Rundwanderweg Stadt Mühltroff

Der Auslöser zu dieser Rundfahrt liegt schon einiges zurück. Am 03.03.2021 berichtet die Freie Presse von diesem Rundwanderweg und von einer neu aufgestellten Sitzbank. Der Heimat- und Wanderverein hat sich um Fertigung und Aufstellung der Bank gekümmert. Und das wollte ich mir halt mal ansehen. Von der Sitzgelegenheit soll sich ein schöner Blick über den Thierbacher Teich bieten. Also habe ich diese Bank am Ufer des Teiches verortet. Dort führt der Rundwanderweg Stadt Mühltroff entlang.
Der Wanderweg ist auch beim regionalen Tourismusverein Fremdenverkehrsverein Rosenbach/Vogtl. e.V. zu finden, wird hier allerdings als Mühltroffer Rundweg bezeichnet. Von hier gibt es einen Verweis aufs Geoportal des Vogtlandkeises mit einer detaillierten Darstellung des Wegverlaufs.
Das habe ich als Vorlage genutzt, um die Strecke in Bikemap generieren und in mein Navi zu laden.

Aber etwas seltsam fand ich, dass der Wegverlauf zum Teil auf Wegen verläuft, die im Kartenmaterial (Open Street Map) nicht vorhanden sind. Ja, sind dann vor Ort im Wald Wege oder nicht? Auf die Idee, im Geoportal mal eine andere Grundkarte zu probieren, bin ich erst hinterher gekommen.
Also neben den roten Linien sollten eigentlich Wege sein, auf denen der Rundwanderweg verläuft.

Grundkarte: © OpenStreetMap-Mitwirkende and contributors, CC-BY-SA

Der Rundwanderweg hat die Form eines Kleeblattes, wobei „Ränder der Blätter“ auf einen Weg zusammenfallen. So kann ein Weg individuell und passend zur persönlichen Lust und Laune zusammengestellt werden. Ich habe mich für eine Runde entschieden, die quasi außen am „Kleeblatt“ entlang führt.

Start war an der Friedrich-August-Straße, Ecke B282/Langenbacher Str. in südlicher Richtung entlang des Flüsschens Wisenta. Dort waren auch die in den OSM-Karten nicht vorhanden Wege. Ich möchte hier nicht den ganzen Weg beschreiben, ein paar Eindrücke, was unterwegs zu sehen war, sollen es sein.

An der Wisenta gab es einen kurzen Schreckmoment, das hatte ich doch schon mal und das mit unangenehmen, weil nassem, Ende. Am Zschopautalradweg habe ich beim queren einer Furt gewassert…

Aber immer mit der Ruhe, denn auch hier war direkt daneben eine Brücke!

An anderen Stellen entlang des Rundwanderwegs gab es keine Brücken, da ging es oftmals durch die Pfützen durch.

Halt, es gab doch hin und wieder Brücken, diese hier ist mir besonders aufgefallen:

Die Brücke machte einen leicht baufälligen Eindruck, ich habe mich doch lieber direkt über den tragenden Stämmen unterhalb der quer liegenden Äste und Stämme bewegt.

Das sonnige Herbstwetter hat das gefärbte Laub schön erleuchtet, macht richtig Spaß, solche Wege zu fahren. Und wenn man den Blick auch etwas an den Wegesrand richtet, entdeckt man vielleicht das Schild „Fußweg“, mitten im Wald, zugewachsen und von der Darstellung auch schon etwas älter. Denn ich glaube, eine männliche Person wird schon längere Zeit nicht mehr auf dem „Zeichen 239“ nach StVO abgebildet.

Etwas abseits vom Weg bemerkte ich ein etwas verfallenes Bauwerk, was natürlich sofort bei mir Neugier erzeugt. Ja, es sieht schon ziemlich desolat aus, aber die Futterraufe ist noch als solche erkennbar. Etwas Heu lag auch drin, ob das aber noch von Tieren als Nahrung genutzt wird oder eher für Insekten und anderes Kleingetier als Unterschlupf dient, kann ich nicht sagen.

Ein kleines Stück führt der Rundweg an der Sachsen-Franken-Magistrale entlang, zufällig fuhr zu dem Zeitpunkt ein Güterzug in Richtung Hof.

Im nordöstliche „Blatt“ liegt der Thierbacher Teich, dort steht ja die neue Sitzbank, die ich eingangs erwähnte. Auf dem Rundwanderweg bietet sich zunächst ein schöner Blick von oberhalb auf den Teich. Und hätte ich den Artikel in der Freien Presse richtig gelesen, hätte ich die Bank, die hier am Aussichtspunkt über den Teich steht, als die betreffende Sitzgelegenheit erkannt. So bin ich einfach weitergefahren und musste mich mit dieser etwas in die Jahre gekommenen Sitzbank direkt am Ufer des Teichs begnügen.

Das waren so die wichtigsten Eindrücke von der Tour auf dem Rundwanderweg Stadt Mühltroff.

Die von mir gefahrene Strecke ist 21 km lang und bringt rund 270 Höhenmeter mit sich. Die Strecke ist gpx-File im Downloadbereich veröffentlicht.

Streckendarstellung mit Bikemap:

Baustellenreport

Weil ich letztens bei Baustellen fast nur Abrissobjekte gezeigt habe, gibt’s heute Aufbauprojekte!

Zum einen ist ja wieder ein Stück Elsterradweg im Bau. Im März diesen Jahres wurde begonnen, das Stück Elsterradweg vom Hammerplatz in Plauen bis zur Friesenbrücke auszubauen. Große Baufortschritte waren nur selten sichtbar. Aber jetzt sieht es schon nach einer Tragschicht aus und die Borden links und rechts sind zumindest im sichtbaren Abschnitt gesetzt.

Ein Fußgänger machte mich beim Blick von der Hammerbrücke auf den Baum im hinteren Teil des Weges aufmerksam mit der Frage, ob ich erkennen könne, ob da ein Fuchs sitzt. Nein, so gut ist meine Sehkraft nicht mehr. Aber ein Foto mit Zoom und das Bild im Display vergrößert lies zumindest schemenhaft einen Fuchs erkennen.

Und auch an anderer Stelle geht der Bau voran. Ich weiß nicht genau, wie sich der Bauteil nennt, ich beschreibe es hier mal als Zwischenbau im hinteren Teil des Weißbachschen Hauses.

Das Kulturdenkmal wird künftig ein Museum zum Thema Spitze und Spitzenindustrie beherbergen. Laut Webseite der Stadt Plauen sollte im Stadtrat Plauen am 28.09.2021 über den künftigen Namen abgestimmt werden, in der Tagesordnung konnte ich den Beschluss allerdings nicht finden. Also abwarten…

Straßenschäden

Vom Zustand des Waldweges bzw. Ortsverbindungsstraße von Schneckengrün mach Mehltheuer hatte ich schon gelegentlich berichtet, auch vom Ausbau des Waldweges zur Ortsverbindungsstraße im September 2019.

Bauarbeiten September 2019

Ich bin nun nicht gerade der Baufachmann, den Ausbau hier würde ich aber als sogenannte hydraulisch gebundene Deckschicht bezeichnen. Bei meiner kurzen Recherche zum Thema wurden auf beton.org die Vorteile der Bauweise dargestellt. Die naturnahe Gestaltung kann ich bestätigen. Aber diese Bauweise soll auch eine hohe Belastbarkeit und hohe Beständigkeit gegen Erosion und Abrieb besitzen.

Letzteres kann ich allerdings bei der konkreten Straße Schneckengrün/Mehltheuer nicht bestätigen. Denn derzeit können viele Schlaglöcher in der Deckschicht bewundert werden. Und an Gefällestrecken sind Erosionsrinnen zu sehen.

Entweder ist das keine hydraulisch gebundene Tragdeckschicht oder diese wurde falsch errichtet oder es eignet sich nicht für die Strecke. Aber nach zwei Jahren ist das schon ziemlich desolat. Und diese Straße würde ich nicht gerade als dicht befahren bezeichnen und auch LKWs sind hier eher sehr selten. Das ist schon erstaunlich.

Wechselhaft

Am Sonnabend ist Frühnebel, der sich bis fast Mittag hält. Über der Weißen Elster ziehen langsam Nebelschwaden, an der Talsperre Pöhl ist die Staumauer halb im Nebel verborgen.

Am Sonntag scheint zwar die Sonne, aber es ist doch recht frisch. Gegen 10 Uhr war an geschützten Stellen noch Reif auf der Wiese. Aber dafür gab es dann klare Sicht an von der Reuther Linde übers Vogtland.

Die neu Reuther Linde ist in den letzten Jahren ordentlich gewachsen, aber bis zu einem richtigen Lindenbaum fehlt schon noch etwas.

Baustellenreport

Nachdem ich die Fotos meiner letzten Radtouren angesehen habe, muss ich feststellen, dass ich fast nur Baustellen gesehen habe.

Ein Baustelle ist der künftige Elsterradweg vom Hammerplatz stadtauswärts. Ein hohes Bautempo scheint hier nicht zu herrschen. Aber wenn man im Abstand von 4 bis 6 Wochen mal vorbeifährt, kann sich vielleicht was geändert haben. Am 26.09. waren immerhin zwei Baumaschinen zu sehen und die Randsteine sind auch neu, glaube ich.

Eine weitere Baustelle ist bei meiner alten Arbeitsstelle zu sehen. Das frühere Gebäude des Landratsamtes wird saniert, „Haus 2“ ist eingerüstet und der Dachstuhl fehlt. Naja, fehlen ist nicht richtig, er liegt abgerissen auf dem Vorplatz.

Eine weitere Baustelle, die ich allerdings gezielt aufgesucht habe, befindet sich in Kaulsdorf. Und plötzlich taucht mitten im Wald dieser Wanderwegweiser auf:

Und plötzlich taucht mitten im Wald dieser Wanderwegweiser auf.
Hier versammelt sich das who is who der Fernwanderwege, wie es im ersten Moment scheint. Fernwanderweg Zittau-Wernigerode neben dem Europäischem Fernwanderweg E3 und ein Anschlusshinweis zum Fernwanderweg Eisenach-Budapest.
Im Geoportal des Vogtlandkreises ist zu sehen, dass sich E3 und Wernigerode-Zittau tatsächlich hier treffen: Geoportal

Allerdings gibt es ein Abweichung zur Darstellung des E3 bei Outdooractive, da ist der E3 3 km entfernt in Raasdorf zu finden.

Welche Baustelle wollte ich eigentlich in Zaulsdorf aufsuchen? Dort stehen zwei Windräder (von ehemals drei), die jetzt abgerissen werden. „Die Zeit ist abgelaufen“ heißt es in der Presse, nach 25 Jahren ist Rückbau angesagt. Vermutlich weil die Förderung dafür ausgelaufen ist und der Weiterbetrieb nicht mehr wirtschaftlich ist. Am Sockel steht die Bezeichnung Nordex NX 9015, ich nehme an, dass damit der Windradtyp mit 90 m Rotordurchmesser gemeint ist. Ein Liebherr-Kran mit 500 t Tragkraft steht vor Ort bereit, die Teile wieder zu Boden zu holen.
Und ich muss sagen, die Kanzel mit dem Generator wirkt, von unten und aus der Ferne gesehen, nicht mehr sehr vertrauenerweckend.

Und wenn ich nun schon mal in Oelsnitz in, kann ich mir gleich noch paar andere Baustellen ansehen.
Da wäre zunächst der Abriss der Halbmondwerke in Oelsnitz. Abgerissen werden die Industriebauten direkt am Bahnhof Oelsnitz, die Halbmond Teppichwerke GmbH hat ihren verbliebenen Standort weiter westlich an der Brückenstraße.

Für Radfahrer eigentlich weniger von Bedeutung ist eine Baustelle auf der B92, die sich zwischen Autobahnausfahrt und Plauen befindet und das neue Gewerbegebiet bei Oberlosa erschließen soll. Die Baustelle führt zu einer längeren Vollsperrung der Bundesstraße mit relativ langen Umleitungsstrecken. Von Oberlosa kommend habe ich mich mal an die Baustelle herangearbeitet. Es wird auch Sonnabends gearbeitet, wie ich sehen konnte. Es sind umfangreiche Erdarbeiten im Gange und die Vollsperrung ist zumindest bei Betrachtung eines tiefen Grabens quer zur Bundesstraße sicher angebracht.

Aber das war immer noch nicht alles. Ich bin einige Zeit nicht durch Oberlosa gefahren. Und schon werden dort größere Bauwerke abgerissen. Meines Wissens standen hier mal Wohnhäuser.

Zwei hab ich noch! 😉
Die Straße von Oberlosa nach Brand ist derzeit auch voll gesperrt, dort werden irgendwelche Rohre in der Erde verbuddelt. Im Bild ist eine Horizontalbohranlage Ditch Witch JT30 zu sehen, die in Richtung Brand bohrt.
Und am anderen Ende der Stadt errichtet der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland ein Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von 1,2 Mio m³. Dieses soll der Entlastung des Pietzschebachs dienen und bei Starkregen die ersten Schmutzmengen auffangen.

Und zu guter Letzt doch noch einen Blick auf eine Baustelle, aber diese ist gänzlich anderer Art. Im Zuge der Fassadensanierung des Plauener Rathauses wird ein Wandbild der Künstler Karl-Heinz Adler und Friedrich Kracht von 1976 rekonstruiert. 30 Jahre lang war es hinter Steinplatten verborgen. Für das über 200 Quadratmeter große Kunstwerk sind rund fünf Monat Sanierungszeit geschätzt.

Aber das war nun alles zu Baustellen im Vogtland…

Oder doch eher Aprilwetter?

Im letzten Beitrag hatte ich schon typisches Herbstwetter gezeigt. Kurze Zeit später lacht wieder die Sonne und abgesehen von abgeernteten Felder war wenig vom Herbst zu sehen.

Die Talsperre Pirk zeigt sich derzeit recht gut gefüllt, sehr viel Platz ist vermutlich nicht mehr.

Laut Talsperrenverwaltung ist aktuell das Stauziel mit 383 müNN erreicht, zum Vollstau kann noch ein Meter Wasserpegel dazu kommen.