegt. Die Angabe für Plauen lautet „1,38 M.“, das sind 10,35 km. Auf den heutigen Straßen reicht das ziemlich genau bis zur Postmeilensäule an der alten Elsterbrücke in Plauen. Ob natürlich damit dieses Ziel gemeint war, weiß ich nicht.

Und Plauen hat einen neuen sogenannten Superblitzer, vorerst zum Test. Heute am Sonntag stand er auf der Neundorfer Str.

Im Volksmund hat er schon die Spitznamen Gulaschkanonen und Aschekasten erhalten. Einen Designpreis kann man damit wahrlich nicht gewinnen. Passt optisch allerdings hervorragend zum neuen Tesla Cybertruck.
Und das Teil blitzt in beide Richtungen!

German Masters

Vergangenes Wochenende fand in Berlin, im Tempodrom das 10. German Masters statt (als vollwertiges Ranglistenturnier in Berlin, zuvor fand es in anderen Städten statt oder war ein Minor-Ranking-Turnier). Und ich war in allen 10 Jahren dabei! Das erste Mal allerdings nur zum „reinschnuppern“ zum Halbfinale am Sonnabend Nachmittag und an einem Tag hin und zurück (mit der Bahn!!!), aber seither mindestens Halbfinale und Finale komplett gesehen.

Das Tempodrom liegt unweit des Anhalter Bahnhofs.

Und dieses Jahr waren die Halbfinals schon hochkarätig besetzt, 4 Weltmeister und darunter drei Triple-Crown-Champions. Viel mehr geht nicht. Und es waren wirklich packende und mitreißende Spiele zwischen Shaun Murphy, Graeme Dott, Neil Robertson und Judd Trump.

Finale von Trump gegen Robertson, kleine Diskussion zur Lage der Bälle, die nach einem Foul vom Schiedsrichter wieder genau zu positionieren sind.

Und das Foto zeigt auch eine Kleinigkeit, die für mich diesen Sport so sehenswert und sympathisch macht: die ausgeprägte Fairness. Die Spieler agieren mit dem Schiedsrichter zusammen und stellen nach solch einem Foul die vorherige Postion wieder her, gemeinsam und es spielt für einen Spieler keine Rolle, wie gut oder schlecht die Spielstellung am Ende für ihn ist.
Und natürlich wurden die Schiedsrichter vom Publikum mit lautem Beifall empfangen, sind diese doch fast alle den Zuschauern zumindest namentlich und aus den TV-Übertragungen bekannt. In welcher anderen Sportart gibt es das?