Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 67

Im Herbst letzten Jahres wurde die Vorzugsvariante für den Abschnitt Ruppertsgrün nach Elsterberg vorgestellt. Soweit ich aus den Presseberichten schließe, wurde das im Gemeinderat von Pöhl und im Stadtrat von Elsterberg vom Ingenieurbüro Bräunel aus Plauen präsentiert.
In Plauen wurde zwischenzeitlich ein Stück Radweg stadtauswärts entlang der Weißen Elster fertig gestellt, das später sicher auch in den Elsterradweg integriert wird. Dank einer freundlichen Erinnerung, habe ich mir den künftigen Streckenverlauf des Elsterradweges zwischen Plauen und Elsterberg genauer angesehen. Zumindest, soweit das aus Presseberichten abzuleiten ist.

Der offizielle Verlauf ist aktuell in Plauen über die Streichölzerbrücke und den alten Postweg nach Chrieschwitz. Von hier geht es an der Kläranlage vorbei am (wenig familientauglichen) Elsteruferweg Richtung Lochbauer. Über Pfaffenmühle, Röttis, und Jößnitz geht es nach Steinsdorf. Über kleinere Anstiege geht es über Cossengrün und Görschnitz zur Gippe Elsterberg und weiter ins Zentrum.

Auf diesem Verlauf beträgt die Streckenlänge 21,7 km und es sind 382 Höhemeter zu überwinden. (Höhenmeter bestimme ich mit Import der Strecke in BaseCamp. Damit ist es zumindest vegleichbar.) Der größte Abstand zur Weißen Elster dürfte bei Steinsdorf zu finden sein und etwa 2 km Luftlinie betragen.

Für die künftige Strecke starte ich bei Kilometer 0 an der Postmeilensäule neben der alten Elsterbrücke in Plauen.

Plauen, Postmeilensäule

Ab hier führt zunächst der ausgebaute Radweg entlang der Elster parallel zum Mühlgraben bis zur Stresemannstraße.

Hier trifft der Radler auf ein erstes „nettes“ Hindernis, eine Treppe. Das wurde vor knapp 10 Jahren beim Radlerstammtisch mit der Stadtverwaltung, der damalige Baubürgermeister Levente Sárközy war mit auf dieser Tour, schon arg kritisiert. Ohne Erfolg. Auch aktuell in der Freien Presse diese Stelle erwähnt und eine Rampe gefordert. Die vorhanden Schiebehilfe wird von Klaus Gerber als zu steil und damit als gefährlich eingeschätzt.
Laut Stadtverwaltung Plauen, Baubürgermeisterin Kerstin Wolf, ist der Bau einer Rampe zu teuer, das Geld sei nicht im Haushalt veranschlagt. Außerdem werde so verhindert, dass Radfahrer am Ende der Rampe zu schnell auf den Gehweg auffahren.
Allerdings bleiben auch Rollstuhlfahrer außen vor.

Nach Überwinden der Treppe und der Stresemannstraße (eigentlich führt der Elsterradweg über die Fußgängerampel…) geht es weiter entlang der Elster bis zur Streichhölzerbrücke. Beim neuen Verlauf geht es allerdings nicht die Brücke rauf, sondern entgegengesetzte Richtung zur Hammerstraße (im Foto im Rücken des Fotografen)
Der Radwegweiser zeigt mit seinem Zusatzschild „Elster“ noch zum Alten Postweg.

Ein Stück Rähnisstraße führt zur Hammerstraße. Der Fußweg ist als gemeinsamer Rad-/Fußweg gekennzeichnet. Achtung, aus den Hauseingängen kommen doch gelegentlich Anwohner!

Die Hammerstraße ist stadtauswärts gesehen rechtsseitig mit einem Rad-/Fußweg versehen, der bis zum Hammerplatz reicht. Hier geht es an diversen Industrie- und Gewerbeeinrichtungen entlang, unter anderem dem Stahlbau Plauen.

Kilometer 2,0 : Ab Hammerplatz geht es auf einem neu ausgebauten Stück Radweg entlang der Elster weiter. Bis zur Unterquerung der B173 ist die Strecke asphaltiert.

Ab Unterquerung geht es auf hydraulisch gebundener Decke (?) weiter.

Wie sich solch eine Deckenkonstruktion bewährt, ist an der Straße Reiboldsruh-Mehltheuer zu sehen. Allerdings ist dort etwas mehr Verkehr mit Kraftfahrzeugen.

In Chrieschwitz führt der Weg zur Möschwitzer Straße. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich diese Kreuzungskonstruktion als gelungen oder missglückt betrachten soll.

Ab hier beginnt der erste Anstieg auf dem Weg nach Elsterberg: knapp 2 km mit 60 Höhenmetern.
Klingt nicht viel, zieht sich aber hin.

Auf der Höhe bietet sich mitunter eine durchaus schöne Aussicht, zumindest in westliche Richtung, wo im Tal in einigen hundert Metern Entfernung die Weiße Elster fließt.
Unangenehm wird dieses Stück bis Möschwitz, wenn der Wind aus Nordost weht, die freie Fläche bremst den Wind nicht.

Die Fortsetzung ab Möschwitz folgt im nächsten Artikel.

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Etwas Mathematik...