Baustellenreport

Meine sonntägliche Tour führte mich an einigen Baustellen in und um Plauen vorbei.

In Kauschwitz war ich schon längere Zeit nicht, der Bau der Ortsdurchfahrt ist offenbart ganz gut vorangekommen, Randsteine sind gesetzt und eine Asphaltdecke ist auch schon aufgebracht.

Bei dem Bau dieser wassertechnischen Anlage am Pietzschebach ist ein größeres Betonbauwerk im Entstehen. Bin mal gespannt, was das wird, wenn es fertig ist.

Im Chrieschwitzer Hang entstehe ein REWE-Markt. Inzwischen entsteht der schon recht lange, immerhin sind auf dem Parkplatz jetzt Baufortschritte zu sehen.

Und es gibt tatsächlich ein Bauobjekt, das jetzt fertig gestellt ist: der Wohnmobilstellplatz am Neustadtplatz!

Außer dem kleinen Bus standen heute allerdings keine Wohnmobile auf dem neuen Platz. Die hatten sich alle noch auf den Neustadtplatz abgestellt. Laut Medienberichten soll der neue Platz nach Eröffnung aber doch recht gut angenommen worden sein.

132

132? Was hat es mit dieser Zahl auf sich?

Das stand nach rund 7,5 Stunden fahrt als Tagesstrecke auf dem Tacho. Ich hatte doch schon vom Inneren Grünen Ring geschrieben und dort den „Grünen Ring“ erwähnt, der es auf über 130 km Streckenlänge bringt. Ja, ich kann die reichlich 130 km bestätigen. Allerdings bin ich entgegen der Empfehlung an einem Tag rundrum gefahren.

Start war am Bahnhof in Böhlen. Dank 9-Euro-Ticket bin ich sicherheitshalber mit dem PKW angereist. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Kraftwerk Lippendorf, die Radroute führt unmittelbar daran vorbei.

Hinweis für Klimaschützer: Das sind keine Schornsteine sondern Kühltürme. Und oben kommt da kein CO2 raus, sondern Wasserdampf.

Der Gründe Ring ist relativ gut ausgeschildert, erkennbar an einem Zusatzschild mit der Aufschrift „Grüner Ring Leipzig“ und einem zerzauselten ringartigen Symbol, dessen Bedeutung ich noch nicht enträtselt habe.

Die Strecke führt außen um Leipzig herum, an etliche Stellen begegnet man markanten Gebäuden oder Landschaftsteilen.

Vom Rathausplatz in Schkeuditz ist nur ein kurzes Wegstück bis an den Flughafen Leipzig/Halle. Der Flughafen liegt im Bereich Frachttransport auf Platz zwei in Deutschland. Und am Rand, entlang der Radstrecke sind noch größere Bauvorhaben im Gange.

60 km liegen hinter mir und ich habe es aus dem Süden Leipzigs in den Norden geschafft. Mein Plan war es, bis an den Schladitzer See zu fahren. Dort gibt es am Restaurant LEVANTE eine Ladestation für E-Bikes. Und vermutlich auch Gelegenheit für ein Mittagessen. Vom Grünen Ring ist das ein Umweg von knapp 1 km (hin und zurück!).
Ja, es gibt dort eine Ladestation und diese funktioniert auch! Die Nutzung war zumindest bei meinem Besuch kostenfrei möglich.
Von der Terrasse des Restaurants bietet sich ein schöner Blick über den See und das Essen (ich hatte Tapas) war wirklich gut.

Nach einer reichlichen Stunde Pause hatte mein Akku und ich selbst wieder etwas Energie geladen und die fahrt konnte weitergehen.

Die Wege sind entlang der Strecke von unterschiedlicher Art, es gibt asphaltierte Strecken, Radwege an Straßen, Kopfsteinpflaster, Feldweg und auch mal bessere Trampelpfade.

Zumindest bei dem trockenen Wetter während meiner Fahrt waren die Wege auch alle gut nutzbar.

Gegen Ende der Tour ging es noch am Schloss in Belgershain vorbei.

116 km habe ich hinter mir. So langsam werden die Beine immer schwerer und es wird mehr Wille, als Kraft, die Strecke zu Ende zu bringen. Theoretisch hätte ich die Runde ohne Zwischenladung geschafft. Aber hier, so 20 km vor dem Ziel, war ich dann doch froh, mal eine Stufe höhe Motorunterstützung nehmen zu können. Dann fühlt sich der Rest bis zum Ziel nicht ganz so zäh an.

Entlang der Radroute stehen immer wieder mal Infotafeln zum Grünen Ring, die den aktuellen Abschnitt präsentieren.
Und natürlich, die Strecke führt weitestgehend durch die (abhängig von der Jahreszeit) grüne Natur, wie hier im Schlosspark entlang der Kleinen Pleiße.

Für die 132 km , das Navi meint 134 km, habe ich Fahrzeit die oben gezeigten 7:34 benötigt, gesamt war ich 9:40 unterwegs.

Es war hier die persönliche Herausforderung, die mich gereizt hat, diese Tour an einem Tag zu fahren. Anstrengend, natürlich wenig Zeit sich manche Dinge näher anzusehen, aber am Ende erfolgreich bewältigt.

Die Tour habe ich bei Outdooractive veröffentlicht.

Das GPX-File ist im Downloadbereich ebenfalls zu finden.

Grüner Ring, Leipzig
Grüner Ring, Leipzig
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Hungerstein

Trockene Jahre führen oft dazu, dass die Talsperren deutlich niedrigere Wasserstände aufweisen. An der Talsperre Pöhl tauchen dann schon mal Reste des versunkenen Dorfes Pöhl auf. Oder in der Trinkwassertalsperre bei Werda wird der sogenannte Hungerstein sichtbar. Der Pegel der Geigenbachtalsperre ist derzeit 2,5 m unter dem Stauziel.

Bei meiner fahrt zur Talsperre gab es von Großfriesen zunächst einen frühmorgendlichen Blick auf Plauen.

An der Talsperre ist gut zu erkennen, dass da einiges an Wasser fehlt. Und schon von der Vorsperre aus ist der Hungerstein sichtbar.

Über den Felsenweg 3, eine Wanderroute an der Talsperre, gelangt man in die Nähe des Hungersteins.

Ich bin dem Felsenweg weiter gefolgt, um die Krone der Staumauer zu überqueren.

Windstärke 11

Am 25. Juli zog ein Sturm mit Windstärke 11 durch das Plauener Stadtgebiet und die Umgegend. Windstärke 11 gilt als orkanartiger Sturm mit Geschwindigkeiten bis 117 km/h.
Dieser Sturm hat erheblich Schäden hinterlassen und erhebliche Schäden hinterlassen. Auch am Elsterradweg zwischen Kürbitz und Straßberg sind Sturmschäden zu sehen. Hier wurden Bäume Opfer des orkanartigen Sturmes.

Straße umgebaut

An der Baustelle im Gewerbegebiet Oberlosa war ich letztens schon mal.

Aber das die Straßenführung komplett umgebaut wird, habe ich im Juni nicht gesehen. Die Obermarxgrüner Str. geht jetzt nicht mehr einfach gerade aus. Diese wurde ein Stück zu einem (vermutlich) Fußweg oder Radweg, natürlich mit Poller!

Allerdings mündet der Weg nur wenig weiter in Richtung Oelsnitz wieder auf die Straße.

Den genauen Grund des Umbaus kenne ich nicht, ich vermute, dass es mit der Erschließung als Gewerbegebiet zu tun hat.

Bild am Sonntag

An diesem Wochenende durchquerte die Erde wieder den Perseiden-Strom, kleine Gesteinsbrocken aus einem Kometenschweif, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen und zur Sternschnuppe werden.

Ich wollte es zumindest versuchen, eine solche Lichterscheinung zu fotografieren. Also mit Stativ, Kamera und Fernauslöser einen abgelegenen Platz außerhalb Plauens gesucht und rund eine Stunde Fotos mit Langzeitbelichtung gemacht. Auf Foto ist leider nichts, gesehen habe ich zwei Sternschnuppen.
Vielleicht lag es auch am doch recht hellen Mond.
Aber eine Effektaufnahme von roten Rücklichtern habe ich noch eingefangen.

Grüner Graben im Schwarzwassertal

Im Juni 2021, ja, es ist wirklich über ein Jahr her, kam über den Newsletter vom Freistaat Sachsen eine Meldung vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (früher kurz SMUL, jetzt SMEKUL genannt) zur Sanierung des Grünen Grabens im Schwarzwassertal bei Marienberg. Klang interessant, zumal es sich um ein Bergbaudenkmal handelt. Aber immer wieder vor mir hergeschoben oder vergessen. Ende Juli habe ich mir das als Tour vorgenommen und habe das Schwarzwassertal per Bike erkundet.

Als Startort habe ich Pobershau gewählt. Da der Ort eh nicht per Bahn zu erreichen ist und das 9-Euro-Ticket immer noch eine Radmitnahme als Risiko erscheinen lässt, bin ich gleich mit dem PKW dahin gefahren.
Von Pobershau geht es auf meiner gewählten Strecke zunächst bergauf in Richtung Kühnhaide.

Im Bereich der Gaststätte Schwarzwassertal und dem dort gelegenen Parkplatz beginnt der Schwarzwassertalweg.
Was ich allerdings bei meiner Planung offenbar völlig übersehen habe, der Grüne Graben verläuft an etwas anderer Stelle. als der Talweg. Da muss ich vielleicht doch noch mal dahin fahren.
Am Start zeigt ein Wanderwegweiser, welche Ziele auf den nächsten Kilometern zu sehen sind und dass es bis Flöha 52 km sind. Außerdem heißt der Weg hier Pockautalweg.

Der Pockautalweg oder Schwarzwassertalweg führt ob Kühnhaide durch eine ausgesprochen sehenswerte Landschaft entlang der Schwarzen Pockau.

Dem Namen „Schwarze Pockau“ trägt das Flüsschen nicht zu unrecht. Das Wasser kommt tatsächlich ziemlich dunkel gefärbt daher. Ursache ist der Ursprung der Pockau in einer moorigen Gegend.
An einer Sitzgruppe für eine kurze Rast wurde ein kleines Hammerwerk aufgebaut, handbetrieben. Hier in der Gegend wurde früher Bergbau betrieben und nicht weit entfernt in Annaberg-Buchholz kann ein solches Hammerwerk im technischen Museum Frohnauer Hammer in Originalgröße und in Betrieb besucht werden.

Die Pockau hat sich im Laufe der Zeit tief in die Landschaft gegraben, Zeugnis dessen sind verschiedene eindrucksvolle Felsformationen, an denen der Weg entlang führt. Beispielsweise sind das die Taufelsmauer und der Nonnenfelsen.

Wer nicht mit Bike unterwegs ist und auch nicht zu Fuß das Tal erkunden, kann in einer Pferdekutsche mitfahren.

Am Ende des Schwarzwassertalweges, der inzwischen zur Schwarzwassertalstraße (laut Google Maps) geworden ist, befindet sich noch ein touristisches Highlight zum Schmunzeln: der Schaukasten Freie Republik Hinterer Grund“. Hinterer Grund ist ein Gemeindeteil von Marienberg und umfasst einige Ansiedlungen im Pockau-Tal.

Welche Bedeutung der Zusatz „Freie Republik“ bedeutet, konnte ich nicht ermitteln.
Von hier kann der kurze Weg zurück zum Startpunkt beim Museum in Pobershau genommen werden oder man fährt noch etwas weiter im Tal der Pockau. Ich bin noch bis Niederlauterstein zur Burgruine Lauterstein gefahren. Gelegentlich sind auch in der Schwarzen Pockau die berühmten Steinmännchen zu sehen.

Über Marienberg bin ich zurück zum Ausgangspunkt meiner Tour. Allerdings musste ich mich etwas sputen, denn ich wollte ja die Führung im Schaubergwerk „Molchner Stolln“ mitmachen und dazu heißt es rechtzeitig vor Ort sein. Gut, es war nicht ganz so pünktlich und das Bike musste ja auch noch verstaut werden, aber paar Minuten Wartezeit waren kein Problem.
Wer in der Gegend unterwegs ist und Zeit und Interesse für Bergwerk besitzt, sollte sich das Bergwerk auf jeden Fall ansehen.

Eine unangenehme Überraschung ereilte mich nach dem Besuch im Bergwerk: Platten am Hinterrad.

Ich hatte mir eine Reißzwecke eingefahren, muss wohl auf dem Parkplatz oder in unmittelbarer Nähe passiert sein, denn während der Fahrt hatte ich nichts bemerkt.

Die Tour habe ich bei Outdooractive veröffentlicht.

Die GPX-Datei ist außerdem im Downloadbereich zu finden.

Tal der Schwarzen Pockau
Tal der Schwarzen Pockau
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