Chemnitztalradweg – Teil 3

Unmittelbar nach dem Heizkraftwerk führt der Chemnitztalradweg unter dem Chemnitztalviadukt durch. Eigentlich sind das zwei parallele Brücken, die im Bild zu sehende ist seit 1999 stillgelegt, sie diente der Verbindungsbahn vom Bahnhof Küchwald zum Rangierbahnhof Chemnitz-Hilbersdorf. Die parallel verlaufende Brücke gehört zur Bahnstrecke Chemnitz nach Leipzig.

Damit ist die Strecke in Chemnitz angekommen und es geht in Richtung Schlossteich weiter, vorbei an der Gaststätte Schloßvorwerk mit Blick auf das Schloßbergmuseum. Allerdings sind die Gebäude auf dem Hügel kein Schloß, sondern ein altes Benediktinerkloster. Sie gilt als eine der schönsten und besterhaltenen Klosteranlagen Sachsens und beinhaltet ein Museum zur Stadtgeschichte.
Am Fuße des Schloßbergs befindet sich der Schloßteich mit Café Milchhäuschen, Gondelfahrten und einer Insel.

Und es folgt noch eine kleine Sehenswürdigkeit entlang des Chemnitztalradwegs. Die Kaßbergauffahrt führt über die Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke, der Radweg in einem kleinen Tunnel unten drunter hindurch.
Mit einem Blick auf den Pfortensteg beende ich die Beschreibung meiner fahrt auf dem Chemnitztalradweg, dieser führt allerdings noch ein Stück weiter Richtung Zentrum. Dabei führt mich der Radweg noch in die Nähe meines letzten Zieles auf der Radtour zur Annaberger Straße.

An der Annaberger Straße befindet sich derzeit eine größere Baustelle der Deutschen Bahn. Der Viadukt „Beckerbrücke“ wird im Rahmen von Neu- und Umbauten am Streckennetz saniert. Ursprünglich war der Abriss des alten Viadukts geplant, das Eisenbahn-Bundesamt hat den Abbruch der denkmalgeschützten Brücke abgelehnt. Errichtet wurde die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts als genietete Fachwerkbrücke. Die Länge beträgt 275 m. Über die Brücke führt die sogenannte Sachsen-Franken-Magistrale von Dresden nach Nürnberg.

Unter der Brücke führt ein Rad-/Fußweg hindurch.

Vom Viadukt ging es zurück zum Hauptbahnhof, ich muss ja irgendwie zurück zu meinem Auto in Burgstädt. Meine Fahrt ging an der Zentralhaltestelle an der Bahnhofstraße/Galeria Chemnitz, hier haben die Verkehrsplaner in den Busspuren kurzerhand an Radspur gekennzeichnet. Eine interessante Lösung, bei mir war allerdings alles busfrei, ich weiß alos nicht, wie sich das mit hier fahrenden Bussen anfühlt.

So bleibt als letztes die fahrt nach Burgstädt. Dafür kommt die City-Bahn Chemnitz in Frage oder der RE Chemnitz-Leipzig. Erstere habe ich um knapp 5 Minuten verfehlt. Eine ganze Stunde warten bis zur nächsten City-Bahn wollte ich auch nicht, also bleibt nur der RE. Bislang war in der Presse viel Kritik zu dieser Bahn zu vernehmen, alte Technik, unzuverlässig, unpünktlich.
Nun ja, die Fahrzeuge sind wirklich nicht die neuesten. Wenn ich das richtig recherchiert habe, sind das umgebaute „Halberstädter Mitteleinstiegswagen“ wobei ein Steuerwagen der Bauart ABybdzf482.1 eingebaut wurde. Gebaut wurden diese Wagen 77 bis 82. Meine Bahn war auf jeden Fall pünktlich, aber das war ja auch der Fahrtbeginn in Chemnitz. Zur Zuverlässigkeit kann ich nicht viel sagen, ich bin ja in Burgstädt angekommen. Obwohl, mit dem Bremsen war da was, denn der Zug ist zuerst einige Meter zu früh zum Stehen gekommen. Die Zugbegleiterin musste dann per Funk einweisen, damit die letzte Tür (da wollte ich mit meinem Bike ja wieder aussteigen) auch am Bahnsteig angekommen ist. Dank völlig zugesprühter Türen musste die Zugbegleiterin schräg aus dem Abteilfenster peilen. Bissel seltsam war das schon.

Der Zug hatte (mindestens) ein Abteil für Fahrräder und vermutlich auch Kinderwagen. Und auch wenn das Abteil groß genug für einige Räder ist, der Einstieg gestaltet sich deutlich schwieriger. Erstens ist der Eisntieg nich niveaugleich mit dem Bahnsteig und mitten im Einstieg ist ein senkrechte Stange, um die ich mein Rad herumfädeln musste.

Und jetzt sage ich endgültig Tschüss zum Chemnitztalradweg und meiner kurzen Fahrt auf der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig.

Die von mir gefahrene Strecke auf Bikemap:

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Etwas Mathematik...