Chemnitztalradweg – Teil 2

Ab Markersdorf führt der Radweg zunächst entlang der Chemnitztalstraße und weicht auch entlang der alten Bahnstrecke auch kurz von der Straße ab. Relikte des früheren Bahnbetriebes sind an verschiedenen Stellen noch zu sehen, wie dieser Hektometerstein mit der Angabe 13,0.

Bahnstrecken in der sächsischen Hügellandschaft sind geprägt durch eine Vielzahl von Brücken (darunter so außergewöhnliche Bauten wie die Göltzschtal- und die Elstertalbrücke im Vogtland). Auch hier auf dem Chemnitztalradweg führt die Strecke hin und wieder über erfreulicherweise erhaltene und umgenutzte Bahnbrücken.
Bei Köthensdorf geht es an einem alten Fabrikgebäude vorbei, die Aufschrift „Doppelmoppel“ ist auffällig. Doppelmoppel? Woher kenne ich das bloß? Zustand der Gebäude und Bauweise der Leuchtreklame deuten auf alle Fälle auf einen VEB der DDR hin. Etwas Recherche im Internet bringt ans Licht, dass der VEB Doppelmoppel Trikotagen produzierte und demgemäß auch zum Kombinat Trikotagen gehörte. Ich gehörte mit VEB Ingenieurbüro Ende der 80er Jahre allerdings zum Kombinat DEKO, mit Trikotagen hatten wir da wenig zu schaffen.

Kurz nach dem Doppelmoppel geht es am alten Bahnhof Auerswalde-Köthensdorf vorbei. Hier befindet sich der Imbiss „Zum Dampfkessel (derzeit leider geschlossen….), einige Meter Schiene sind ebenfalls noch vorhanden.
Gleich danach folgt die nächste Sehenswürdigkeit entlang des Chemnitztalradwegs, eine neu errichtet Brücke die direkt in einen Tunnel führt. Die Brücke ist laut Wikipedia 78 m lang, der folgende Tunnel „Auerswalde“ 125 m.

Der Chemnitztalradweg quert bei Wittgensdorf die Untere Hauptstraße. Und das geht sogar ohne Poller! Naja, nicht ganz, so wie es aussieht, war da mal ein Poller aufgestellt. Nun weiß ich allerdings nicht, ob der grundsätzlich entfernt wurde oder nur für die Winterzeit, um Zugang für Räum- und Streufahrzeuge zu schaffen.

Und hier am Stadtrand von Chemnitz (genauer gesagt am Klärwerk, Flussradwege führen ja oft an diesen Bauwerken vorbei) habe ich auch den ersten Radwegweiser für den Chemnitztalradweg entdeckt. Allerdings muss ich sagen, der simple blaue Punkt als Kennzeichen ist nicht allzu kreativ. Immerhin will Chemnitz die Kulturhauptstadt 2025 sein.

Nicht zu übersehen taucht dann gut sichtbar der bekannte bunte Schornstein vom Heizkraftwerk Chemnitz Nord auf. Fand ich überraschend, denn ich hatte den Schornstein bislang im Osten von Chemnitz einsortiert und nicht im Norden. Bisher habe ich den ja auch hauptsächlich bei Fahrten auf der Autobahn A4 gesehen. So kann man sich täuschen.
Der Radweg führt in Richtung Schornstein weiter entlang der Chemnitz.

Der Radweg führt im Prinzip direkt am Fuß der Esse vorbei, im Gegenlicht zeigt sich eine imposante Rauchgasfahne. Allerdings besteht diese Fahne im wesentlichen aus Wasserdampf. Ruß und Schwefeldioxid werden ausgefiltert. Und CO2 ist ohnehin unsichtbar.

Das letzte Stück bis ins Zentrum und die Besichtigung des Bahnviadukts an der Annaberger Str. beschreibe ich im nächsten Artikel.

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Etwas Mathematik...