Bild am Sonntag

Ich würde ja gerne ein Foto mit schönem Winterwetter zeigen, aber Schnee ist nur noch in Resten zu finden und Sonne gleich gar nicht. Und das trübe Wetter ist gefühlt schon mehrere Wochen….

Der frühere Aldi-Markt an der Plamag findet jetzt offenbar doch mal wieder einen Nutzer. Little John Bike plant, hier eine Geschäftseröffnung.
Laut einem Presseartikel vor einiger Zeit wird ein Fahrradhändler aus Plauen durch Little John übernommen. Allzu viele Händler haben wir ja gar nicht.

Arboretum Plauen

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, passend zum Arboretum. Aber der Reihe nach.
Montag war mein letzter Urlaubstag, also noch eine Gelegenheit das trockene Wetter zu nutzen und eine Runde mit dem Rad zu drehen.
Unterwegs nach Neundorf bot sich zunächst ein eindrucksvoller Himmel Richtung Südvorstadt. Fehlte nur noch das Raumschiff aus dem Film Independence Day, das durch die Wolken bricht.

Nach einer Runde durch das südliche Plauen erreichte ich das Plauener Arboretum am Friedhof II. Ich hatte schon mal kurz reingesehen mir aber einen ausführlicheren Besuch für später aufgehoben. Aber jedes Mal, wenn ich dort vor Ort war, war das Tor geschlossen, obwohl laut Öffnungszeiten der Zugang möglich sein sollte. Und heute konnte ich das Rätsel lösen. Ich habe immer am großen Tor probiert und die kleine geöffnete Pforte daneben völlig übersehen. Der Wald, die Bäume… wie passend zum Arboretum.

Ein Arboretum ist einfach gesagt eine Baumpflanzung, meist verschiedenartiger und oft auch exotischer Bäume. Das Arboretum befindet sich auf dem Gelände eines alten Friedhofs. Dieser ist seit 2011 für Bestattungen geschlossen, im Jahr 2008 hat der Ausschuss für Stadtplanung und der Stadtrat von Plauen der Umgestaltung zu einem Arboretum zugestimmt. [Quelle: Kompetenzzentrum Friedhof]

Direkt am Eingang befindet sich die alte Kapelle.


Auf dem Gelände des Friedhofs sind noch eine Vielzahl alter Grabstätten zu sehen. Zwei Beispiele werden hier gezeigt.

Hugo Oskar Walther lebte bis 1916, er war Gendarm und Ziegeleibesitzer. In Syrau schuf er die elektrische Licht- und Kraftanlage sowie das Gemeindewasserwerk. Seine Ziegelei befand sich auf dem Gelände des heutigen Fußballplatzes an der Pausaer Str, der demnächst einer Erweiterung der benachbarten Vogtlandmilch GmbH weichen muss.
Emil Julius Gentzsch gehörte zu den führenden Steinmetzen von Plauen. Seine Werke sind auf Plauener Friedhöfen zu finden, sicherlich auch in Nachbarschaft zu seiner eigenen Grabstätte auf dem Friedhof II.
[Quelle: Infotafeln an den Grabstätten]
Bei einem Rundgang lässt sich noch viel mehr zur Stadtgeschichte und früheren Persönlichkeiten erfahren, da kleine Infotafeln an den Grabstätten Auskunft geben.

Ein relativ neues Schmuckstück auf dem Gelände des Arboretums ist ein kleiner Pavillon. Dieser Pavillon stammt aus dem Jahr 1926 und steht unter Denkmalsschutz. Allerdings steht er erst seit Mitte 2021 hier, ursprünglicher Standort war Mühltroff. Dieser Pavillon soll im Zentrum der entstehenden sogenannten Apothekergärten stehen.

Die Skulptur im Vordergrund gehört zur Grabstätte von Michael Steinmetz, verstorben im Jahre 1951. Steinmetz war Tischlermeister.
Es werden auch Führungen durch das Arboretum angeboten, ich denke, das ist für das späte Frühjahr oder den Sommer auch mal ein Vorhaben.

Auf meiner weiteren Runde habe ich dann noch ein Denkmal in Stadtparknähe entdeckt, das mir bislang verborgen geblieben ist.


Das Denkmal ist den Toten des 1. Weltkrieges geweiht, als Datum wird der 18.06.1922 ausgewiesen.

Auf dieser Tour hatte ich es wohl etwas mit Grabstätten und Verstorbenen zu tun…

Unterwegs entdeckt

Um mir den Radweg an der B92 anzusehen, war ich in Oelsnitz. Bei der Gelegenheit konnte ich sehen, dass der Abbruch der Halbmond Teppichwerke fast beendet ist. Einige Reste stehen noch, so ragt bspw. ein übrig gebliebenes auf einen Turm reduziertes Gebäude in den Himmel. Das Schild „Eingang“ würde ich allerdings nicht so ernst nehmen…

Im Hof des Schlosses ist eine kleine Ausstellung, vielleicht hat da Schlossmuseum kurzerhand eine kleine Weihnachtsausstellung ins Freie verlegt, da ja wegen Corona immer noch oder schon wieder oder für immer das Museum geschlossen ist.

Ende November hatte ich vom gesperrten Elsterradweg zwischen Straßberg und Plauen berichtet und Sturmschäden als mögliche Ursache gesehen. Zumindest bei meiner Tour zu Neujahr war der Weg wieder frei befahrbar und die sturmgeschädigten Bäume sind weitestgehend beseitigt.

Dafür haben im weiteren Verlauf im Bereich der alten Zellwolle umfangreiche Erdarbeiten an der Uferböschung zur Elster begonnen. Ich tippe auf Grund der Form der Haufen auf Maulwürfe.

Ein neues Stück Radweg steht in Plauen vor der Fertigstellung. In dem Bereich Weiße Elster, Elsterterrassen und Areal der Hempelschen Fabrik entsteht ein kleiner Park, mit Spielplätzen, Sitzgelegenheiten und einem Radweg der vom Elsterufer direkt in das Areal der sanierten Elsteraue führt. Aber wieso bin ich nicht überrascht, dass es wieder einmal gelingt, alles mit Pollern zu verbauen und diese noch entgegen der Empfehlungen der ERA. Wieder stehen zwei Poller genau in den Fahrspuren und nicht mittig ein einzelner Poller, wenn es denn schon sein muss.

Die letzten Fundstücke für heute sind die TESLA-Ladestation auf dem Parkplatz vom Elsterpark, an der ich noch immer kein einziges Fahrzeug laden sehe.
Und auf dem Altmarkt in Plauen haben sich ein gutes Dutzend Demonstranten eingefunden. Allerdings alle aus Pappe, also sogenannte Pappkameraden. Und diese demonstrieren ausweislich der angebrachten Zettel fürs Impfen, für Freiheit und Demokratie und natürlich gegen rechte Hetze. Früher war das so auf den Demos zum ersten Mai bei der Tribüne der Kreisparteileitung und es wurden Winkelemente (aus Pappe) ausgegeben…

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 66

Nach anderthlab Jahren Bauzeit wurde die B92 in Oelsnitz Ende November wieder für den Verkehr freigegeben. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde der Radweg entlang der B92 von Oelsnitz/Vogtl. in Richtung Adorf ebenfalls aus- und neugebaut. Allerdings endet der Radweg, auf dem der Elsterradweg verläuft, in Richtung Adorf rund 500 m vor dem Abzweig nach Unterhermsgrün. Es bleibt als weiter ein Teilstück Elsterradweg auf der Bundesstraße.

Stadtauswärts ist es als Radweg ausgewiesen, in die entgegengesetzte Richtung nur als Fußweg (Schild fehlt allerdings) zur Mitbenutzung.

So ganz fertig ist man mit der Baustelle noch nicht, an einigen Stellen stehen noch Baustellengitter. Hier vermutlich für den Einbau eines Geländers.
Und Autofahrer sollten sich an die Geschwindigkeit halten, es gibt da einen Passbild-Automaten…

Vom neuen Radweg habe ich eine kleine Videoaufzeichnung gefertigt, die den Weg vom Ende bzw. Anfang bis zur Kreuzung „Am Jahnteich“ in Oelsnitz zeigt.