Die Feldscheune auf der Sortenwiese

Anfang 2020 habe ich den Verein „Bürgerinitiative zum Schutz von Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach e. V.“ bei der Neugestaltung der Webseite unterstützt. Die neue Seite sollte für ein Crowdfunding-Projekt erneuert werden. Mit dem Sammelprojekt wollte der Verein genügend finanzielle Unterstützung für den Bau einer Feldscheune sammeln. Die Feldscheune wird auf der Sortenwiese entstehen. Bekannter ist die Bezeichnung Streuobstwiese, der Begriff Sortenwiese weist darauf hin, dass hier historische sächsische Obstsorten als Kulturgut erhalten werden sollen.
Und die Aktion Crowdfunding war sehr erfolgreich. Über 39.000 Euro konnten gesammelt werden, dem Bau der Feldscheune steht nichts mehr im Weg, deren Baukosten auf 35.000 Euro konzipiert sind.

Inzwischen ist der Bau mit der Errichtung des Fundaments begonnen.

Und das Entstehen der Feldscheune ist deutlich zu erkennen.

Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Bürgerinitiative.

Unterwegs entdeckt

Endlich ist es wieder möglich nach einer Radtour noch einen Kaffee in der Gaststätte zu genießen. Das habe ich am Freitag bei meinem Lieblingscafé genutzt, eine Wohltat! Dort gibt es neuerdings auch eine Radabstellanlage, landläufig Radständer genannt. Bisher musste ich die dort stehenden Bänke dafür missbrauchen.

Aber nun stellt sich sich für mich die Frage, darf ich in einem Ständer vom Fahrrad-Schmidt ein Rad vom Bike-House abstellen? 😉

Unterwegs entdeckt

Einen ganzen Monat lang hier nichts mehr geschrieben. Keine Zeit, wenig Lust, das Wetter war bisher auch nicht unbedingt motivierend. Dennoch habe ich auf etlichen kleineren Touren wieder hier und da sehenswertes entdeckt.

Und ein Monat bedeutet in der Natur eine ziemliche Entwicklung, auch wenn dieses Jahr alles etwas später in die Puschen kommt. Hier der Unterschied am Beispiel Burgteich:

Der Teich im Plauener Stadtpark wurde saniert, also entschlämmt und die Uferbefestigung stellenweise erneuert. Aber die neueste Attraktion ist der Einbau einer neuen Fontäne. Eine solche Fontäne gab es früher schon mal im Stadtparkteich, ein altes Foto in der Feien Presse zeigt diese. Während der Bauarbeiten konnte der Einbau der Rohre und Düsen verfolgt werden und ebenso, wie dieses wieder unter dem steigenden Wasserspiegel verschwindet.

Gelegentlich gab es zumindest schöne und zum Teil sonnige Stunden. Am 11.04. hat es mich daher an die Talsperre Pöhl geführt. Und dort hatte tatsächlich der Imbiss an der Schiffsanlegestelle geöffnet. Aber nur to go, auf der Terrasse essen ist verboten! Tja, 10 Meter entfernt sind Sitzbänke, die NICHT zum Imbiss gehören. Dort darf man sich dann hinsetzen und Kaffee und Würstchen to go aus der Hand vertilgen. Immerhin war ich nicht der einzige, der das auf gleiche Weise nutzt.

In Stanley Kubricks Film 2001: Odyssee im Weltraum wird auf dem Planeten Jupiter ein schwarzer Monolith entdeckt. In Plauen ist ein kleiner Bruder davon auf der Bahnhofstr. aufgetaucht:

Na gut, er ist nicht ganz schwarz, aber monolithische Struktur hat er schon. Die Front besitzt offenbar ein Display, bislang spiegelt sich allerdings nur die gegenüberliegende Straßenseite darin.

Schönes Wetter am 09.Mai habe ich für einen Ausflug zur Reuther Linde genutzt. Klare Sicht und blauer Himmel ergeben einen schönen Panoramablick über das südliche Vogtland.

Nach der Sonne folgt Regen. Offenbar waren es doch ganz erhebliche Niederschläge, wie am Wasserstand von Weißer Elster und Syra zu sehen war.

In den letzten Tagen war es gelegentlich ziemlich windig, teils recht kräftig. Das könnte die Ursache für den gestürzten Baum in der Nähe vom Burgteich sein, der den Waldweg von der Thiergartner Str. zur B173 blockiert. Von der B 173 konnte ich auch noch das stimmungsvolle Wolkenbild einfangen.

Und in Plauen nähert sich eine langwierige Baustelle dem Ende, zumindest dem äußerlich sichtbarem Ende, entgegen. Die Fassade des neuen Rathauses ist fertig, die Hüllen sind entfernt und das Gerüst wird abgebaut. Mal sehen, wenn es wieder komplett freigelegt ist.

Das wars für heute, wer weiß, wohin mich Rad demnächst bringt. Immerhin sind wieder kurze Aufenthalte in Tschechien möglich, die Elsterquelle ist wieder erreichbar geworden.

Röttiser Bergbau

Ein Freund, mit dem ich auch gelegentlich per Rad unterwegs bin, hat mich auf bergbauliche Relikte im Gebiet um Röttis, insbesondere im Gebiet der Elsterhänge dort. Er hat mir interessehalber seine Ortschronik von Röttis geliehen, die eine Wanderung zu diese Stätten der Bergbaugeschichte beschreibt. Das habe ich mir letztes Wochenende vor Ort angesehen. Also versucht, anzusehen…
Von Röttis aus ging es zunächst den Weg am Burgstädtlebächel entlang hinab zur Weißen Elster. Schon gleich zu Beginn des Wegs ist eine Art Stolleneingang zu sehen. Hier handelt es sich aber wohl nur um eine Quelle. Die Quelle des Burgstädtlebächel? In Nachbarschaft des Quellenbauwerkes befindet sich ein altes verfallendes kleines Bauwerk, das ich als „Trafohäusel“ einstufe.

Auf dem Weg Richtung Elster sieht man, dass sich der Bach im Laufe der Jahre doch ganz schön in den Elsterhang eingegraben hat, einige Steilhänge am Bachufer zeigen das deutlich. Auf halber Länge geht es an einem kleinen Teich vorbei.

Hier entlang des Baches soll es sichtbare Reste des Bergbaues geben, Reste eines Mundlochs des „Gräfin-von-Savern-Stollens“ und zwei Bingen. Am Elsteruferweg Richtung Barthmühle soll der „Morgenröthe-Stollen zu erkennen“ sein. Nur leider habe ich nichts dergleichen entdecken können. Ich bin eben ein lausiger Geocacher, die finde ich auch nie…
Ich bin das Nymphental wieder aufwärts gefahren, dort befindet sich das Mundloch des „Gottes-Segen-Stollens“. Das ist nun auch für mich nicht zu übersehen.

Über Pfaffenmühle und vorbei am Pfaffengut ging es wieder hinab zur Weißen Elster beim Lochbauer und ein Stück in Richtung Barthmühle. Am Rastplatz (bei dem kurzen Steilstück des Elsteruferwegs) soll unmittelbar dahinter Stollen „Schwarzer Schmidt“ in den Berg führen und deutlich zu erkennen sein. Ob es an den herabgestürzten Bäumen liegt und eventuell auch Geröll den Hang heruntergekommen ist, ich habe da jedenfalls keinen Stollen gesehen. Aber der Rastplatz bietet eine schöne Aussicht über die Elsterbiegung hier beim Lochbauer und das ist ja auch was wert.

Bei meiner Rast hier bemerkte ich auf der gegenüberliegenden Elsterseite Bewegungen, durch das Gebüsch nicht sofort zu identifizieren, was sich da bewegt. Kurz darauf konnte ich Rehe erkennen, die Richtung Fluss unterwegs waren. Die werden doch nicht da durch…doch, das Rudel Rehe durchquert die Elster und trabt Richtung Pfaffegut den Hang hinauf. Einige Sekunden Rehe konnte ich mit der Kamera einfangen.

Am Burgteich

Anfang April hat mich eine Tour zum Burgteich bei Kürbitz geführt. Am Teich zeigt sich noch nicht viel von einem beginnenden Frühling, alles noch grau und braun. Blässhühner (wenn ich das richtig erkenne) sind allerdings schon aktiv, ein startendes Huhn konnte ich ablichten.

Mit etwas Geduld ist mir gelungen, diese Start- und Landeversuche filmisch einzufangen.

Baustelle Elsterradweg in Oelsnitz

Logo Elsterradweg (ERW)

Der Bau der Bundesstraße B92 in Oelsnitz/Vogtl. dauert auch dieses Jahr noch an, im Bereich Ortsausgang Richtung Adorf ist davon auch der Elsterradweg betroffen. Die aktuelle Lage vor Ort habe ich am 01. April angesehen.
Auf der Straße „Letzter Heller“ geht es an der neu errichteten Stützwand zur B92 entlang, der offizielle Verlauf des Elsterradwegs geht ja hier entlang und mündet erst kurz vor der alten Wetzsteinbrauerei wieder auf die Bundesstraße.

 

Auf der Bundesstraße geht es stadtauswärts zunächst auf der rechten Seite auf einem mit Baustellengittern abgetrennten Weg weiter, nach wenigen Metern wechselt der abgetrennte Weg die Straßenseite nach links.

Der Weg ist als Schiebestrecke ausgewiesen („Radfahrer absteigen“) und das könnte angesichts des schmalen Weges bei entgegenkommenden Fußgängern oder Radfahrern ein durchaus zu beachtender Hinweis sein. Es kann natürlich auch vorkommen, dass zusätzlich Hindernisse – nicht vom Baustellenbetrieb! – im Weg stehen.

Die Schiebestrecke geht bis zum Görnitzer Weg, ist also rund 500 m lang. ab hier ist der Straßenbau fertig und auch der Fußwegbau ist abgeschlossen. Breite und Beschilderung des Wegs zeigen an, dass der Elsterradweg künftig hier abgesetzt von der Fahrbahn verläuft. Bislang wurde zwar auch der meist der Fußweg von Radlern genutzt, was der Verkehrsdichte auf der B92 geschuldet und verständlich war. Künftig ist also offiziell der Fußweg dafür nutzbar.

Vom Görnitzer Weg in Richtung Oelsnitz ist das gleiche Bild, der schmale abgetrennte Weg ist als Schiebestrecke ausgewiesen.

Die Behelfsstraße am Görnitzer Weg wird bereits zurück gebaut. Hier ein Foto vom April 2020:

Ich gehe daher davon aus, dass der Elsterradweg nicht mehr die Umleitungsstrecke über den Görnitzer Weg nimmt, sondern direkt im Tal entlang der B92 gefahren werden kann. Verkehrsschilder, die eine Nutzung untersagen habe ich jedenfalls nicht gesehen. Im Geoportal des Vogtlandkreises ist die Umleitung aktuell (Stand 04.04.2021) noch eingetragen.

Unterwegs entdeckt

Schnee und Eis sind endlich weg, das Wetter wird etwas freundlicher, also macht es auch wieder mehr Spaß, mit dem Bike unterwegs zu sein und nach berichtenswerten Ausschau zu halten.

Der Elsterradweg in Plauen im Bereich alte Elsterbrücke versteckt sich etwas hinter Bauplanen. In Folge der Bauzäune ist der Weg auch etwas schmaler und vor allem unübersichtlich.

Der ZWAV ist hier mit dem Bauvorhaben KNE Neustadtplatz Plauen beschäftigt, wie die Bautafel ausweist. Was immer auch „KNE“ bedeutet. Aha, auf der Webseite des ZWAV ist das erläutert. KNE bedeutet Kanalnetzerweiterung.

In Oelsnitz ist am Schloss Voigtsberg der Bergfried eingerüstet. Neben Sanierung des Gemäuers ist in der zweiten Sanierungsphase ein Aufstocken des Bergfrieds um 6 m geplant, der Turm wächst damit auf 30 m Höhe. Damit entstehen in luftiger Höhe zwei neue Stockwerke, ganz oben eine Aussichtsplattform und darunter eine multimediale Darstellung [Quelle: https://www.99funken.de/aufstockung-bergfried-schloss-voigtsberg]

Vor reichlich einem Jahr hatte ich hier vom Abbruch des Burggutes gleich neben dem Schloss Voigtsberg berichtet. Das Burggut und der Bauschutt ist verschwunden und hat einer Grünfläche Platz gemacht.

In Richtung Freibad Oelsnitz habe ich erstmalig einen Drive-In-Geldautomat gesehen. Bislang war mir nicht bekannt, dass es so etwas überhaupt gibt. Für einen Fahrer mit einem Dodge Ram dürfte der Automat zu niedrig angebracht sein.

Die Talsperre Pirk führt ordentlich Wasser, der Wasserpegel ist rund 1 m unter Vollstau. Die Vogelinsel zeigt nur einen kleinen Landring und die Burgruine Stein zeigt auch nur die obersten Teile des verbliebenen Gemäuers.
Und am 01.April hatte ich die seltene Gelegenheit, ein Motorboot auf der Talsperre fahren zu sehen. Neben der Talsperrenverwaltung (das dürfte das Boot im Foto sein) hat vielleicht noch die Wasserwacht eines, ansonsten sind die auf der Pirk untersagt.

Großer Sprung zur anderen großen Talsperre, zur Pöhl. Auch an dieser Talsperre und einem bedeutenden Naherholungsgebiet hat sich Corona mit seinen Verordnungen bleiern darüber gelegt. Gut, der Karfreitag hat vormittags nicht wirklich für Spaziergänge und ähnliches eingeladen, aber es war wirklich sehr wenig Betrieb. Es ist ja auch alles (fast alles) geschlossen, keine Schifffahrt, Kletterwald zu, keine Camper und Dauercamper dürfen nicht übernachten (Pssst, nachts ist das Virus besonders gefährlich). Tja, und selbst der Aufenthalt am Tage wird noch zusätzlich erschwert, die Toilettenanlagen sind geschlossen. Übrigens auch die Toilettenanlage am Schiffsanleger.

Also liebe Leute, geht im Wald ka……, das ist hygienischer….
Passend dazu führte mich meine Tour zurück nach Hause von Pöhl am alten und denkmalgeschützten Pissoir am Richard-Wagner-Platz in Plauen vorbei. Und siehe da, das war nicht geschlossen!

Und ja, wie in der Freien Presse Anfang März zu lesen war, ist das Häuschen noch in Nutzung. Diese historische Toilettenanlage stammt aus dem Jahr 1926 und steht unter Denkmalsschutz.

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 63

Zum Ausbau des Elsterradweges habe ich lange nichts mehr berichtet. Es war ja auch nichts berichtenswertes los seit Juni 2020.
Aber jetzt wurde in Plauen begonnen, das Stück von knapp 1,5 km Länge vom Hammerplatz bis zur Friesenbrücke auszubauen. Mein Bike ist zur Durchsicht und für kleine Reparaturen in der Werkstatt, also musste heute mein PKW mal als Transportmittel zum Fotografieren herhalten.

Am Hammerplatz ist mir Rodungsarbeiten begonnen worden und die künftige Trasse entlang der Halle (vermutlich Schneider Textilveredlung GmbH zugehörig) vorbereitet.

Der Zugang ist mit Bauzaun abgesperrt, wie es sich für eine ordentliche Baustelle gehört. Im Vogtlandanzeiger vom 13.03.2021 wurde ebenfalls zum Bau des Elsterradweges in diesem Abschnitt berichtet. Dort wurde ein Foto mit der Bemerkung veröffentlicht, dass hier derzeit Schluss ist für Spaziergänger. Ich behaupte mal, dass das eine Zeitungsente ist. Denn da war auch vorher für Fußgänger kein richtiges Durchkommen, wie mein Foto vom Juni 2020 zeigt:

Beim Blick von der Hammerbrücke Richtung Hammerplatz ist der geplante Verlauf auf der Dammkrone der Weißen Elster gut zu erkennen, es geht also zwischen Fluss und der Textilveredlung entlang.

In den Fotos ist außerdem noch eine Holzbrücke über die Elster zu sehen, der Radweg führt unmittelbar an der Brücke vorbei. Was aus diesem Bauwerk wird, ist mir allerdings nicht bekannt.

Von der Hammerbrücke elsterabwärts sind ebenfalls Bauarbeiten sichtbar. Hier führt der Weg am Eslterhang an einer alten, inzwischen sanierten, Deponie vorbei in Richtung neu gebauter Bahnbrücke und weiter zum Elsterradweg in Richtung Kläranlage Plauen.

Aufreger, so ich dem Artikel im Vogtlandanzeiger entnehmen konnte, sind die gefällten Bäume. In der vorigen Aufnahme in der rechten oberen Ecke zu sehen, hier etwas deutlicher zu sehen:

Nach Aussagen eines Naturschützers in dem Artikel wurde hier ein „Tip-Top-Rad- und Wanderweg“ geopfert. Dem möchte ich hier doch etwas widersprechen. Ein „Tip-Top“ Radweg besitzt eine ausreichende Breite von wenigstens 2,5 m, zumindest auf dem überwiegenden Teil seiner Strecke. Ein Schmalstück gibt es immer wieder mal, aber nicht über hunderte Meter. Der Belag war ein festgefahrener Waldweg, teils mit etwas Kies/Sand befestigt. Das ist keineswegs ein Belag, der auf Dauer der Belastung eines überregionalem Radwanderwegs mit zunehmendem Radtourismus gewachsen ist.
Im Foto ist noch eine Weggabelung zu sehen. Offenbar wurde auch kritisiert, dass ja der Radweg einen anderen vorhandenen Fahrweg in Anspruch nehmen könnte, so genau habe ich das allerdings nicht verstanden. Das wurde jedoch vom Forst abgelehnt, da dort noch mehr Wald hätte gerodet werden müssen. Außerdem sind Landestalsperrenverwaltung für die Pflege des Alsterdammes und der Zweckverband Abwasser (hier verläuft meines Wissens der Hauptsammler der Stadt Plauen) ebenfalls künftige Nutzer des Wegs. Und die haben vielleicht auch gewissen Anforderungen, wie bspw. Tragfähigkeit und Zugänglichkeit zu ihren Objekten.