Um den Schneekopf

Eine meiner Touren nannte sich Schneekopf-Panorama, laut Plan 35 km Strecke mit rund 1000 Höhenmetern. Ich bin definitiv an einer Stelle falsch abgebogen, denn am Ende hatte ich zwar 36,4 km, aber nur 880 Höhenmeter, dafür Streckenabschnitte, die definitiv nicht zum Radfahren geeignet sind.
Start war bei Nebel im Bereich der Schmücke, nicht allzuweit entfernt vom höchsten Punkt des Rennsteigs.

Die Wege im Thüringer Wald sind häufig sehr naturbelassen, so möchte ich das mal ausdrücken. Das ist jetzt auch keinesfalls negativ gemeint, sondern als Hinweis, worauf sich Wanderer und Radler einstellen sollten, sobald außerhalb asphaltierter Straßen gefahren und gelaufen wird.

Auf meiner Rundfahrt am Schneekopf stand ich plötzlich mitten m Wald an diesem Bauwerk:

Auffällig war, dass hier nicht einfach ein eckiger Kasten hingesetzt wurde, sondern ein geschwungenes Bauwerk, das versucht nicht völlig als Fremdkörper in der Umgebung zu wirken. Aber wozu dient das? In meiner Urlaubsplanung war auch noch ein besuch des Bunkermuseums bei Frauenwald vorgesehen. Ist das vielleicht auch so ein Bunker, neuer Bauart? In Verbindung mit dem Hubschrauberlandeplatz und der örtlichen Lage tippe ich aber auf einen Versorgungs- und Rettungszugang zu einem der zahlreichen Autobahntunnel.
Weiter ging es in Richtung „Ausgebrannter Stein“. Der schmale Weg dahin führt auf einem recht steilen Abhang entlang. Der „Ausgebrannte Stein“ ist ein kleiner Felsentunnel.

Der Felsdurchgang wurde 1704 durch Bergleute geschaffen. Als Abbruchtechnik wurde das „Feuersetzen“ angewandt, also Erhitzen des Felsens und schlagartiges abkühlen. Die endgültige Form wurde mit den üblichen Bergmannswerkzeugen geschaffen. Der Tunnel wurde erforderlich, um einen Flößgraben anzulegen, die Bergleute kamen natürlich aus dem Erzgebirge.
Und irgendwo auf der weiteren Strecke bin ich falsch abgebogen…
Es ist so das Übliche, aus einer Waldautobahn wird ein zweispuriger Fahrweg, der wird einspurig und plötzlich ist kaum mehr als ein Trampelpfad.

Im Foto ist immerhin noch ein Pfad erkennbar. Einige Meter habe mein Bike mehr oder weniger einen Steilhang hinauf gewuchtet, bin über Baumstämme geklettert und noch einige Dutzend Meter ohne Weg, wo aber mal einer gewesen sein muss, durch leichtes Dickicht. Irgendwas habe ich da falsch gemacht.
Immerhin konnte ich einige Kilometer weiter schon mal das Ziel meiner Radtour aus der Entfernung sehen, der Schneekopf, den ich rund eine Stunde später aus nächster Nähe sehen konnte. Ein Foto am Gipfelkreuz war natürlich Pflicht.

Nach dieser doch streckenweise recht anstrengenden Tour, habe ich mir eine Rast in der Neuen Gehlberger Hütte gegönnt und eine Portion Schneekopfkugeln verspeist, empfehlenswert.

Auf dem Schneekopf befindet sich noch ein Aussichtsturm, der außen als Kletterwand gestaltet ist.

Jetzt frage ich mich, ob auch Eintritt zu zahlen ist, wenn man außen noch oben klettert. Leider habe ich vergessen zu fragen…

Ich würde ja noch gern die von mir gefahrene Strecke präsentieren, aber das ist ein Leidensthema für sich, zu dem ich noch berichten werde.

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Etwas Mathematik...