Glühwein

Ein kleine Radrunde wollte ich am Sonntag vormittags schon drehen, über Kauschwitz nach Syrau und zurück und danach durch die Innenstadt zurück. Weihnachtsmarkt fällt ja aus, aber es waren einige verstreut aufgestellte weihnachtliche Buden angekündigt. Vielleicht gibt es irgendwo einen Glühwein zum Aufwärmen? Im Bereich Tunnel ist da Fehlanzeige, alles geschlossen. Vielleicht war ich auch wieder, wie so oft, zu früh unterwegs? Also noch zum Klostermarkt und dort wurde mein Hoffen erfüllt. Café Trömel hat seinen alljährlichen Weihnachtsstand eröffnet und Glühwein gabs natürlich auch, dazu einen Baumkuchenspieß im Stehen und ein Minimum an Adventsgefühl ist geschafft. Den Glühwein kann ich wärmstens (vor allem bei kühlem Wetter) empfehlen!

Der Hängesteg bei Hirschberg – Teil 2

Von der Saalebänk kann man einen entspannenden Blick auf die Saaleaue werfen, vermutlich im Sommer oder bei schönem Herbstwetter eine noch schönere Aussicht.

Der Weg ab Hängesteg bzw. Saalebänk weiter in Richtung Kaiserhöhe ist im Prinzip nicht für Radfahrer geeignet, schon gar nicht, wenn vielleicht bei schönem Wetter Wanderer unterwegs sind. Der Weg ist schmal, keine Hangsicherung und es geht steil abwärts zur Saale.

Von der Kaiserhöhe bietet sich ein schöner Ausblick über die Saale, leider habe ich nicht so richtig erkannt, welcher der beiden Aussichtspunkte die Kaiserhöhe ist.

Mein Weg führte mich am östlichen Rand vom Hag in Richtung Venzka, das trüber Wetter lockerte auf, das Fahren auf dem alten Kolonenweg der DDR-Grenze wurde damit zumindest etwas angenehmer. Die Langloch-Betonplatten lassen sich nicht wirklich angenehm befahren, zumindest nicht Radreifen. Mit dem Ello oder dem P3 war das damals kein Problem.

Am Ortseingang von Hirschberg kam ich am Ehrenmal für die Opfer des 2. Weltkrieges vorbei. Dieses war auf Grund seiner ungewöhnlichen Form auffällig.

Von Hirschberg aus habe ich noch einen Bogen nördlich um Hirschberg gezogen nach Görnitz und über Sparnberg zurück. Zunächst ging es am Unteren Wilden Steinteich vorbei. Ein (ich vermute Reiher) zog aufgeschreckt seine Kreise über dem Teich.

Von der Höhe bei Ullersreuth bot sich ein Blick in Richtung Thüringen/Bayern.

Nächster Ort meiner Tour ist das kleine Sparnberg. Der Ort liegt etwas abgelegen in einer Saaleschleife, gehört zu Thüringen, war allerdings von 1815-1945 eine Enklave des Landkreises Ziegenrück und damit Sächsich. Nach 45 war der Ort genau an der Grenze, die Grenzbrücke wurde 45 gesprengt. 1993 wurde eine neue Grenzbrücke eingeweiht.

Es würde ja was fehlen, wenn keine Baustellen auf meinen Radtouren dabei sind. So auch in Sparnberg, die Zufahrt zur Saalebrücke wurde saniert. Ich habe mich am Rand der Arbeiten und der Straße vorbeigeschoben und konnte über die Brücke noch einmal zurück zum Ort blicken,

Zwischen Sachsenvorwerk (diese Siedlung heißt wirklich so) und dem Ende meiner Tour in Hirschberg kam ich noch an einer auffälligen Halde vorbei.
Eine Infotafel erläutert, dass Schieferabbau eine wichtige Industrie hier in der Gegend war. Zu sehen ist hier die Abraumhalde, die zu den größten Anlagen dieser Art im Saaletal zählen soll. zur Straße hin begrenzt eine Trockenmauer die Halde. Produziert wurde vor allem Dachschiefer.

Und jetzt erst lese ich in meinem Foto von der Infotafel, dass die Halde aus Naturschutzgründen nicht betreten werden darf. Aber ein Weg führt hinauf und da steht auch nichts von Betreten verboten oder so. Vielleicht sind ja eher die Hänge gemeint. ?

Hirschberg und Umgebung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zu empfehlen ist jedoch eine Zeit, in der Museum und Gaststätten wieder geöffnet haben.

Der Hängesteg bei Hirschberg

Hirschberg kenne ich, in der Gegend war ich schon unterwegs. Aber als ich letztens vom „Hängesteg an der Saale“ gelesen habe, sagte ich mir, na so was, noch nie gehört oder gesehen. Wir haben in Sachsen den Buß- und Bettag als Feiertag, dazu zwei Urlaubstage und ein langes Wochenende steht für einige Radtouren zur Verfügung. Diverse Kartenwerke befragt und eine Radtour um Hirschberg geplant, die auch zum Hängesteg führt. Das Wetter war zwar zum Teil trüb und kühl, zum Radeln ging das aber. Am Kulturhaus geparkt, mit ÖPNV und Radmitnahme dahin ist vermutlich schwer bis unmöglich.
Unmittelbar am Kulturhaus fielen eine Art kleine Wigwams aus Lederhäuten auf.

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Neue Wanderhütte bei Pausa

In der Freien Presse vom 07.11.2020 wurde von einer neuen Wanderhütte bei Pausa, an der Grenze zu Thüringen am Röderweg berichtet. So habe ich mir eine kleine Radrunde um Pausa geplant, die auch zu der neuen Hütte führt. Von Pausa ging es zunächst auf der Radroute #3 im Landkreis Greiz in Richtung Röderweg. Die #3 ist die „Vogtland-Ferienland-Route“ .

An der Kreuzung Röderweg/Leitlitzer Flügel ist dann die neue Wanderhütte „Am Röderberg“ zu finden:

Errichtet wurde das Bauwerk vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Und hier hat eine Eule als kleines geschnitztes Schmuckstück ihren Platz im Gebälk gefunden:

Vom Röderberg ging es weiter in Richtung Zeulenroda, vorbei an der Gaststätte Waldschänke, die sehr einladend aussieht, allerdings dank Corona, auch geschlossen hat. Gaststätten sind ausweislich der Daten vom Robert-Koch-Institut nicht gerade die Stellen mit Verbreitungsgefahr, zumal die Gastronomie umfangreich weitere Schutzmaßnahmen umsetzt. Ich versteh’s nicht mehr…

Der Weg von der Waldschänke zur Straße „Flur Buche“ in Zeulenroda ist ein schmaler Trampelpfad, aber ich habe dort wirklich eine Radwegausschilderung gesehen, leider nicht fotografiert. Ich kann auch nicht sagen, zu welcher Strecke das Stück zugehörig ist.

Und hier ist die Wanderhütte zu finden: Google Maps

Plothener Teiche – Teil 2

Vom Pfahlhaus geht es weiter entlang einer malerischen Teichlandschaft. Diese war auch prägend für den Namen eines hier verlaufenden Wanderweges, dem 1000-Teiche-Rundweg. Ob es hier wirklich 1000 Teiche gibt, weiß ich allerdings nicht.

Entlang des Weges sind allerhand Lehrobjekte zur Natur dieser Gegend zu finden. Zum Beispiel Baumstümpfe mit „Wissensklappen“, die auch mit einer kleinen Prise Humor daherkommen oder Infotafeln, die durchaus auch Textstellen zum Schmunzeln haben.

Zur blaugrünen Mosaikjungfer (ein Libelle) erfährt man, dass diese keine Fische jagen kann. Die korrekte Nahrung wird aber auch vermittelt.
Ohne Infotafel und jahreszeitlich vermutlich nur zu bestimmten Zeiten zu sehen ist dieser Pilz, mit meinen wenig ausgeprägten Kenntnissen zu Botanik und Pilzen würde ich das als Schopf-Tintling bezeichnen.

Meine weitere Strecke führte mich durch den Ort Knau, vorbei am alten Ritergut des Ortes. Die erste schriftliche Erwähnung geht auf das Jahr 1522 zurück. 1992 zerstörte ein Brand das Gutsverwalterhaus und angrenzende Gebäude. Die Gemeinde Knau ist Eigentümer des Ritterguts und versucht gemeinsam mit dem Förderverein Rittergut Knau e.V. die historisch bedeutsame Gutsanlage zu sanieren. [Quelle: Rittergut Knau]

Noch vorbei an einigen weiteren Teichen und dann ging es im Tal des Plothenbaches wieder hinab nach Ziegenrück. Etwas kurios kommt die Einfahrt zum Campingplatz von dieser Seite daher:

Ja was nun? Tempo 30 oder Schritt fahren? Das Schild „Schritt fahren“ ist meines Wissens nicht in der StVO definiert, wird also vermutlich keine Bedeutung haben. Dazu müsste das Zeichen 325.1 StVO hier stehen.

Bildquelle: Andreas06; English: vectorized by Mediatus Deutsch: vektorisiert durch Mediatus, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Strecke auf Bikemap:

Crêpes to go

Der Weihnachtsmarkt fällt in Plauen aus. Für alle Schausteller und Betreiber von Ständen für Speisen und Getränke auf solchen Märkten ein weiterer Monat ohne Umsatz. Aktuell ist ja Lieferservice und Speisen mit Abholung zulässig. Katharina Wischnewski-Lang und Heinz Lang aus Plauen haben ihren Crêpes-Stand kurzerhand zum To go – Geschäft umgestaltet und den Stellplatz in der Moritzstraße weihnachtlich geschmückt.

Crêpes, Kaffe und Glühwein gibt es jetzt, allerdings nur zum Mitnehmen. Der Verzehr hier auf der kleinen Fläche ist nicht zulässig. Auf der Straße, also vorm Tor des Grundstückes, darf ich mich aber hinstellen und mein herzhaftes Crêpes verdrücken.

Aber nur so am Rande bemerkt. in der Zeit des Verspeisens auf dem Gehweg sind rund ein halbes Dutzend Leute direkt an mir vorbeigelaufen. Hätte ich mich auf die Fläche vor der Bude stellen können, wäre definitiv kein so naher Kontakt gewesen. Es war ja nun nicht so, dass hier 50 Leute gleichzeitig essen und trinken wollten. Genau genommen, war ich der einzige. Und ein Crêpes bis nach Haus mitnehmen, nee, kalt schmeckt das nicht mehr.

Wer den Sinn solcher Regelungen erklären kann, bekommt von mir einen Sticker fürs Corona-Sammelheft…

Leute, esst mehr Crêpes!

Plothener Teiche

Für einige freie Tage Anfang September hatte ich nach Radtouren hier in der Gegend gesucht und bin auf die Landschaft der Plothener Teiche aufmerksam geworden. Plothen liegt etwas nördlich von Schleiz. ÖPNV in diese Gegend mit Radtransport ist ein eher schwieriges Unterfangen, also ging es mit dem PKW nach Ziegenrück an der Saale. Dass zwischen Saale und Teichlandschaft rund 200 m Höhendifferenz liegen, ist mir erst bei der Anfahrt mit dem PKW bewusst geworden.

Die Strecke habe ich auf routeyou.com gefunden und an meine Tagesplanung angepasst.
Start ist also an der Saale in Ziegenrück.

Vorbei am Campingplatz „Naturcamping Plothenthal geht es im Tal des Plothenbachs bergan in Richtung Seengebiet.

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