Der Hängesteg bei Hirschberg – Teil 2

Von der Saalebänk kann man einen entspannenden Blick auf die Saaleaue werfen, vermutlich im Sommer oder bei schönem Herbstwetter eine noch schönere Aussicht.

Der Weg ab Hängesteg bzw. Saalebänk weiter in Richtung Kaiserhöhe ist im Prinzip nicht für Radfahrer geeignet, schon gar nicht, wenn vielleicht bei schönem Wetter Wanderer unterwegs sind. Der Weg ist schmal, keine Hangsicherung und es geht steil abwärts zur Saale.

Von der Kaiserhöhe bietet sich ein schöner Ausblick über die Saale, leider habe ich nicht so richtig erkannt, welcher der beiden Aussichtspunkte die Kaiserhöhe ist.

Mein Weg führte mich am östlichen Rand vom Hag in Richtung Venzka, das trüber Wetter lockerte auf, das Fahren auf dem alten Kolonenweg der DDR-Grenze wurde damit zumindest etwas angenehmer. Die Langloch-Betonplatten lassen sich nicht wirklich angenehm befahren, zumindest nicht Radreifen. Mit dem Ello oder dem P3 war das damals kein Problem.

Am Ortseingang von Hirschberg kam ich am Ehrenmal für die Opfer des 2. Weltkrieges vorbei. Dieses war auf Grund seiner ungewöhnlichen Form auffällig.

Von Hirschberg aus habe ich noch einen Bogen nördlich um Hirschberg gezogen nach Görnitz und über Sparnberg zurück. Zunächst ging es am Unteren Wilden Steinteich vorbei. Ein (ich vermute Reiher) zog aufgeschreckt seine Kreise über dem Teich.

Von der Höhe bei Ullersreuth bot sich ein Blick in Richtung Thüringen/Bayern.

Nächster Ort meiner Tour ist das kleine Sparnberg. Der Ort liegt etwas abgelegen in einer Saaleschleife, gehört zu Thüringen, war allerdings von 1815-1945 eine Enklave des Landkreises Ziegenrück und damit Sächsich. Nach 45 war der Ort genau an der Grenze, die Grenzbrücke wurde 45 gesprengt. 1993 wurde eine neue Grenzbrücke eingeweiht.

Es würde ja was fehlen, wenn keine Baustellen auf meinen Radtouren dabei sind. So auch in Sparnberg, die Zufahrt zur Saalebrücke wurde saniert. Ich habe mich am Rand der Arbeiten und der Straße vorbeigeschoben und konnte über die Brücke noch einmal zurück zum Ort blicken,

Zwischen Sachsenvorwerk (diese Siedlung heißt wirklich so) und dem Ende meiner Tour in Hirschberg kam ich noch an einer auffälligen Halde vorbei.
Eine Infotafel erläutert, dass Schieferabbau eine wichtige Industrie hier in der Gegend war. Zu sehen ist hier die Abraumhalde, die zu den größten Anlagen dieser Art im Saaletal zählen soll. zur Straße hin begrenzt eine Trockenmauer die Halde. Produziert wurde vor allem Dachschiefer.

Und jetzt erst lese ich in meinem Foto von der Infotafel, dass die Halde aus Naturschutzgründen nicht betreten werden darf. Aber ein Weg führt hinauf und da steht auch nichts von Betreten verboten oder so. Vielleicht sind ja eher die Hänge gemeint. ?

Hirschberg und Umgebung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, zu empfehlen ist jedoch eine Zeit, in der Museum und Gaststätten wieder geöffnet haben.

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Etwas Mathematik...