Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67 [Teil 4] 

Was ist das markante von Flussradwegen? Sie führen oft an Kläranlagen vorbei. Die Plauener Anlage wird ja links liegen gelassen. Dafür kann die Kläranlage bei Scholas begutachtet werden.

Es geht wieder 50 Höhenmeter aufwärts zur Ortsmitte von Scholas. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen ein. Radler ohne Elektrounterstützung können das sicher auch gut gebrauchen.

Es geht ein kurzes Stück fast eben auf der Elsterberger Str. dahin. Ich hatte das Glück, blühende Bäume am Straßenrand zu sehen. Landschaftlich natürlich reizvoll, aber eben nicht am Fluss entlang.

Hier folgt das meiner Meinung nach wohl krasseste Stück der geplanten Streckenführung, der Downhill nach Elsterberg. Auf 1 km Länge geht es 100 Höhenmeter abwärts. Zum Teil sind Steigungen mit 20% ausgewiesen.
Die berühmte „Steile Wand“ in Meerane hat reichlich 11 % Steigung.

Warum auch immer das hier eine Einbahnstraße ist, für Radfahrer ist diese zumindest freigegeben.
Außerdem folgt kurz vor dem brachliegend-sanierten Enka-Gelände noch ein Tor. Bleibt zu hoffen, dass das nicht plötzlich mal geschlossen wird.

Vom Enka-Gelände geht es auf der Walter-Suchanek-Straße weiter Richtung Zentrum von Elsterberg.
Am Straßenrand ist noch eine Baustellentafel „Revitalisierung Industriebrache ENKA“ zu sehen. Die Tafel wirkt schon ziemlich verblichen, das fehlende Teil in der Mitte hat vermutlich auf die Fördermittel vom Freistaat Sachsen hingewiesen.

Die Walter-Suchanek-Straße führt zur Elsterbrücke an der Rosa-Luxemburg-Straße.
Über die Brücke geht es weiter in Richtung Markt.

Knapp 20 km waren es vom Neustadtplatz in Plauen zum Markt in Elsterberg.

Am Marktbrunnen thront der Ritter Rayer von Elsterberg. 1198 soll dieser erstmalig erwähnt sein.

Die Strecke des geplanten Verlauf des Elsterradweges von Plauen nach Elsterberg ist geschafft.



Länge
überwundene Höhenmeter

„Alte“ Strecke

21,7 km
370 m

„Neue“ Strecke

19,6 km
363 m

Für die Höhenmeter habe ich die GPX-Tracks noch mal in GPS-Track-Analyse.net importiert, die SRTM-Höhendaten zugewiesen und die damit ermittelten statistischen Daten ausgelesen.

Das war im Ergebnis doch etwas überraschend. 2 km kürzer das hätte ich so nicht vorhersagen können. Aber obwohl ein ständiges auf und ab und gefühlt ziemlich anstrengende Anstiege dabei sind, unterscheiden sich die Höhenmeter zwischen beiden Strecken im Prinzip nicht.
Jedoch hat die geplante Strecke wenige kräftige Ansteige, beim bisherigen Originalverkauf sind es mehr und kürzere Anstiege. Der häufige Wechsel erscheint dann vermutlich weniger anstrengend.
Eine echte Herausforderung ist die Abfahrt nach Elsterberg beim Enka-Gelände, gute Bremsen sollte das Rad hier auf jeden Fall besitzen. Die bisherige Gippenabfahrt war allerdings ähnlich steil.

War die bisherige Strecke schon nicht gerade als „flussnah“ zu bezeichnen, so ist der geplante Verlauf noch weiter von der Weißen Elster entfernt.

Ich gehe mal davon aus, dass an einigen Stellen ein brauchbarer Fahrbahnbelag hergestellt wird, insbesondere der Feldweg bei Scholas ist so eigentlich eine Zumutung. Mit MTB geht das, aber nicht alle sind mit MTB unterwegs.
Der gesamt Abschnitt von Campingplatz Gunzenberg bis Neudörfel benötigt eine vernünftige Lösung und das abgesetzt von der Straße. Auf der Staumauerkrone sehe ich da allerdings erhebliche Probleme, die derzeitige gemeinsame Nutzung mit Fußgängern führt an mindestens an Wochenenden zu Konflikten.
Und der Übergang Radweg-Straße bei Möschwitz kann dabei auch gleich verbessert werden.

Der geplante Verlauf des Elsterradweges nach meiner Aufzeichnung bei

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Ein Gedanke zu „Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67 [Teil 4] “

  1. Wie gewünscht sehr gut geschrieben,wird aber kein Planer lesen.Interessant ist der Downhill rückzu , der Radweg wird in beiden Richtungen befahren…….

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Etwas Mathematik...