Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 65

Letztens hatte ich berichtet, dass das neue Stück Elsterradweg in Plauen vom Hammerplatz zur Friesenbrücke fast fertig ist. Eine offizielle Eröffnung ist mir bislang nicht bekannt. Aber die Baustelleneinrichtung ist abgebaut, es sind keine Sperren mehr am Eingang Hammerplatz.

Der Weg ist inzwischen auch als gemeinsamer Rad-/Fußweg ausgeschildert, eine Wegweisung als Elsterradweg konnte ich noch nicht entdecken. Vom Hammerplatz aus gesehen ist bis hinter die Brücke der B173/Dresdner Straße der Weg mit Asphaltdecke gefertigt.
Ein sehenswertes Objekt am Radweg ist ein knorriger alter Baum, im Sommer bestimmt noch eindrucksvoller.

Von meiner kurzen Fahrt auf dem neuen Stück habe ich ein kleines Video zusammengestellt, um einen ersten Eindruck von dem neuen Weg zu zeigen.

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Unterwegs entdeckt

Bei meiner Tour nach Christgrün konnte ich am Rand der Strecke noch Weiteres entdecken.

So entsteht beispielweise an der Friedensbrücke in Plauen eine neue Treppe von der Dobenaustraße hoch zur Brücke.

Und in Christgrün sind mir zwei Bauwerke aufgefallen. Das eine ist die Kapelle des Ortes, überdacht mit einer auffälligen Plane und eingerüstet. Sieht nach Sanierung aus. Allerdings ist diese Plane und das Gerüst laut eines Fotos auf Wikipedia seit 2018.

Das andere Gebäude machte für ein kleines Dorf eine recht großen Eindruck, vielleicht die Reste eines Rittergutes?

Der „Poenicke“ kann hier mit seinem Werk „Album der Rittergüter und Schlösser im Königreich Sachsen“ weiterhelfen. Und in diesem Werk wird dieses Gebäude tatsächlich gezeigt und erwähnt, aber nicht als Herrenhaus eines Rittergutes, was mein erster Gedanke war, sondern tatsächlich als Schloss, das „groß und geräumig und noch im älteren Style erbaut“ ist. Eine Brauerei soll es hier auch gegeben haben. Auch die „Capelle“ gehört zu den Rittergutsgebäuden. Ausführlich kann das in der Veröffentlichung auf der Webseite der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) nachgelesen werden.

Schlechteste Kreisstraße im Vogtland

So lautet eine Artikelüberschrift in der Freien Presse. Gemeint ist damit die Kreisstraße 7884 bei Christgrün, die Zufahrtsstraße von der S298 zum Ort. Die Kritik ist schon deutlich älter, kam jetzt Ende November wieder mal zu Sprache.
Da ich mit einem Mountainbike ausgerüstet bin und ich auch abseits asphaltierter Straßen unterwegs bin, wollte ich mir das mal ansehen. Von Herlasgrün ging es vorbei an der „Dreckschänke“ und dann auf die K7884 nach Christgrün. Hier wird schon vor Straßenschäden gewarnt.

Im weiteren Verlauf ist dann schon zu sehen, dass die Straße arg mitgenommen ist. Bankette sind quasi Fehlanzeige und der Belag ist auch eher eine Patchworkarbeit.

Mein Vater meinte bei solchen Straßen früher immer, die Fa. Flick und Schuster war wieder beim Ausbessern…
Ich hatte es bei der Beschreibung als schlechteste Kreisstraße des Vogtlandes eigentlich noch schlimmer erwartet, vielleicht wurde ja notdürftig bissel was geflickt.
Der Zustand ist seit 2013 bekannt und in der Kritik. 2022 soll es losgehen. Dann können vielleicht Fördermittel beantragt werden.

Und am Ortsausgang Christgrün wartet das nächste Schild „Straßenschäden“. Der Straßenabschnitt von Christgrün nach Ruppertsgrün sieht nämlich auch nicht besser aus.

Ich setze das mal auf „Wiedervorlage“ und schau 2022 wieder mal nach. 😉

Die Doline

Doline? Noch nie gehört. Eine Doline ist jetzt eine weitere Bereicherung des Syrauer Höhlenparks.
Dolinen sind laut Wikipedia „schlot-, trichter- oder schüsselförmige Senke von meist rundem oder elliptischem Grundriss in Karstgebieten“. [Quelle] Die Größe kann von wenigen Metern Durchmesser bis zu über einem Kilometer reichen.

Ganz so groß ist die neue Syrauer Doline nicht, aber dafür ist diese als Sitzgelegenheit nutzbar. Das Exemplar im Syrauer Höhlenpark ist leider auch keine echte Doline, sondern ein Kunststein, der Kalkstein nachempfunden ist. Dolinen stehen eng mit Wasser in Verbindung, denn ihre Entstehung ist meist auf Ausspülprozesse durch Wasser zurückzuführen. Dementsprechend wurde auch bei der Syrauer Doline mit Farbe das Vorhandensein von Wasser angedeutet. Für meinen Geschmack allerdings wurde beim Farbmischen etwas viel Cyan verwendet.


Auf jeden Fall ist das wieder eine Bereicherung dieses kleinen Erlebnisparks, der auch viel zu Erde und Geologie vermitteln kann.
Derzeit sind offenbar noch Restarbeiten erforderlich, so dass die Doline noch gesperrt ist.

Unterwegs entdeckt

Das war mir vor einigen schon begegnet, ich hatte das nur noch nicht veröffentlicht. Das Stück Elsterraweg zwischen Straßberg und Possigweg war (oder ist noch) gesperrt, vermutlich wegen Sturmschäden mit einem umgestürzten Baum. Naja, aber so richtig ist doch nicht gesperrt:

Die Sperre ist ja nur für Fußgänger, Radfahrer dürfen hier weiterfahren. Daran ändert auch das weggedrehte Schild nichts, denn die Ausweisung als Radweg ist ja schon viel früher und ein verdrehtes Schild ist keine Aufhebung.

Und eigentlich interessiert die Sperrung auch keinen…

Am 20.11.2021 wurde auf dem Plauener Weihnachtsmarkt an einigen Buden gewerkelt.

Ich weiß nur nicht, ob auf- oder abgebaut wird. Nachdem es vor einiger Zeit aus Dresden hieß, dass Weihnachtsmärkte auf jeden Fall stattfinden, wurde das am 19.11. kurzerhand wieder gekippt, keine Weihnachtsmärkte mehr. Ich mag mir nicht vorstellen, was das für die Standbetreiber bedeuten wird.

Vom nicht eröffneten Weihnachtsmarkt ging es zu Talsperre Pöhl. Bei dem trüben Novemberwetter lag die Talsperre bleischwer in der Landschaft.

Am Ufer ist hier schon eine komische, blau schimmernde Verfärbung zu sehen. Die Passagierschiffe liegen nicht mehr hier, sondern im Trockendock, Öl wird es wohl nicht sein.

Bei näherer Betrachtung ist das wirklich eine überwiegend blau schimmernde Substanz, die an der Oberfläche schwimmt. Außerdem schwimmen benachbart dunkelgrüne Konglomerate auf dem Wasser.

Ich tippe hier am ehesten auf irgendwelche Algen, die zu dieser Farbgebung führen. Vielleicht kann ich nächste Woche einen Naturschützer erreichen, der das genauer sagen kann.

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 64

Von der Baustelle am Elsterradweg in Plauen hatte ich gelegentlich kurz berichtet und Fotos vom Baufortschritt gezeigt. Jetzt ist der Bau doch so weit gediehen, dass etwas mehr neuer Elsterradweg zu sehen ist.

Am Hammerplatz, dem Beginn des ausgebauten Teilstückes in Richtung Elsterberg ist die fertige Asphaltschicht zu sehen. Baustellengitter sind zwar zur Seite gedreht, aber nach offiziell freigegeben sieht es noch nicht aus. Auch von der Hammerbrücke an der Dresdner Straße ist das ausgebaute Stück mit Asphaltbelag gut zu sehen.

Fester Belag endet genau unter der Hammerbrücke, danach geht es auf (nehme ich an) hydraulisch gebundener Decke weiter. Der ehemals schmale Pfad wurde allerdings verbreitert.

Der Weg führt weiter entlang der Weißen Elster und führt unter einer Bahnbrücke durch, die vor einigen Jahren erneuert wurde. Bei dieser Gelegenheit wurde der Uferweg bereits ausgebaut, jetzt schließt sich der befestigte Weg von der Bahnbrücke bis zum Friesenweg an.

Hier der Blick vom Friesenweg zur Bahnbrücke im Hintergrund.

Unterwegs entdeckt

Kommt im Herbst zum Laub die Nässe,
fliegt man schnell mal auf die Fresse.

Nein, mir ist nichts dergleichen widerfahren. Aber ich musste an diesen Spruch denken, als es durch das nasse Laub an der Oelsnitzer Str. ging.
Letztens hatte ich von dem kleinen Fuchs an der Baustelle des Elsterradwegs berichtet. Dieses Mal war das Tier deutlich besser zu sehen. Ist ja auch keine Minipferd, sondern etwas ausgewachsenes.
Und auf die Straßberger Kirche gab es auch noch eine schöne Sicht.