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Das Ding…

Das Ding steht im Syratal, eine Betonsäule wenige Meter neben der Syra auf einem kleinen Hügel. Da bin ich schon oft daran vorbei gefahren, ich hatte das wohl in Richtung einer alten wassertechnischen Einrichtung eingeordnet.

Ein Wanderer ist im Syratal darauf aufmerksam geworden und hat versucht, den Sinn der Säule herauszufinden, wie heute in der Freien Presse zu lesen war. Die Presse hat verschiedene Institutionen dazu befragt bis hin zum Stadtarchiv. Aber ohne konkrete Erfolge. Rein spekulativ sei eine Funktion als Kontrollschacht für eine früher geplante Talsperre der Syra.

Also steht „das Ding“ weiter als Rätsel im Syratal. Allerdings nur noch bis September, wie im Zeitungsartikel zu lesen war, dann wird das Bauwerk abgebrochen.

Seltsam erscheint mir, dass es auf einem Hügel errichtet ist und zumindest jetzt mit einer Öffnung in Bodennähe eine Art Kaminofen darstellt.

Vielleicht wird sich auch noch auflösen, was das eigentlich darstellt, falls ein Zeitungsleser über diese Kenntnis verfügt.

Bikewelt Schöneck – MTB Route #8

In unserer Bikewelt in Schöneck gibt es ja neben dem Areal für Downhill eine Reihe weiterer ausgewiesener Radtouren und MTB-Strecken. In meiner Sammlung fehlte noch die Tour MTB 8 mit dem Namen „Kammtour“. Da ich mir für meinen PKW endlich eine Hängerkupplung und einen Radträger zugelegt habe, ist An- und Abreise zum Startpunkt in Schöneck etwas bequemer und flexibler. Ich nutze ja wirklich gern die Bahn, aber gerade am Wochenende besteht die Gefahr, dass schon zuviele Räder in der Bahn mitfahren und ein Takt von zwei Stunden kann für die Rückfahrt doch zu einiger Wartezeit führen. Also Bike huckepack aufs Auto und ab nach Schöneck. Startpunkt ist am Parkhaus am Ferienpark.
Die Strecke ist mit den Standard-Radwegweisern für MTB und einer roten 8 gekennzeichnet.

Direkt am Kreisverkehr an der Einfahrt zum Ferienpark beginnt die Strecke. Zunächst geht es im Wald parallel zur S301 und dann nach Überquerung selbiger eine lange Gerade in Richtung Hämmerlinghütte (die ich übersehen habe). Vorbei an der Talsperre Muldenberg geht es in Richtung Topasfelsen, wie Wegweiser bereits anzeigen.
Der Topasfelsen mit Aussichtsplattform ist dann unübersehbar am Wegesrand zu finden.

Der Topas gehört zu den Edelsteinen und wurde hier am Schneckenstein bereits vor 1727 abgebaut, allerdings ohne Kenntnis und Erlaubnis der sächsischen Krone. Erst 1727 meldete Christian Kraut die Fundstelle beim Kurfürsten an. Im folgenden Jahrzehnt wurden die schönsten Topase verschliffen, die Topasgarnitur ist im Grünen Gewölbe in Dresden zu besichtigen. Um 1800 herum wurde der Abbau eingestellt. [Quelle: Infotafel am Topasfelsen] Der Topas vom Schneckenstein wurde auch in der englischen Königskrone verwendet.

Nach knapp 14 km Strecke geht es zum höchsten Punkt der Route auf etwa 910 müNN.

Weiter geht es auf der Höhe von etwa 900 m zum Parkplatz an der Passhöhe von Mühlleithen.

Vereinzelt musste ich Abweichungen von der ausgewiesenen Strecke zum Verlauf laut GPX-Datei von der Outdooractive-Seite feststellen. Beispielsweise soll demnach die Route hier kurz nach dem Waldhotel Vogtland die Strecke über den Grasweg führen. Die Wegweisung folgt jedoch dem Hauptweg.

Die Route führt an der Lutherkirche Brunndöbra vorbei. Gute Gelegenheit, kurz zu verschnaufen, denn jetzt geht es über rund 230 Meter in die Höhe.
Ein Blick zurück bietet Aussicht zum Aschberg, der mit seinem Turm gut zu erkennen ist.

Kurz vor Ende des Anstiegs versperrte ein rot-weißes Flatterband die Weiterfahrt. Aber warum? Und wie kommt man weiter? Denn Umleitungen im Wald werden eher selten ausgewiesen. Es ist nichts zu sehen, keine Baufahrzeuge, keine Forstfahrzeuge und auch keine Sperrscheibe nach StVO. Kurz entschlossen fahre ich die MTB-Route 8 einfach weiter. Es war auch im weiteren Verlauf nicht zu erkennen, was der Grund für die halbherzige Sperrung sein sollte.

Von Kottenheide geht es wieder in Tal und danach den Wolfsbachweg wieder hinauf zum Startpunkt in Schöneck. Den Wolfsbachweg bin ich schon einige Male gefahren, auch ohne Elektrounterstützung. Aber mit einem E-Bike macht es echt mehr Spaß, den Berg da wieder hinauf zu fahren. 😉

Eine Überraschung negativer Art hatte das Parkhaus im Angebot:

Gut, es gibt noch weitere Automaten, um das Parkticket zu bezahlen. Aber ein weiterer Automat hatte ein identisches Schild am Display kleben und der Automat daneben wollte meine Münzen partout nicht akzeptieren. Und wo zur Hölle ist das Wander- und Loipenhaus? Kein Hinweis, kein Lageplan. Also bin ich auf Suche gegangen, habe einen Arbeiter vor Ort befragt und das Loipenhaus im Gebäude am Bahnhof gefunden. Im Gespräch mit der Kollegin vom Loipenhaus habe ich auf meine Schwierigkeit hingewiesen, diese alternative Stelle zum Zahlen des Parktickets zu finden.
Bei meinem nächsten Besuch, und wieder einem defekten Automat, war aber ein kleiner Hinweis zum Standort des Wander- und Loipenhauses zu finden. Dankeschön.

Der Streckenverlauf:

Sächsische Städteroute – Fazit

Die Sächsische Städteroute führt einmal quer durch Sachsen von Posterstein nach Görlitz, wobei das erste Stück noch in Thüringen verläuft.
Es wird eine Vielzahl interessanter Orte besucht, egal ob der eher historisch industriell geprägte Westteil mit Crimmitschau und Chemnitz, die Berbbauregion um Feiberg oder Orte sächsischer Geschichte, wie Augustusburg, Meißen oder Bautzen.

Die Strecke ist geprägt von der hügeligen Mittelgebirgstopografie Sachsens, das bedeutet, es geht eigentlich regelmäßig bergauf und bergab. Wer die flachen Verläufe von Flußradwegen mag, ist hier auf der falschen Strecke unterwegs. Verschiedene Anstiege brauchen etwas Kraft in den Beinen oder einen gut gefüllten Akku im E-Bike.

Die Strecke ist im überwiegenden Teil recht gut mit Wegweisern versehen.

Teilweise geht es auf der D-Route 4 entlang, die von Aachen nach Zittau führt.

Meine Aufzeichnung der Strecke:

Auf Bikemap wird die Länge mit 315 km angegeben bei 3.700 Höhenmetern. Garmin Basecamp und GPS-Track-Analyse.NET berechnen die Streckenlänge mit 350 km, was auch der Angabe im Original auf Outdooractive entspricht.
Allein bei den Höhenmetern gibt es erhebliche Differenzen:
Bikemap: 3.700 m
Garmin Basecamp: 3.500 m
GPS-Track-Analyse.NET : 4.500 m (mit zugewiesenen SRTM-Höhendaten)
Outdooractive: 2960 m
Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte, gefühlt hat GPS-Track-Analyse.NET recht. 😉

Ob meine Streckenaufzeichnung den tatsächlichen Verlauf der Sächsischen Städteroute immer korrekt darstellt, vermag ich nicht zu beurteilen. Insbesondere im westlichen Teil von Posterstein bis etwa Chemnitz ist die Routenwegweisung entweder nicht ohne weiteres erkennbar oder schlicht nicht vorhanden. Auch einen Hinweis, ob die Route hier identisch mit der D4 verläuft, habe ich nicht gefunden.

Meine Aufzeichnung der Strecke ist im Downloadbreich zu finden.

Eine Kritik gibt es an der offiziellen Strecke, die auf Outdooractive verfügbar ist.
Auffällig ist in der Kartendarstellung, dass Sehenswertes nur im östlichen Teil eingetragen ist, also von Görlitz bis Nossen. Und schaut man sich den Track genauer an, so ist zu erkennen, dass im westlichen Teil der Strecke die einzelnen Trackpunkte grob und ungenau gesetzt werden. Das hat zur Folge, dass der GPX-Track nicht mehr den Straßen folgt.
Ein Beispiel habe ich bei Meerane dargestellt:

Screenshot von Outdooractive.com
Copyright: Leafleet | OpenStreetMap

Unterwegs entdeckt

Die Tour liegt zwar schon etwas zurück, weil ich zunächst die Artikel zur Städteroute veröffentlichen wollte.

Mein Dank geht an die Verunstalter der Radwegweiser in Syrau, die unbedingt ihre Aufkleber beim Drachenrundweg draufpappen müssen. Klebt euch das zu hause an den Spiegel!

In Plauen ist die nächste Baustelle eröffnet. Allerdings betrifft diese nicht den Elsterradweg, sondern die Bahnhofstraße. Gleise der Straßenbahn werden derzeit erneuert. Im Juli 2019 waren schon einmal solche Bauarbeiten im Gange.

Allerdings stellt sich die Frage, wieso die Gleise auf der Bahnhofstraße nicht mit einer einzigen Baumaßnahme getauscht werden. So wird ja zweimal eine Baustelleneinrichtung erforderlich mit entsprechenden Kosten. Aber was weiß ich schon…

Im Bereich der unteren Bahnhofstraße hatten sich Jugendliche, ich nehme an von Fridays for Future, eine „Kreide-Mal-Demo“ veranstaltet. Unter anderem wurde ein Zeitstrahl gemalt, der die Zeitpunkte des Kohleausstiegs in Ländern der EU aufzeigt.

Da waren dann eben Belgien, Frankreich, Tschechien genannt und mit dem spätesten Zeitpunkt auch Deutschland. Ich befürchte nur, dass die Kids übersehen haben, dass die anderen Länder nicht auch noch gleichzeitig aus der Kernenergie aussteigen. Und wenn Energie aus Atom und Kohle wegfällt, frage ich mich, wo dann eine dauerhafte und konstante Energieversorgung, auch für die geliebten Smartphones der FfF-Kids, herkommt.
Ich glaube, ich lege mir sicherheitshalber eine größere USV zu….

Und in diesen Tagen konnte ich im Gebiet bei Kauschwitz Greifvögel über einem gemähten Feld beobachten.

Umleitung und eine neue Baustelle

Letztens hatte ich schon von dem einsamen Umleitungsschild an der Plamag berichtet. Das habe ich mir doch noch einmal genauer angesehen.

Das Schild weist eindeutig eine Umleitung aus. Und offenbar führt diese in diese Einbahnstraße, die nach rechts von der Bundesstraße abbiegt und Richtung Michhof führt. Aber es steht kein weiterer Hinweis und es ist keinerlei Grund für eine Umleitung zu erkennnen.

Dafür gibt es im Zentrum Plauens eine neue und offenbar längere Zeit dauernde Baustelle.

Im Bereich Bleichstraße, Böhlerstraße und Mühlberg wurde ein größeres Areal eingezäunt und mit Sichtschutz versehen. Die Böhlerstraße endet hier endgültig, die anderen Straßen sind von hier nicht ereichbar. Hinter dem Zaun sind größere Erdarbeiten im Gange. Bislang war dort Parkplatz und Grünfläche.

Am Mühlgraben entlang und weiter in die Bleichstraße führen Alltagsrouten und Querverbindungen des Radverkehrs, zumindest laut Rad-Stadtplan. Vom Media Markt kommend entlang des Mühlgrabens ist ein Durchgang zum Mühlberg freigehalten, etwas schmal, aber ein Rad ohne breiten Kinderanhänger kommt durch.

Vom Durchgang kommt man über ein kleines Stück Mühlberg, den Weg zur Walkmühle und den Durchgang am Mühlgraben zu den Weberhäusern und damit weiter in Richtung Innenstadt.

Später ist meines Wissens ein Fuß-/Radweg durch das derzeitige Baugelände an der alten Hempelschen Fabrik vorgesehen. Zum Teil ist das offenbar fertiggestellt, aber es ist nicht durchgängig und außerdem noch Baustelle.

Ich habe den kleinen Umweg hier mit Bikemap dargestellt:

Umleitung ist allerdings keine ausgeschildert. Das Schild steht ja einsam an der Plamag…

Sächsische Städteroute – Tag 7

Ich habe mich doch tatsächlich noch einmal auf den Weg gemacht, um die letzte Etappe von Löbau nach Görlitz zu fahren. Das ist zwar mit viel Zeit in der Bahn verbunden, aber der persönliche Ehrgeiz, die Strecke fertig zu fahren, hat überwogen. 😉
In Löbau erwartete mich kurz nach dem Start diese Treppe, die Radroute führt wirklich hier entlang. Originell sind die „Rampensteine“, die ein Befahren der Treppe ohne Probleme möglich machen. Etwas Schwung sollte man aber schon haben.
Und noch in Löbau treffe ich auf die X-te Baustelle meiner Radtour quer durch Sachsen.

Es geht am südlichen Rand des Löbauer Bergs in die Höhe, die Anstrengung wird mit einem schönen Panorama belohnt.

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Sächsische Städteroute – Tag 6

Mein Ziel ist Görlitz, von Panschwitz-Kuckau aus sind das knapp 100 km und noch einige Höhenmeter. Unterwegs eine Stelle zum Nachladen der Batterie suchen und eine längere Pause einlegen? Oder in Löbau ein Quartier suchen? Eine weitere Übernachtung fällt allerdings aus persönlichen Gründen aus. Aber da die Tochter mitgeteilt hat, am späten nachmittag nach Plauen zu fahren, habe ich mir überlegt, von Löbau aus die Rückreise anzutreten, ich müsste es schaffen, mit dem gleichen Zug von Dresden aus fahren zu können. Für Löbau-Görlitz ergibt sich vielleicht später noch eine Gelegenheit.
Also geht es früh sofort nach dem Frühstück auf Strecke, vorbei am Kloster in Richtung Bautzen vorbei am Milleniumsdenkmal.

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Unterwegs entdeckt

Entweder ist der Poller neu oder ich habe den tatsächlich noch nie wahrgenommen. Von Altensalz am Uferweg der Talsperre Pöhl in Richtung Gunzenberg steht dieses Hindernis. Immerhin nur ein Poller mittig und links und rechts mit Steinen begrenzt. Auf Schotter lässt sich allerdings keine haltbare Fahrbahnmarkierung auftragen.

Am Neustadtplatz in Plauen hatten sich am 25.07.2020 vier Fleischer-Busse eingefunden. Alle aus verschiedenen Ecken angereist. Saale-Holzlandkreis, Erzgebirgskeis, Cottbus und Dresden waren vertreten. Schöne automobile Stücke, deren Bauajhr um 1970 herum ist. Fleischer war ein Bushersteller in Gera.

Ein seltsames und einsam in der Gegend stehendes Umleitungsschild für Radfahrer habe ich an der Plamag stadteinwärts entdeckt.

Für mich macht das Schild eigentlich keinen Sinn. Der linksseite Radweg ist stadteinwärts für Radfahrer freigegeben und Baustelle gibt es hier auch keine mehr. Beim Beräumen der Baustelle vergessen?

Sächsische Städteroute – Tag 5

Mit rund 80 km liegt heute die längste Tagesetappe vor mir.

Ich sage Tschüss zum schönen Kötzschenbroda und fahre vorbei an der Stadtkirche zurück zum Elbufer, um der Sächsischen Städteroute weiter zu folgen.

Noch ein Blick zu einem Weinberg und dann geht es im Lößnitzgrund entlang. Hier verkehrt auch die gleichnamige Schmalspurbahn. Die Lößnitzgrundbahn wird von der „SDG Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft mbH“ betrieben, die auch für den Betrieb der Fichtelbergbahn und der Weißeritztalbahn zuständig ist.

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