Aue-Chemnitz

Laut Medienberichten Anfang des Jahres wurde das „Chemnitz Modell“ erweitert und die City-Bahn Chemnitz fährt vom Hauptbahnhof direkt bis Aue. Das wollte ich mir mal ansehen und habe dazu eine Radstrecke von Aue zurück nach Chemnitz geplant, die sich weitestgehend am Verlauf der Bahnstrecke orientiert.

Die Erlebnisse mit der Bahn sind vermutlich in einem separaten Artikel besser aufgehoben, daher hier nur der Teil „Radfahrt“ mit einigen unterwegs getätigten Schnappschüssen.
Aus noch zu erläuternden Gründen bin ich zunächst von Chemnitz (Hbf) mit der City-Bahn CB14 bis Thalheim gefahren und dort umgestiegen in die CB13 nach Aue.

In Aue kenne ich mich ehrlich gesagt relativ wenig aus, daher war das erste Problem, vom Bahnhof nach jenseits der Gleisstrecke zu kommen. Entweder über die Brücke der B 169 oder einen anderen Umweg? Immerhin habe ich auf meiner Suche das Blumenlogo vom Fußballverein Wismut Aue FC Erzgebirge Aue gesehen.

Ich habe dann noch einen Fußgängertunnel (Pfarrstraße?) gefunden, der mich zu anderen Seite der Gleise brachte.
Bei Lössnitz führte meine Strecke an einem Landwirtschaftsbetrieb vorbei, an dessen Hauswand mit dieses Mosaik auffiel:

Das würde ich als übrig gebliebene DDR-Industriekunst einordnen.
Meine gewählte Strecke hatte keine ausgewiesenen Radrouten als Grundlage, es ging daher manchmal etwas wild auf Feld-, Wald- und Trampelpfaden durchs Gelände, aber auch entlang von Straßen. Zum Teil waren die Strecken als Radweg ausgewiesen, auch wenn da mitunter fragwürdige Wege dazu genutzt wurden.

Die Werbung für den Imbiss habe ich leider erst gesehen, als ich schon vorbei war. Andererseits, noch bin ich kein Rentner… 😉

In Einsiedel fällt unter anderem das eindrucksvolle Gebäude in der Höhe auf.

Dabei handelt es sich um die Grundschule Einsiedel. Erbaut wurde diese 1902/1903.

Auslöser der Tour war die Inbetriebnahme der Strecke Chemnitz-Aue durch die City-Bahn Chemnitz. Die Tour entlang der Bahnlinie hat natürlich das eine oder andere Foto vom Bahnverkehr möglich gemacht.


Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67 [Teil 4] 

Was ist das markante von Flussradwegen? Sie führen oft an Kläranlagen vorbei. Die Plauener Anlage wird ja links liegen gelassen. Dafür kann die Kläranlage bei Scholas begutachtet werden.

Es geht wieder 50 Höhenmeter aufwärts zur Ortsmitte von Scholas. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen ein. Radler ohne Elektrounterstützung können das sicher auch gut gebrauchen.

Es geht ein kurzes Stück fast eben auf der Elsterberger Str. dahin. Ich hatte das Glück, blühende Bäume am Straßenrand zu sehen. Landschaftlich natürlich reizvoll, aber eben nicht am Fluss entlang.

Hier folgt das meiner Meinung nach wohl krasseste Stück der geplanten Streckenführung, der Downhill nach Elsterberg. Auf 1 km Länge geht es 100 Höhenmeter abwärts. Zum Teil sind Steigungen mit 20% ausgewiesen.
Die berühmte „Steile Wand“ in Meerane hat reichlich 11 % Steigung.

Warum auch immer das hier eine Einbahnstraße ist, für Radfahrer ist diese zumindest freigegeben.
Außerdem folgt kurz vor dem brachliegend-sanierten Enka-Gelände noch ein Tor. Bleibt zu hoffen, dass das nicht plötzlich mal geschlossen wird.

Vom Enka-Gelände geht es auf der Walter-Suchanek-Straße weiter Richtung Zentrum von Elsterberg.
Am Straßenrand ist noch eine Baustellentafel „Revitalisierung Industriebrache ENKA“ zu sehen. Die Tafel wirkt schon ziemlich verblichen, das fehlende Teil in der Mitte hat vermutlich auf die Fördermittel vom Freistaat Sachsen hingewiesen.

Die Walter-Suchanek-Straße führt zur Elsterbrücke an der Rosa-Luxemburg-Straße.
Über die Brücke geht es weiter in Richtung Markt.

Knapp 20 km waren es vom Neustadtplatz in Plauen zum Markt in Elsterberg.

Am Marktbrunnen thront der Ritter Rayer von Elsterberg. 1198 soll dieser erstmalig erwähnt sein.

Die Strecke des geplanten Verlauf des Elsterradweges von Plauen nach Elsterberg ist geschafft.



Länge
überwundene Höhenmeter

„Alte“ Strecke

21,7 km
370 m

„Neue“ Strecke

19,6 km
363 m

Für die Höhenmeter habe ich die GPX-Tracks noch mal in GPS-Track-Analyse.net importiert, die SRTM-Höhendaten zugewiesen und die damit ermittelten statistischen Daten ausgelesen.

Das war im Ergebnis doch etwas überraschend. 2 km kürzer das hätte ich so nicht vorhersagen können. Aber obwohl ein ständiges auf und ab und gefühlt ziemlich anstrengende Anstiege dabei sind, unterscheiden sich die Höhenmeter zwischen beiden Strecken im Prinzip nicht.
Jedoch hat die geplante Strecke wenige kräftige Ansteige, beim bisherigen Originalverkauf sind es mehr und kürzere Anstiege. Der häufige Wechsel erscheint dann vermutlich weniger anstrengend.
Eine echte Herausforderung ist die Abfahrt nach Elsterberg beim Enka-Gelände, gute Bremsen sollte das Rad hier auf jeden Fall besitzen. Die bisherige Gippenabfahrt war allerdings ähnlich steil.

War die bisherige Strecke schon nicht gerade als „flussnah“ zu bezeichnen, so ist der geplante Verlauf noch weiter von der Weißen Elster entfernt.

Ich gehe mal davon aus, dass an einigen Stellen ein brauchbarer Fahrbahnbelag hergestellt wird, insbesondere der Feldweg bei Scholas ist so eigentlich eine Zumutung. Mit MTB geht das, aber nicht alle sind mit MTB unterwegs.
Der gesamt Abschnitt von Campingplatz Gunzenberg bis Neudörfel benötigt eine vernünftige Lösung und das abgesetzt von der Straße. Auf der Staumauerkrone sehe ich da allerdings erhebliche Probleme, die derzeitige gemeinsame Nutzung mit Fußgängern führt an mindestens an Wochenenden zu Konflikten.
Und der Übergang Radweg-Straße bei Möschwitz kann dabei auch gleich verbessert werden.

Der geplante Verlauf des Elsterradweges nach meiner Aufzeichnung bei

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67 [Teil 3]

Die Ziegelhüttenstraße ist erreicht, von hier aus geht es nach Ruppertsgrün weiter. Saniert mit Betonpflaster von der Staatsstraße S297 bis Ruppertsgrün. Oder doch nicht?
Am Anfang ist schon mal Betonpflaster, die Straße für Radfahrer freigegeben, aber bitte nicht schneller als 30 km/h!

Das ist aber neu! Poller habe ich hier beim letzten Mal nicht gesehen.
Und immerhin, es ist dieses Mal nur EIN Poller in der Mitte der Straße. Als Radfahrer im Vogtland ist man ja schon froh, wenn diese Dinger nicht genau in der Fahrspur stehen. Von Trennlinie und Markierungsfläche, wie in der ERA empfohlen, rede ich ja gar nicht erst.

Jo, saniert mit Betonpflaster bis Ruppertsgrün….

Das ist wohl eher nicht der Fall, denn ein ganzes Stück Straße ist noch der alte, kaputte und holprige Zustand.
Allerdings war vielleicht das Ortseingangsschild schon vorbei und saniert wurde nur bis Ortseingang.

In Ruppertsgrün geht es unter der Bahnlinie Dresden-Plauen hindurch. Der Tunnel hat eine Höhe von 1,8 m.
Ich bin nicht allzu groß, aber zwischen Helm und Tunneldecke war nicht mehr viel Platz.

In Ruppertsgrün geht es vorbei an der Kirche und (vermutlich) einem alten Wirtschaftsgebäude vom früheren Rittergut Ruppertsgrün.

Nach Querung der Bahnlinie geht es in Richtung Losa bergab ins Tal des Forellenbachs (Google Maps gibt auch die Bezeichnung Ruppertsgrüner Bach an). Auf 1 km Länge geben 85 Höhenmeter ordentlich Schwung – allerdings nicht für Radler der Richtung Mündung – Quelle.

Der Spaß währt nur kurz, denn aus dem Tal geht es wieder aufwärts, 60 Höhenmeter sind wieder zu überwinden. Im Foto lässt sich das nur schwerlich darstellen.

Auf der Höhe angekommen führt die Straße rechts nach Losa weiter, der Elsterradweg wird vermutlich hier auf den Wirtschaftsweg abzweigen.

Dieser Wirtschaftsweg führt nach Scholas.
Landschaftlich ein schöner Weg. Bleibt zu hoffen, dass für die Nutzung als Elsterradweg ein ordentlicher Belag geschaffen wird.
Sagte ich schon, dass es hier die eben erstrampelte Höhe wieder hinunter ins Tal geht?

Das letzte Stück von Scholas bis zum Markt in Elsterberg folgt im nächsten Artikel.

Plauener Frühling – Nachlese

Gestern wurde auf dem Altmarkt in Plauen noch ein überdimensionaler Schriftzug „PLAUEN“ enthüllt. Damit soll für die Stadt geworben werden, aufgestellt jetzt zum 900. Geburtstag der Stadt. Gedacht als Hingucker, Fotoobjekt und Selfie-Standort.

Das wollte ich mir heute früh noch ansehen. Dabei musste ich feststellen, dass der Markt noch mit den Hinterlassenschaften des gestrigen Abends zu kämpfen hat. Jede Menge Abfall lag herum und wurde von den Mitarbeitern der Stadtreinigung gerade beseitigt.

Plauen900

Am PLAUEN-Schriftzug sah es kaum anders aus. Ein Selfie mit Abfall hatte ich mir aber nicht vorgestellt (obwohl ich viele Jahre in der Branche tätig war).

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67 [Teil 2] 

Der straßenbegleitende Radweg führt bis zum Ortseingang Möschwitz. Ab hier geht es auf der Straße weiter. Die ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) sieht am Radwegende eigentlich ein geschütztes Einschwenken des Radwegs auf die Fahrbahn vor. Davon kann hier nicht die Rede sein.
Ich wüsste auf Anhieb auch im Vogtland kein einziges Beispiel für eine Ausführung eines Radwegendes nach ERA.

Nachdem der Radweg abrupt endet, ist für den Radverkehr in Möschwitz ein Schutzstreifen eingerichtet. Die Markierung mit unterbrochener Linie ist in Ordnung, ob aber die empfohlene Mindestbreite von 1,25 m eingehalten wird, bin ich mir nicht sicher. Nachgemessen habe ich das aber nicht.

Nach Möschwitz (die Weiße Elster ist hier ca. 500 m entfernt im Tal – nur als Erinnerung, weil das ja der Elsterradweg ist) gibt es wieder einen ausgebauten Rad-/Fußweg, der sich zum Gunzenberg hinaufschlängelt.

Naja, auch dieser Radweg endet hinter der Einfahrt zum Campingplatz Gunzenberg etwas abrupt und seltsam ohne richtige Anbindung an die Straße oder einen weiterführenden Weg.

Ich habe keine Vorstellung, was das mal das werden soll.

Der folgende Streckenabschnitt besitzt Konfliktpotential. Aus kleinen Informationshäppchen in der lokalen Presse ist zu folgern, dass der Radweg, sofern mal gebaut wird, entlang der Straße geführt wird. Damit wird das interessante Areal im Bereich Freizeitanlage („Elefantenklo“), Kletterwald, Schiffsanleger und Imbissmöglichkeiten rechts liegen gelassen. Andererseits ist dort auch viel Besucherverkehr, so dass zusätzlicher Radverkehr das Unfallrisiko erhöht, für beide Seiten. So bleibt vermutlich nur der Blick zur Seite oder eine richtige Rast.

Kurz vor der Staumauer steht dieses gelbe Schild mit Radsymbol:

Das ist zunächst mal ein Richtzeichen (Vorwegweiser) nach § 42 StVO. Normalerweise wird das gelbe Schild für Umleitungen eingesetzt, die es hier aber nicht gibt. Auch die Anlage 3 der StVO weist das unter Abschnitt 11 als „Umleitungsbeschilderung“ aus.

Ich finde, das Verkehrszeichen ist hier möglicherweise falsch gewählt. Geeigneter wäre vielleicht so ein grüner Radwegweiser, besser noch ein bauliches Ausschwenken von der Straße auf den Fußweg.

Der Weg über die Krone der Staumauer ist für Radfahrer freigegeben, in beide Richtungen. Zusätzlich zu den Fußgängern. Am Wochenende bei schönem Wetter (sofern man nicht schon früh gegen 8:00 Uhr hier unterwegs ist) ist fahren mit dem Rad nahezu unmöglich, die Gefahr, mit Kindern oder auch Erwachsenen einen Unfall zu verursachen, ist immens und eigentlich nicht zumutbar.

Auch dieser Radweg endet mehr oder weniger abrupt in Höhe Abzweig nach Jocketa. Hier kann sich der Radler aussuchen, ob es auf der Straße weitergeht oder der unbefestigte Weg neben der Straße gewählt wird, der an der Minigolfanlage vorbeiführt.

Ich bevorzuge den unbefestigten Weg, der anschließend über den Parkplatz „Talsperre Pöhl“ führt. Für Rennräder vermutlich weniger geeignet.

Aber am Parkplatz Neudörfel (das war früher mal ein Autokino, wenn ich mich recht erinnere) geht es nur auf der Straße (S297) weiter. 700 m sind es bis zum Abzweig Neudörfel.

Ich nehme an, dass die Sanierung der Straße durch Neudörfel mit der Streckenführung des Elsterradwegs zusammenhängt. Der Straßenbau wurde 2018 unter der Bezeichnung „Anbindung von Gewerbebetrieben und touristischen Basiseinrichtungen an das überregionale Verkehrsnetz durch Ausbau der Ortsstraße Neudörfel“ geführt. Also wird wohl das kurze Stück bergauf (30 Höhenmeter bei 500 m Strecke) durch Neudörfel später zum Elsterradweg gehören.

Hier mündet die Straße wieder auf die S297, allerdings führt schräg gegenüber schon die Ziegelhüttenstraße in Richtung Ruppertsgrün weiter.

Wer hier rasten möchte, empfehle ich den Landgasthof „Zum Posthaus“. Ich war bei meinen Besuchen dort immer sehr zufrieden, es kann aber auch mal knapp mit Plätzen sein, vor allem am Wochenende.

Ob nun frisch gestärkt oder nicht, es geht auf der Ziegelhüttenstraße weiter.

2017 war in der lokalen Presse zu lesen, dass die Ziegelhüttenstraße auf 3,5 m Breite  mit Betonpflaster ausgebaut werden soll. Die Arbeiten sollen 2018 beginnen und die Strecke von der S297 bis Ruppertsgrün umfassen.

Interessant ist, dass der Radwegweiser schon das Zusatzschild für den Elsterradweg trägt.

Hier bei Neudörfel dürfte auch der größte Abstand zur Weißen Elster beim neuen Verlauf des Elsterradweges auftreten, knapp 3 km habe ich mit BaseCamp gemessen.
Den Ausbauzustand der Ziegelhüttenstraße zeige ich im nächsten Artikel.

Plauener Frühling

An diesem Wochenende findet das Stadtfest „Plauener Frühling“ statt. In diesem Jahr zum 25. Mal und natürlich im Zeichen des 900. Stadtgeburtstages.
Die Bahnhofstraße wurde bereits am Vormittag mit Händlern vom Trödelmarkt bevölkert und es waren auch allerhand Besucher unterwegs.
Gegen Mittag war ich am Ende meiner Radtour noch auf dem Altmarkt. Hier liefen die Vorbereitungen für eine Bühnenshow. Die Anbieter von Speisen und Getränken waren da schon weiter, Essen und Trinken wurde gut genutzt.

Plauen900

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67

Im Herbst letzten Jahres wurde die Vorzugsvariante für den Abschnitt Ruppertsgrün nach Elsterberg vorgestellt. Soweit ich aus den Presseberichten schließe, wurde das im Gemeinderat von Pöhl und im Stadtrat von Elsterberg vom Ingenieurbüro Bräunel aus Plauen präsentiert.
In Plauen wurde zwischenzeitlich ein Stück Radweg stadtauswärts entlang der Weißen Elster fertig gestellt, das später sicher auch in den Elsterradweg integriert wird. Dank einer freundlichen Erinnerung, habe ich mir den künftigen Streckenverlauf des Elsterradweges zwischen Plauen und Elsterberg genauer angesehen. Zumindest, soweit das aus Presseberichten abzuleiten ist.

Der offizielle Verlauf ist aktuell in Plauen über die Streichölzerbrücke und den alten Postweg nach Chrieschwitz. Von hier geht es an der Kläranlage vorbei am (wenig familientauglichen) Elsteruferweg Richtung Lochbauer. Über Pfaffenmühle, Röttis, und Jößnitz geht es nach Steinsdorf. Über kleinere Anstiege geht es über Cossengrün und Görschnitz zur Gippe Elsterberg und weiter ins Zentrum.

Auf diesem Verlauf beträgt die Streckenlänge 21,7 km und es sind 382 Höhemeter zu überwinden. (Höhenmeter bestimme ich mit Import der Strecke in BaseCamp. Damit ist es zumindest vegleichbar.) Der größte Abstand zur Weißen Elster dürfte bei Steinsdorf zu finden sein und etwa 2 km Luftlinie betragen.

Für die künftige Strecke starte ich bei Kilometer 0 an der Postmeilensäule neben der alten Elsterbrücke in Plauen.

Plauen, Postmeilensäule

Ab hier führt zunächst der ausgebaute Radweg entlang der Elster parallel zum Mühlgraben bis zur Stresemannstraße.

Hier trifft der Radler auf ein erstes „nettes“ Hindernis, eine Treppe. Das wurde vor knapp 10 Jahren beim Radlerstammtisch mit der Stadtverwaltung, der damalige Baubürgermeister Levente Sárközy war mit auf dieser Tour, schon arg kritisiert. Ohne Erfolg. Auch aktuell in der Freien Presse diese Stelle erwähnt und eine Rampe gefordert. Die vorhanden Schiebehilfe wird von Klaus Gerber als zu steil und damit als gefährlich eingeschätzt.
Laut Stadtverwaltung Plauen, Baubürgermeisterin Kerstin Wolf, ist der Bau einer Rampe zu teuer, das Geld sei nicht im Haushalt veranschlagt. Außerdem werde so verhindert, dass Radfahrer am Ende der Rampe zu schnell auf den Gehweg auffahren.
Allerdings bleiben auch Rollstuhlfahrer außen vor.

Nach Überwinden der Treppe und der Stresemannstraße (eigentlich führt der Elsterradweg über die Fußgängerampel…) geht es weiter entlang der Elster bis zur Streichhölzerbrücke. Beim neuen Verlauf geht es allerdings nicht die Brücke rauf, sondern entgegengesetzte Richtung zur Hammerstraße (im Foto im Rücken des Fotografen)
Der Radwegweiser zeigt mit seinem Zusatzschild „Elster“ noch zum Alten Postweg.

Ein Stück Rähnisstraße führt zur Hammerstraße. Der Fußweg ist als gemeinsamer Rad-/Fußweg gekennzeichnet. Achtung, aus den Hauseingängen kommen doch gelegentlich Anwohner!

Die Hammerstraße ist stadtauswärts gesehen rechtsseitig mit einem Rad-/Fußweg versehen, der bis zum Hammerplatz reicht. Hier geht es an diversen Industrie- und Gewerbeeinrichtungen entlang, unter anderem dem Stahlbau Plauen.

Kilometer 2,0 : Ab Hammerplatz geht es auf einem neu ausgebauten Stück Radweg entlang der Elster weiter. Bis zur Unterquerung der B173 ist die Strecke asphaltiert.

Ab Unterquerung geht es auf hydraulisch gebundener Decke (?) weiter.

Wie sich solch eine Deckenkonstruktion bewährt, ist an der Straße Reiboldsruh-Mehltheuer zu sehen. Allerdings ist dort etwas mehr Verkehr mit Kraftfahrzeugen.

In Chrieschwitz führt der Weg zur Möschwitzer Straße. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diese Kreuzungskonstruktion als gelungen oder missglückt betrachten soll.

Ab hier beginnt der erste Anstieg auf dem Weg nach Elsterberg: knapp 2 km mit 60 Höhenmetern.
Klingt nicht viel, zieht sich aber hin.

Auf der Höhe bietet sich mitunter eine durchaus schöne Aussicht, zumindest in westliche Richtung, wo im Tal in einigen hundert Metern Entfernung die Weiße Elster fließt.
Unangenehm wird dieses Stück bis Möschwitz, wenn der Wind aus Nordost weht, die freie Fläche bremst den Wind nicht.

Die Fortsetzung ab Möschwitz folgt im nächsten Artikel.

Baustelle Elstertalbrücke

In der Lokalpresse war zu sehen, dass an der Elstertalbrücke Gerüstbauarbeiten im Gange sind. Die Brücke wird ja für die Sanierungsarbeiten eingerüstet. Der Hauptwanderweg links der Elster (links in Fließrichtung gesehen) würde ja offen bleiben.

Also über Jocketa ins Tal zur Barthmühle. Eine kleine Wandergruppe stand an der Sperre des rechten Uferwegs, der zum Triebtal führt. Dort hing eine kleine (wirklich klein!) Infotafel zu den Sperrungen.

Ich habe auch bestimmt fünf Minuten benötigt, um dieses Kartenwerk einzuordnen und zu verstehen. So habe ich dann auch versucht, den Wanderern, die vermutlich nicht aus der Gegend waren und zu Besuch hierher gefahren sind, zu helfen. Eigentlich wollten sie ins Triebtal wandern. Aber das geht von der Barthmühle aus definitiv nicht. Von Jocketa aus oder vom Talsperrenblick aus ist das Triebtal zugänglich.
Allerdings machten die Besucher dann nicht den Eindruck, dass sie sich auf dieses Abenteuer einlassen, vielleicht doch wieder an einem gesperrten Weg zu stehen.

Und hier ist die Karte. Korrekt eingenordet. Aber das ist hier mehr verwirrend, als hilfreich. denn um das Gewirr von gesperrten Wanderwegen zu entflechten, muss man die Karte im Kopf um 180° drehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Wanderwege von Haus aus offenbar in rot eingetragen sind und mit rot auch die gesperrten Abschnitte markiert sind. Nicht sehr glücklich gestaltet.

Wenn man sich dann durchgearbeitet hat, ist zu erkennen, dass der Hauptwanderweg links der Weißen Elster nicht gesperrt ist. Also kann ich ja mal zur Brücke fahren und sehen, ob ich vom Gerüstbau ein Foto machen kann.

Denkste!

Kurz vor der Brücke ist Schluss mit lustig, respektive Wandern. Komplett gesperrt. Und freundlicherweise bekommt man das erst mit, nachdem man bis dahin gelaufen ist. Ein Hinweis auf die Sperre am Anfang des Wegs bei der Barthmühle? Fehlanzeige…

Also da ist noch deutlicher Verbesserungsbedarf.

Fotos vom Gerüstbau habe ich aber dennoch noch machen können.