Baustelle und eine junge Linde

Es ist als eines der größten Straßenbauprojekte des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Sachsens in der Region beschrieben: grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Rodau. Auf einer Länge von reichlich 700 m wird die Fahrbahn einschließlich Gehwege erneuert. Es kommen neue Abwasserleitungen und Stromkabel. Für die Arbeiten wird die Straße voll gesperrt. Die Bauarbeiten sollen bis Mai 2021 andauern. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf knapp 1,5 Mio€. Ab dem vergangenen Ostern sollen die Bauarbeiten begonnen haben. Also schaue ich mir das doch einmal vor Ort an.
In Leubnitz am Ortsausgang Richtung Rodau sind die ersten Hinweise auf Sperrung zu sehen in Form eines Sackgassenschildes und Hinweisen, wie weit frei fahrbar ist. Kurz zuvor stand noch ein Umleitungsschild, dazu später mehr.

Am Ortsanfang kommt dann die Vollsperrung. Diese kleine Straße rechts ist keine Möglichkeit, die Baustelle zu umfahren, diese endet an einer gesperrten Treppe. Ich habe extra nachgesehen. 😉
Die bisherige Fahrbahn ist zwischenzeitlich ausgebaut und eine (vermute ich) provisorische Wasserversorgung gelegt.

Die Ortsdurchfahrt ist komplett gesperrt, auch für Radfahrer auf der Durchfahrt. Also bleibt (wenn man sich an die StVO hält) nur abzusteigen und das Rad als Fußgänger zu schieben. Und sobald Tiefbauarbeiten mit Kanälen beginnen wird vermutlich ein StVO-widriges Fahren auch nicht möglich sein.

Immerhin führen durch Rodau über die jetzt gesperrte Ortsdurchfahrt zwei Radtouren: der lokale Radweg „Drachenradweg – große Runde“ und die regionale Hauptroute „Radroute Westvogtland“.
Wenn ich die Eintragung im Geoportal des Vogtlandkreises richtig interpretiere, führt die offizielle Umleitung über Mehltheuer, Waldfrieden und Schönberg. Das sind vom Ortsausgang Leubnitz bis Rodau rund 16 km, davon reichlich 6 km über eine Bundesstraße. Das halte ich Radfahrer nicht zumutbar.
Für Radfahrer empfehle ich eine Umleitung über Demeusel nach Schönberg. Dort trifft die Umleitung wieder auf die Drachenrunde und ein kleines Stück zurück Richtung Rodau führt auf die Westvogtlanddstrecke zurück.

Ich habe mich nach Rodau auf den weiteren Weg nach Reuth begeben, seit längerer Zeit wieder einmal die Waldstrecke entlang der Bahnstrecke Hof-Plauen gefahren. Es scheint, als wäre der Waldweg auch etwas aufgehübscht worden, in meiner Erinnerung ist der wesentlich holpriger.

Auf der Rückfahrt nach Plauen über Thossen und Straßberg ist mir noch die „Luftmühle“ aufgefallen. Bitte nicht mir Windmühle verwechseln!
Die Luftmühle geht zurück bis ins Jahr 1266! Bis 1992 war diese als Mühle in Betrieb. 2017 hat sie der jetzige Eigentümer Johannes Löffler übernommen und das Müllerhandwerk wieder aufleben lassen.

Letztes Ziel meiner heutigen Tour war die Milan-Linde. Noch nie gehört, lediglich letztens einen Artikel in der Presse gelesen. Am Touristenweg bei Meßbach soll diese Linde stehen, direkt am Plauener Rundwanderweg. Zur Linde gehört eine kleine Eckbank, so dass ein kleiner Rastplatz entstanden ist. Gepflanzt wurde diese Linde 2012 von „Opa Rolf“, wie ein Holzschild an der Linde ausweist.

Eine tolle Idee und vielen Dank dafür und möge die Linde groß und stark werden!

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Etwas Mathematik...