Bunkermuseum und Adlersberg

Eine weitere Tour sollte mich ins Vessertal und zum Arnoldsberg führen. Start dazu ist in Schmiedefeld. Aber auf dem Weg dahin geht es zuerst zum bereits erwähnten Bunkermuseum. Ich war bei der Suche nach Sehenswürdigkeiten im Gebiet Suhl darauf aufmerksam geworden. Die Beschreibung auf der Webseite zum Museum versprach eine interessante Zeit in dieser Einrichtung.

Der Bunker diente laut Beschreibung in der DDR als Führungsbunker der Bezirkseinsatzleitung Suhl im Kriegsfall. Ausgestattet war der Bunker mit modernster Technik, gemessen am Standard der damaligen Zeit.
Die Besichtigungstour führt richtig in den Bunker hinein, durch Gänge und entlang von Räumen und Ausstattung. Die Technik ist zumindest zum Teil noch im Original vorhanden, anderes wurde mit viel Aufwand und Akribie beschafft oder wieder hergerichtet.

Mit freundlicher Genehmigung des Betreibers darf ich die folgenden zwei, von mir gefertigten, Fotos veröffentlichen.

Mehr möchte ich zu dem Museum auch gar nicht zeigen oder schreiben, es ist viel beeindruckender, sich die Zeit für einen eigenen Besuch zu nehmen und eine kurze Reise in die Geschichte zu starten. Unser „Bunkerführer“ hat es verstanden, uns in diese Zeit mitzunehmen und uns viel Wissenswertes zum Bunker und der damaligen Zeit auf doch auch vergnügliche Art und Weise vermittelt. Prädikat: auf jeden Fall empfehlenswert.

Anschließend war in Schmiedefeld Start zu meiner Radrunde. Der Thüringer Wald, insbesondere das Gebiet um Oberhof, Suhl ist bekannt für den Wintersport und Geburtsort eines manchen erfolgreichen Wintersportlers. Dazu gehören auch Skispringer, wie Hans-Georg Aschenbach oder Helmut Recknagel.
Daher ist auch kein Wunder, wenn entlang meiner Tour auch mal eine Skischanze auftaucht. Hier sind es die Richard-Möller-Schanzen südlich von Schmiedefeld. Die Größte hat eine Hillsize von 50 m und gilt damit als mittlere Schanze (Laut Wikipedia ist die Grenze zur kleinen Schanze bei 49 m 🙂 ) Neben der mittleren stehen noch weitere kleine Schanzen.

Von der Schanzenanlage geht es zunächst bergab ins Vessertal, von Höhe 720 m üNN auf ca. 560 m üNN. Und das bedeutet? Ab hier geht es wieder bergan in Richtung Adlersberg, der eine Höhe von 840 m üNN aufweist. Also geht es rund 4,5 km bergauf zum Gipfel, auf dem noch ein Aussichtsturm thront.

Aber viel wichtiger als der Aussichtsturm ist die vorhandene Bergbaude Adlersberg für eine Einkehr bei Speis und Trank. Das schöne Wetter zog etliche Wanderer und Radler auf diesen Berg und wer hier in der Nähe ist, sollte sich das nicht entgehen lassen.
Der Adlersberg war allerdings noch nicht der höchste Punkt meiner Runde. Diesen habe ich erst reichlich 2 km später mit einer Höhe von 870 m üNN erreicht. Mein weiterer Weg hat mich noch an den „Zehn Teichen“ entlang geführt. Kleine Teiche sind wie an einer Perlenschnur hintereinander (und übereinander) angeordnet. Ich nehme an, dass diese der Fischzucht dienen.


Bei der Suche nach einem Parkplatz in Schmiedefeld hatte ich noch den Hinweis gelesen, dass sich hier im Ort das Info-Zentrum zum Biosphärenreservat Thüringer Wald befindet. Da radel ich nun schon etliche Kilometer in diesem Reservat, da kann ich doch auch noch einiges an interessanten Informationen mitnehmen. Das Info-Zentrum befindet sich in der Touristinfo. In einer kleinen Ausstellung wird allerlei zum Wald allgemein und zum Thüringer Wald gezeigt, zum Teil gibt es interaktive Objekte.

In meiner Erinnerung entstand ein Vergleich mit einem ähnlichen Infozentrum am Oder-Neiße-Radweg. Aber da musste ich erst nachsehen, das war kein Biosphärenreservat, sondern das Nationalparkzentrum Unteres Odertal. Und ja, das Infozentrum zum Odertal war qualitativ besser gestaltet.

Die Rückfahrt mit dem PKW nach Erlau geht über die L 3004 Richtung Schleusingen. War ich ja schon mal unterwegs. Dabei ist mir eine Bahnstrecke parallel zur Straße entlang des Tals (ich tippe mal auf Nahe-Tal) aufgefallen. Also habe ich in Schleusingerneudorf noch mal kurz gehalten, Rad abgeladen und bin einen Weg entlang der Bahnstrecke gefahren. Ab und zu ergab sich ein Blick auf die Bahnanlagen, ich hatte mir da aber etwas mehr erhofft. Auf jeden Fall scheint die Strecke außer Betrieb zu sein.

Das war ein recht durchmischter Tag mit zwei Radrunden, einem Museum und einem Infozentrum.
Morgen geht’s durchs Vessertal, das ja heute bereits kurz gekreuzt wurde.

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