Unterwegs zum Wetterpilz

Die Beschränkungen durch CORONA sind in Sachsen etwas gelockert worden, also habe ich mich auch weider mal weiter weg von Plauen begeben. Ziel war der neu gestaltete Wetterpilz bei Lengenfeld. Start war am Bahnhof in Reichenbach, dahin ging es mit der MRB, natürlich mit Mund-Nasen-Schutz in der Bahn.
Von Reichenbach führte mein Weg zuerst nach Rotschau. In der Presse hatte ich gelesen, dass die „Fräse“ abgerissen wird. Dieses alte Fabrikgebäude war mir im März 2019 aufgefallen.

Von Reichenbach führte mein Weg zuerst nach Rotschau. In der Presse hatte ich gelesen, dass die „Fräse“ abgerissen wird. Dieses alte Fabrikgebäude war mir im März 2019 aufgefallen.

Jetzt sind Baumaschinen am Werk und es sind lediglich noch Fundamente und Schutthaufen zu sehen.

Abgerissen werden Maschinengebäude, Lagerhallen und Garagen, die zusammen fasst 2.000 m² Fläche umfassen. Laut Eigentümer soll das Areal später eine Grünfläche werden. Diese alte Fabrik besitzt eine lange und vielseitige Geschichte. Die Gründung geht bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. Anfangs war es eine Spinnerei, Ende des 19. Jahrhunderts wurden Spezialgarne gefertigt. Nach dem 2. Weltkrieg war es ein Lager für Fräsen. Das ist auch namensgebend für den „Spitznamen“ VEB Fräse. In jüngster Zeit soll das Areal laut Presseberichten unberechtigt für Partys genutzt worden sein.
Erhalten bleibt das kleine Kraftwerk in der Göltzsch. Das allerdigns zum Unmut von Umweltschützern, die auf das FFH-Gebiet Göltzsch verweisen. Ich kenne mich mit den Regelungen zu FFH-Gebieten zugegebenermaßen nicht aus, aber ich vermute ganz stark, dass das Kraftwerk schon lange vor FFH-Gebieten in Betrieb war.

Von der Fräse ging es weiter Richtung Alaunbergwerk und dann entlang der Göltzsch. Hierzu gibt es später noch ein Video zu sehen, ich muss nur erst die Zeit zum Bearbeiten haben.
In Lengenfeld ging es weiter in Richtung Wolfspfütz und anschließend zum Wetterpilz von Lengenfeld. Von Lengenfeld ist das mit einem ordentlichen Anstieg von 10% über 600 Meter Strecke verbunden. Auf der Höhe ist dann der Wetterpilz schon in einger Entfernung zu sehen. Ein letzter kurzer Weg, frisch angelegt, führt zum Hügel mit dem Pilz hinauf.

Der Wetterpilz wurde in diesem Jahr komplett erneuert. Der Zimmereibetrieb Rockstroh hat den Pilz gefertigt, S&P Bau aus Lengenfeld hat sich um die Erneuerung des Geländes gekümmert. Die beteiligten Firmen brachten ihre Arbeitsleistung ohne Kosten in Rechnung zu stellen. Für Material wurden Spenden gesammelt, von Bürgern, Firmen und Institutionen kamen so rund 5.000 Euro zusammen.
Danke für dieses Engagement!

Die weitere Tour beschreibe ich im nächsten Artikel.

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Etwas Mathematik...