Zschopautalradweg – neue Strecke

Im November war auch auf dem Zschopautalradweg zwischen Flöha und Döbeln unterwegs. Einige kritikwürdige Stellen im Verlauf ab Waldheim hatte ich dem Tourismusverband Erzgebirge e.V. mitgeteilt, eine sehr schnelle Reaktion und Änderungshinweise erhalten und daraufhin versprochen, die neue Streckenführung möglichst noch 2020 zu testen. Ende November bin ich also noch einmal das Stück Waldheim nach Döbeln geradelt. Dieses Mal bin ich gleich mit dem Auto nach Waldheim und von dort los.
Ich hätte mir die neue Strecke noch genauer ansehen sollen, denn nicht nur ab Waldheim ist hier ein geänderter Verlauf, der ist schon ab Kriebelthal! Neu verläuft der Zschopautalradweg ab Kriebelthal links der Zschopau, ich bin bei der ersten Fahrt rechts der Zschopau gefahren. Das habe ich übersehen und das Stück fehlt mir hier also.
Aber schauen wir uns den Weg ab Waldheim an.
Ich bin ja im September vom Niedermarkt über die Zschopaubrücke gekommen und dann geradeaus Richtung Bahnhof gefahren. Jetzt geht es hier gleich rechts an der Zschopau entlang und fährt man gleich auf der richtige Strecke kommt man schon jenseits der Brücke an.

Statt über den Berg beim Bahnhof geht es jetzt direkt an der Zschopau im Tal auf ausgebautem Radweg entlang.

An der Kirschallee, einer Straßenbrücke über die Zschopau ist darauf zu achten, den nach rechts abbiegenden Zschopautalradweg zu erwischen, die breite Straße verleitet dazu, einfach geradeaus zu fahren zumal der Radweg nur mit einem kleinen Zwischenwegweiser kenntlich gemacht ist. Entlang der Zschopau geht es zum Diedenhainer Viadukt, das bei dieser Streckenführung von der anderen Seite sichtbar ist.

Die neue Streckenführung führt also bis hierher direkt an der Zschopau entlang und umgeht damit den Anstieg zum Bahnhof, die dortigen Treppen und die Dwonhillstrecke zum Viadukt. Fährt sich deutlich angenehmer!

Über Diedenhain und Steine geht es über rund 100 Höhenmeter bergan zum höchsten Punkt dieses Streckenabschnitts kurz hinter Diedenhain. Wieder an der Zschopau angelangt führt die neue Streckenführung ab etwa dem Bahnhof Steina auch direkt an der Zschopau entlang und nicht mehr über Saalbach. Auf der Zufahrtsstraße Richtung Bahnhof geht es also jetzt rechts weg entlang eines interessanten Uferwegs.

Limmritz, da war doch was… Genau, mein unfreiwilliges Bad in der Zschopau. Der Zschopautalradweg führte mich über Saalbach kommend an eine Furt. Und heute?
Zunächst war da erst ein Radwegweiser des Zschopautalradwegs mit Ausschilderung der Richtungen Mittweida und Döbeln. Solche Radwegweiser entstehen nicht in der kurzen Zeit und so völlig farbikneu sahen diese auch nicht aus. Das bestärkt meine Vermutung, dass die Wegweisung vor Ort schon vorher korrekt war, aber bei Outdooractive eine fehlerhafte Streckenführung online gestellt wurde oder diese nach Änderungen nicht erneuert wurde.
Und dieser Wegweiser führt mich dann auch tatsächlich zu einer Brücke, auch wenn der Radweg hier für eine kurze Strecke über die Brücke hinweg endet.

Und hier ist sie nun, die Hängebrücke „Am Hasennest“, die mir Ende September verborgen geblieben ist oder die ich einfach nur übersehen habe. Selber schuld.

Immerhin konnte ich von der Brücke noch einmal eine Blick auf die Furt werfen. Wenn man an die Furt gefahren kommt, steht am in einem Durchgang durch die Böschung (Hochwasserschutz?) und in Verbindung mit üppigem Bewuchs durch Büsche an dem Hang ist die Sicht zu Brücke eingeschränkt. (Ich muss doch eine Entschuldigung für meine Dussligkeit finden… 😉 )

Kurz hinter der Brücke geht es an einem Grundstück vorbei, dessen Eigentümer ganz offensichtlich ein Liebhaber von Bahntechnik ist, neben einer originalen Bahnhofsuhr stehe auch Signale und ein (?) Fernsprechhäuschen.

Am Ortseingang von Masten ging es ursprünglich rechts der Bahnstrecke über Bahndamm und durch Gebüsch weiter, ohne einem vorhandenen Weg. Jetzt ist die Streckenführung durch die Bahnbrücke hindurch mit dem Ziel Freiberger Mulde (leider musste ich hier eine Fotomontage zusammenstellen, warum ich das nicht gleich als Panoramafoto gemacht habe, weiß nicht…).

Statt nach Döbeln führt der Zschopautalradweg jetzt nach Technitz und trifft hier mit dem Mulderadweg zusammen, der Zschopautalradweg endet hier. Der Mulderadweg kann von hier aus in Richtung Döbeln/Freiberg oder Leisnig/Colditz befahren werden.

Ich bin noch ein kleines Stück Mulderadweg Richtung Leisnig gefahren um die Mündung der Zschopau in die Freiberger Mulde zu sehen. Dazu sind etwa 750 Strecke zurückzulegen und man kann einen Blick auf die recht unspektakuläre Mündung werfen.

Die Originalstrecke vom Tourismusverband Erzgebirge e.V. ist auf Outdooractive zu finden: Zschopautalradweg – Der Königsweg des Erzgebirges

Die von mir gefahrene Strecke, vom Original abweichend im Abschnitt Kriebethal nach Waldheim, Streckenende ist an der Mündung der Zschopau in die Freiberger Mulde:

Download meiner Fahrstrecke:

Zschopautalradweg
Zschopautalradweg
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