Verkehrszeichen in Plauen

Trotz leichtem Regen habe ich mich am Freitag nachmittag auf eine kleine Radrunde begeben, immerhin waren ja die Temperaturen angenehmer.

An der Starßenbahn-Haltestelle „Am Stadtwald“ können Radler die Straße an der Fußgängerampel überqueren. Aber nur bis zur Mitte!

Ab der Mitte heißt es absteigen und zum Fußgänger werden. Oder darf ein Radfahrer das Rot dann ignorieren, da es ja nur für Fußgänger signalisiert wird? Zur Vollendung der Verwirrung: Bei grün wird an der gegenüberliegenden Ampel dann Fußgänger- und Radfahrersymbol gezeigt.

Im Januar und März hatte ich berichtet, dass die Kauschwitzer Straße stadteinwärts für Radfahrer freigegeben werden soll. Bislang ist das eine Einbahnstraße stadtauswärts. Im März war von dieser Regelung noch nichts zu bemerken.
Aber, oh Wunder, jetzt konnte ich die geplante Freigabe stadteinwärts feststellen!

Düsternis

Der Sonnabend zeigte ja kaum Sonne und meine Radrunde hat mich dieses Mal zum Plauener Waldlehrpfad am Essigsteig gebracht. An einigen Stellen auf diesem Weg war es durch fehlende Sonne und dichten Wald derart dunkel, dass ich an der Kamera den Blitz einschalten musste. Ohne Blitz wollte die Kamera mit 1/5 bis 1/10 s belichten und das wird frei Hand eher nichts. Und Stativ habe ich selten dabei.

Nur zum Verlauf des Waldlehrpfades sind sich Stadt Plauen auf Ihrer Webseite und der Tourismusverband auf Outdooractive nicht einig.
Da muss ich wohl bei Gelegenheit noch mal eine Erkundungsrunde drehen und nachsehen, wer Recht hat. 😉

Industrie.Stadt.Bild

Unter diesem Motto wurde in Reichenbach eine Ausstellung „Industrie. Stadt. Bild – Westsächsische Industriekultur in neuen Perspektiven“eröffnet. Diese ist Bestandteil vieler Aktionen zum Jahr der Industriekultur in Sachsen, wobei die richtig großen Aktionen nicht im Vogtland stattfinden. Schade, denn mit der Textilindustrie, insbesondere der Plauener Spitze, war das Vogtland industriell innovativ und weltbekannt.
Aber so müssen wir uns mit Kleinigkeiten zufrieden geben, wie beispielsweise der Aktion in Reichenbach. Hier werden jetzt großformatige Panoramen historischer Industriebauten veröffentlicht. Die Panoramen werden in Schaufenstern gezeigt.
Das sehe ich mir doch einmal an, also geht es mit dem Bike nach Reichenbach. Beim Start, jaja, ich bin ein Frühaufsteher, zeigte sich das Wetter noch recht neblig, wie hier bei Möschwitz an der Talsperre Pöhl.

In Reichenbach verteilen sich die Panoramen über Oststr. 1, Zwickauer Str. 25, Markt und Zenkergasse. Aus dem Vogtland sind die Textilfachschule Reichenbach, das Weisbachschen Hauses in Plauen und die Wernesgrüner Brauerei zu sehen.
Alle Panoramen sind in verlassenen Geschäften an die Schaufenster geklebt. Damit wird zumindest der Leerstand etwas kaschiert. Ich hatte mir die Panoramen etwas imposanter vorgestellt. Bemerkenswert ist die Technik für die Herstellung der Panoramen. Das ist im Blog des Fotografen nachzulesen.

Hier habe ich ein Beispiel mit drei dieser Werke:

Nach der kleinen Rundtour zu allen Panoramen gab es noch eine kurze Pause im mittlerweile sonnigen Park auf dem Weg zum Bahnhof.

Die Rückfahrt mit der Vogtlandbahn wurde dann etwas schwieriger, denn vor Jößnitz wurde die Bahn langsamer und in Jößnitz wurde eine längere Pause angekündigt. Wie zu vernehmen war, gab es Probleme mit der Motorkühlung.

Und bevor die Bahn nach der Weiterfahrt mitten auf der Strecke stehen bleibt, habe ich mich von Jößnitz aus mit dem Bike auf den Weg nach Hause begeben. Sicher ist sicher… (14:30 beginnt nämlich die dritte Session im Snooker-WM-Finale. 😉 )

Sächsische Städteroute – Nachtrag

Im Fazit zur Sächsischen Städteroute hatte ich auf die etwas grobe und ungenaue Darstellung des Streckenverlaufs im westlichen Teil der Route hingewiesen. Dazu habe ich mich mit Tourismusverband Elbland Dresden e.V. in Verbindung gesetzt.

Auf diese Mailanfrage an den Tourismusverband Elbland Dresden e.V. wurde mir ausführlich die Problematik im westlichen Teil der Route von Posterstein bis Freiberg erläutert. Dafür zunächst vielen Dank.

Der Tourismusverband ist zuständig für den Bereich Meißen und Tharandt, Wilsdruff, Freital und Torgau zuständig. Damit besteht für diesen Bereich auch die Kenntnis zu den Points of Interest entlang dieses Streckenabschnittes. Laut Antwort von Elbland wurde das Thema in einer Arbeitsgruppe der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen auch schon erörtert. Es ist bekannt, dass der westliche Teil nicht in der erforderlichen Qualität mit Radwegweisern versehen ist. Der Tourismusverband beabsichtigt, die zuständigen Tourismusverbände und Landratsämter zu dem Sachverhalt zu informieren.

Damit verbinde ich ja jetzt eine gewisse Hoffnung, dass die Strecke in voller Länge hinsichtlich GPX-Daten und Wegweisung verbessert wird.

Das Ding…

Das Ding steht im Syratal, eine Betonsäule wenige Meter neben der Syra auf einem kleinen Hügel. Da bin ich schon oft daran vorbei gefahren, ich hatte das wohl in Richtung einer alten wassertechnischen Einrichtung eingeordnet.

Ein Wanderer ist im Syratal darauf aufmerksam geworden und hat versucht, den Sinn der Säule herauszufinden, wie heute in der Freien Presse zu lesen war. Die Presse hat verschiedene Institutionen dazu befragt bis hin zum Stadtarchiv. Aber ohne konkrete Erfolge. Rein spekulativ sei eine Funktion als Kontrollschacht für eine früher geplante Talsperre der Syra.

Also steht „das Ding“ weiter als Rätsel im Syratal. Allerdings nur noch bis September, wie im Zeitungsartikel zu lesen war, dann wird das Bauwerk abgebrochen.

Seltsam erscheint mir, dass es auf einem Hügel errichtet ist und zumindest jetzt mit einer Öffnung in Bodennähe eine Art Kaminofen darstellt.

Vielleicht wird sich auch noch auflösen, was das eigentlich darstellt, falls ein Zeitungsleser über diese Kenntnis verfügt.

Bikewelt Schöneck – MTB Route #8

In unserer Bikewelt in Schöneck gibt es ja neben dem Areal für Downhill eine Reihe weiterer ausgewiesener Radtouren und MTB-Strecken. In meiner Sammlung fehlte noch die Tour MTB 8 mit dem Namen „Kammtour“. Da ich mir für meinen PKW endlich eine Hängerkupplung und einen Radträger zugelegt habe, ist An- und Abreise zum Startpunkt in Schöneck etwas bequemer und flexibler. Ich nutze ja wirklich gern die Bahn, aber gerade am Wochenende besteht die Gefahr, dass schon zuviele Räder in der Bahn mitfahren und ein Takt von zwei Stunden kann für die Rückfahrt doch zu einiger Wartezeit führen. Also Bike huckepack aufs Auto und ab nach Schöneck. Startpunkt ist am Parkhaus am Ferienpark.
Die Strecke ist mit den Standard-Radwegweisern für MTB und einer roten 8 gekennzeichnet.

Direkt am Kreisverkehr an der Einfahrt zum Ferienpark beginnt die Strecke. Zunächst geht es im Wald parallel zur S301 und dann nach Überquerung selbiger eine lange Gerade in Richtung Hämmerlinghütte (die ich übersehen habe). Vorbei an der Talsperre Muldenberg geht es in Richtung Topasfelsen, wie Wegweiser bereits anzeigen.
Der Topasfelsen mit Aussichtsplattform ist dann unübersehbar am Wegesrand zu finden.

Der Topas gehört zu den Edelsteinen und wurde hier am Schneckenstein bereits vor 1727 abgebaut, allerdings ohne Kenntnis und Erlaubnis der sächsischen Krone. Erst 1727 meldete Christian Kraut die Fundstelle beim Kurfürsten an. Im folgenden Jahrzehnt wurden die schönsten Topase verschliffen, die Topasgarnitur ist im Grünen Gewölbe in Dresden zu besichtigen. Um 1800 herum wurde der Abbau eingestellt. [Quelle: Infotafel am Topasfelsen] Der Topas vom Schneckenstein wurde auch in der englischen Königskrone verwendet.

Nach knapp 14 km Strecke geht es zum höchsten Punkt der Route auf etwa 910 müNN.

Weiter geht es auf der Höhe von etwa 900 m zum Parkplatz an der Passhöhe von Mühlleithen.

Vereinzelt musste ich Abweichungen von der ausgewiesenen Strecke zum Verlauf laut GPX-Datei von der Outdooractive-Seite feststellen. Beispielsweise soll demnach die Route hier kurz nach dem Waldhotel Vogtland die Strecke über den Grasweg führen. Die Wegweisung folgt jedoch dem Hauptweg.

Die Route führt an der Lutherkirche Brunndöbra vorbei. Gute Gelegenheit, kurz zu verschnaufen, denn jetzt geht es über rund 230 Meter in die Höhe.
Ein Blick zurück bietet Aussicht zum Aschberg, der mit seinem Turm gut zu erkennen ist.

Kurz vor Ende des Anstiegs versperrte ein rot-weißes Flatterband die Weiterfahrt. Aber warum? Und wie kommt man weiter? Denn Umleitungen im Wald werden eher selten ausgewiesen. Es ist nichts zu sehen, keine Baufahrzeuge, keine Forstfahrzeuge und auch keine Sperrscheibe nach StVO. Kurz entschlossen fahre ich die MTB-Route 8 einfach weiter. Es war auch im weiteren Verlauf nicht zu erkennen, was der Grund für die halbherzige Sperrung sein sollte.

Von Kottenheide geht es wieder in Tal und danach den Wolfsbachweg wieder hinauf zum Startpunkt in Schöneck. Den Wolfsbachweg bin ich schon einige Male gefahren, auch ohne Elektrounterstützung. Aber mit einem E-Bike macht es echt mehr Spaß, den Berg da wieder hinauf zu fahren. 😉

Eine Überraschung negativer Art hatte das Parkhaus im Angebot:

Gut, es gibt noch weitere Automaten, um das Parkticket zu bezahlen. Aber ein weiterer Automat hatte ein identisches Schild am Display kleben und der Automat daneben wollte meine Münzen partout nicht akzeptieren. Und wo zur Hölle ist das Wander- und Loipenhaus? Kein Hinweis, kein Lageplan. Also bin ich auf Suche gegangen, habe einen Arbeiter vor Ort befragt und das Loipenhaus im Gebäude am Bahnhof gefunden. Im Gespräch mit der Kollegin vom Loipenhaus habe ich auf meine Schwierigkeit hingewiesen, diese alternative Stelle zum Zahlen des Parktickets zu finden.
Bei meinem nächsten Besuch, und wieder einem defekten Automat, war aber ein kleiner Hinweis zum Standort des Wander- und Loipenhauses zu finden. Dankeschön.

Der Streckenverlauf:

Sächsische Städteroute – Fazit

Die Sächsische Städteroute führt einmal quer durch Sachsen von Posterstein nach Görlitz, wobei das erste Stück noch in Thüringen verläuft.
Es wird eine Vielzahl interessanter Orte besucht, egal ob der eher historisch industriell geprägte Westteil mit Crimmitschau und Chemnitz, die Berbbauregion um Feiberg oder Orte sächsischer Geschichte, wie Augustusburg, Meißen oder Bautzen.

Die Strecke ist geprägt von der hügeligen Mittelgebirgstopografie Sachsens, das bedeutet, es geht eigentlich regelmäßig bergauf und bergab. Wer die flachen Verläufe von Flußradwegen mag, ist hier auf der falschen Strecke unterwegs. Verschiedene Anstiege brauchen etwas Kraft in den Beinen oder einen gut gefüllten Akku im E-Bike.

Die Strecke ist im überwiegenden Teil recht gut mit Wegweisern versehen.

Teilweise geht es auf der D-Route 4 entlang, die von Aachen nach Zittau führt.

Meine Aufzeichnung der Strecke:

Auf Bikemap wird die Länge mit 315 km angegeben bei 3.700 Höhenmetern. Garmin Basecamp und GPS-Track-Analyse.NET berechnen die Streckenlänge mit 350 km, was auch der Angabe im Original auf Outdooractive entspricht.
Allein bei den Höhenmetern gibt es erhebliche Differenzen:
Bikemap: 3.700 m
Garmin Basecamp: 3.500 m
GPS-Track-Analyse.NET : 4.500 m (mit zugewiesenen SRTM-Höhendaten)
Outdooractive: 2960 m
Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte, gefühlt hat GPS-Track-Analyse.NET recht. 😉

Ob meine Streckenaufzeichnung den tatsächlichen Verlauf der Sächsischen Städteroute immer korrekt darstellt, vermag ich nicht zu beurteilen. Insbesondere im westlichen Teil von Posterstein bis etwa Chemnitz ist die Routenwegweisung entweder nicht ohne weiteres erkennbar oder schlicht nicht vorhanden. Auch einen Hinweis, ob die Route hier identisch mit der D4 verläuft, habe ich nicht gefunden.

Meine Aufzeichnung der Strecke ist im Downloadbreich zu finden.

Eine Kritik gibt es an der offiziellen Strecke, die auf Outdooractive verfügbar ist.
Auffällig ist in der Kartendarstellung, dass Sehenswertes nur im östlichen Teil eingetragen ist, also von Görlitz bis Nossen. Und schaut man sich den Track genauer an, so ist zu erkennen, dass im westlichen Teil der Strecke die einzelnen Trackpunkte grob und ungenau gesetzt werden. Das hat zur Folge, dass der GPX-Track nicht mehr den Straßen folgt.
Ein Beispiel habe ich bei Meerane dargestellt:

Screenshot von Outdooractive.com
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