Vessertal

Die letzte Thüringen-Tour im Urlaub hatte das Vessertal als Ziel. Dazu konnte ich gleich vom Quartier aus starten, musste nur das Roßbachtal bergan Richtung Stutenhaus und dann hinab ins Vessertal beim gleichnamigen Ort Vesser.
Unterwegs wurde ich wieder an ähnliche Wanderstrecken im Vogtland erinnert:

Zum Adlersberg bitte einmal durchs Unterholz….
Vesser ist ein kleiner, malerischer Ort, gelegen am gleichnamigen Bach. Die Ersterwähnung von Vesser geht auf etwa das Jahr 900 zurück. Und wenn ich die Darstellung im Info-Zentrum Biosphärenreservat richtig deute und in Erinnerung habe, gehört Vesser zu den ersten Ansiedlungen in dieser Gegend überhaupt. Obwohl ich das Tal für damalige Verhältnisse als relativ schwer zugänglich betrachte, war wohl der Bergbau ausreichender Antrieb für eine Besiedlung.
Das Vessertal sei das schönste Tal Mitteldeutschlands, so wird vor Ort und auf der Webseite von Vesser geworben. Das ist zumindest das Ergebnis einer MDR-Zuschauerbefragung. Ob es das schönste Tal, mag ich nicht beurteilen, sehenswert ist es allemal.

Vesser und das Tal liegen im Biosphärenreservat, Teile des Tals fallen in die sogenannte Pflegezone (Zone II) und ein kleinerer Teil fällt in die besonders geschützte Kernzone (Zone I). Die Kernzone hat folgende Zielstellung: „Hier kann sich die Natur ohne den Einfluss des Menschen entwickeln. Die Kernzonen dienen der Forschung und Umweltbeobachtung.“ [Quelle: Biosphärenreservat Thüringer Wald]
Diese Zielstellung lässt sich im Vessertal dann auch in der Natur beobachten. Gestürzte Bäume bleiben bspw. liegen, setzen Moos an und verrotten auf natürliche Weise. Bei einer Pause konnte ich dem Treiben mehrerer Schmetterlinge zusehen, es dürfte sich dabei um den Großen Perlmuttfalter handeln.

Das Vessertal habe ich bei Breitenbach verlassen, dort mündet die Vesser in den Breitenbach. Meine Strecke ging weiter in Richtung Schleusingen, unterhalb der Silbacher Kuppe vorbei. In Schleusingen gedachte ich mir noch einen Kaffee mit Kuchen zu gönnen. Leider wurde nichts daraus, Café war geschlossen. Auf dem Marktplatz waren Verkaufsstände und Fahrzeuge, vielleicht gibt’s ja da etwas. Nein, auch diese Hoffnung wurde enttäuscht, dafür bin Hans-Georg Maaßen begegnet, der hier auf Wahlkampftour Halt machte.

Also warum nicht mal ein Gespräch mit dem früheren Präsidenten des Verfassungsschutzes führen? Kein Problem, er hatte tatsächlich Zeit für eine kleine Plauderei und wir mussten feststellen, dass wir immerhin gemeinsame Bekannte (dienstlicher Art) im Vogtland haben.

Nach HGM habe ich schließlich wenigsten ein Softeis auf die Hand bekommen (in einer Waffel natürlich nd auch nicht von HGM sondern vom Bäcker). Derart gestärkt bin ich am letzten Tag noch einmal zur Eisernen Hand meiner ersten Tour empor gestrampelt.
So, das war’s von meinem Thüringen-Urlaub. Ach nein, einen kleinen Nachtrag gibt es noch im nächsten Artikel.

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Etwas Mathematik...