Werratal-Radweg – Tag 1: Baustellen

Flußradwege bin ich schon längere Zeit nicht mehr entlang geradelt, mit dem Werratal-Radweg wollte ich das in diesem Urlaub ändern.

Die Quellen der Werra sind am Rennsteig in der Nähe von Neuhaus am Rennweg. Der Bach und spätere Fluss fließt über 300 km nach Hann. Münden und vereinigt sich dort mit der Fulda zur Weser. Der Radweg entlang des Flusses beginnt üblicherweise in Neuhaus am Rennweg und führt dann über 316 km zum Ziel in Niedersachsen. Die erste Quelle der Werra ist allerdings rund 13 km von Neuhaus aR entfernt.

Die Anreise mit der Bahn führt über Hof, Coburg und Sonneberg. Es gibt eine Verbindung mit 3 mal Umsteigen oder eine mit 4 mal Umsteigen, aber eine Stunde eher in Neuhaus. Allerdings ist dabei einmal eine Umsteigezeit von nur 6 Minuten. Ich habe mich für die Variante mit 4 mal Umsteigen entschieden, eine Stunde mehr Zeit bis zum Tagesziel kann nicht verkehrt sein. Sollte der Umstieg nicht klappen, bleibt immer noch der Rückgriff auf die andere Verbindung, die Strecke ist nämlich identisch.

Aber es hat, muss man doch mal sagen, alles geklappt, die Bahn war am Anreisetag Montag pünktlich und ich war gegen 10:50 in Neuhaus am Rennweg.

Eigentlich wollte ich in Themar übernachten, leider habe ich keine Übernachtung gefunden, daher geht es am ersten Tag nur bis Reurieth, rund 60 km.

Erstes Ungemach kam auf halber Strecke zur Quelle in Form einer Baustelle auf dem Rennsteig-Radweg. Nur habe ich an der ersten Stelle keine Hinweise auf Umleitung gesehen, das war erst beim Ort Limbach. Der Rennsteig-Radweg war hier komplett gesperrt, die Umleitung erfolgt über die Bundesstraße. Sehr schön….

Also geht es über die B281 bis Siegmundsburg zur ersten Werraquelle.

Das ist die sogenannte „Hintere“ Quelle, demnach es also noch eine „Vordere“ Quelle geben muss. 1492 wird diese Quelle erstmals als Fonts werrae erwähnt, zugehörig zur Grafschaft von Friedrich von Lonerstat.

Die zweite Quelle habe ich angesichts der Umleitung und dem Anstieg zur Quelle weggelassen. Zum Ausgleich habe ich eine kurze Rast am Werrateich eingelegt.

Bei schönem Wetter bietet sich immer wieder ein toller Blick über das Werratal, wie hier in der Nähe von Harras.

Die Zeit vergeht, es ist bereits Nachmittag und da sollte sich doch irgendwo eine Bäckerei oder ein Café finden lassen, beispielsweise am Markt in Hildburghausen.

Bis zum Ziel sind es nur noch 10 km, unterwegs geht die Strecke noch durch Häselrieth mit seiner Kirche St. Wigbert.

Vom Werratal-Radweg geht es für mich noch zwei Kilometer bergan zum Quartier im Gasthof „Zur grünen Aue“.

63,5 km habe ich heute bis zum Tagesziel zurückgelegt. Abendessen gibt’s im Gasthof und außerdem will ich noch ein Quartier für den nächsten Tag finden.

Diesen Artikel teilen mit: Email this to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Etwas Mathematik...