Anruf im Auto

Ein ähnliches Ereignis, wie im Startbeitrag ereilte mich nun wieder. Ich bin mit dem PKW auf der Autobahn unterwegs, wie immer in Eile. Das Handy klingelt und ich melde mich.
Anrufer: „Sie verschicken doch immer diese Bücher mit den Terminen für die Müllabfuhr?“
Blogger: „Guten Tag, ja, das machen wir etwa Mitte Dezmeber diesen Jahres wieder.“
A: „Ich habe nämlich letztes Jahr keinen bekommen und weiß gar nicht, wann ich den Kübel rausstellen muss.“
Häääh, wir haben OKTOBER und bisher noch nie die Tonne rausstellen müssen? Keine Papiertonne vollbekommen? Kein Gelber Sack gefüllt?
B: „Wenn Sie Anfang nächsten Jahres noch keinen neuen Abfallplaner haben, rufen Sie uns doch dann bitte nochmal an, wir schicken Ihnen dann ein Exemplar zu.“
A: „Ich gebe Ihnen gleich mal meine Adresse! Familie B. aus K…..“
B: „Hallo? Ich bin mit dem Fahrzeug unterwegs, ich kann mir da nichts notieren!“
Ich habe zwar eine Freisprechanlage aber keine Freischreibanlage….
A: „Ich will doch nur vorsichtshalber meine Adresse durchgeben.“

Was soll man da noch sagen?

Wieder eine Reifenpanne?

Schönes Wetter lockt mich immer wieder zum Radfahren. Also auf und erneut an der Baustelle „um die Ecke“ vorbei.
Also wirklich viel hat sich da nicht getan…

Zum Vergleich das Bild vom 30.09.:

Auf meiner weiteren Tour musste ich betrüblich eine weitere Reifenpanne bemerken. Allerdings nicht bei mir, sondern irgendein PKW-Fahrer hatte wohl gleich in allen vier Rädern ein Loch und hat kurzerhand die ollen Dinger im Wald liegen gelassen.

Obwohl unmittelbar daneben in 5 Meter Entfernung ein Schild zu finden ist, das den Wald und seine Nutzung darstellt. Die Entsorgung von Abfällen ist dort nicht enthalten.
Ich ärgere mich immer maßlos über solche Verschmutzer unserer Umwelt. Die umweltgerechte Entsorgung über Wertstoffhof oder auch die Reifenwerkstatt kostet nun wirklich nicht viel. Ich werfe doch meinen Müllbeutel auch nicht bei diesen Leuten in den Vorgarten oder ins Wohnzimmer!

Ich will ja nicht immer nur über den Zustand unserer Radwege meckern, nein, es gibt ja auch schön befestigte Wege, wie hier im Plauener Stadtwald.

Aber am Elsterufer entlang sieht das schon wieder anders aus, da muss sich der Radfahrer durch diesen Felseinschnitt hindurchquälen.


Im Widerstreit zwischen Bequemlichkeit und Erhalt der Natur bin ich dann doch eher für Letzteres!

Fortsetzung einer defektierten Radtour

Sicher erinnert sich der Leser noch an meine Radtour mit Doppelloch im Schlauch und einhergehenden Plattfuß.
Ende der Fahrt war damals in der Nähe des Wasserspeichers Mühltroff.

Ganz so matschig wie rechts im Bild ging es nicht weiter, aber in hellen Sonntagsklamotten ist der Weg auch nicht die schönste Freude:

Es ist zwar kein ausgeschilderter Hauptwanderweg aber eine viel begangene Strecke. Und auch vielbefahren.Preisfrage? Was ist das da zwischen Weg und Straßenbahngleis?

Antwort: Das ist das Geländer für unsere lieben Fussballsportfreunde. Der Weg vom Stadion zum Bahnhof und zum Stadtzentrum führt hier entlang. Und diese Balkenkonstruktion in Fusshöhe scheint wohl das einzige zu sein, dass den Fussballfans am Ende eines Spieles einigermaßen wiederstehen kann. Die mehrmals angebrachten und wieder aufgebauten Holzgeländer haben selten mehr als ein Spiel überstanden. Schade.

Verkehrsbauwerke

Am 3. Oktober begab ich mich mit meinem Radfahrkumpel R. wieder mal auf eine größere Tour. Diese führte uns zunächst am neu gebauten Gewerbegebiet im Plauener Süden vorbei. Es geht voran, die Hauptzufahrtsstraße ist ebenfalls fertig. Und ein , nun ja, ich möchte sagen kunstvoll designter Kreuzungs- und Einfahrtsbereich ist entstanden. Momentan sieht es so aus, als hätte der Verkehrsplaner sein CAD-Programm in Bezug auf die Konstruktion von Kurven voll ausgereizt. In den Bildern leider nicht ganz so gut zu erkennen.


Hier der Blick aus dem Gewerbegebiet zur Ausfahrt mit Kreuzung. Man sollte ja davon ausgehen, dass die Lieferfahrzeuge für die Gewerbetreibenden hier (Automobilbranche) durchaus Sattelschlepper sind. Und die Truckerfahrer freuen sich immer über solche engen und kurvenreichen Stellen. Mit Sicherheit ist alles gemäß irgendeiner DIN oder EU-Vorschrift gebaut. Aber in den seltensten Fällen sitzen die Planer auf dem Bock! Schade eigentlich….

Und hier das ganze noch mal von der anderen Seite.

Aber da wir grade bei Verkehrsbauten sind.
Wer schreibt eigentlich vor, dass Radwege (ausgeschildert!!!) solche Kanten am Übergang von und zur Straßen haben müssen/dürfen????

Die Kante hat locker 5 cm ist aber immerhin mit leicht gebrochener Kante versehen. Ich habe das auch schon als echte 90°-Ecke gesehen. Bei normalen Wetter ist das schlichtweg unangenehm und für die Lebensdauer der Reifen nicht förderlich (oder steckt da die Lobby der Reifen-Hersteller dahinter???). Im Winter ist das tödlich. Selbst schon erlebt, als ich diese Kante noch nicht in der Gefahrenstellendatenbank meines Hirns abgelegt hatte. Leicht zugeweht, unsichtbar für den Radfahrer und schon lag ich samt Rad scheppernd auf der Straße. Das gehört meiner Meinung nach in die Kategoerie „gemeingefährlich“.

Leider eine weit verbreitete Unsitte.

Egal, unsere Fahrt zog sich weiter durchs Vogtland um die Talsperre Pöhl herum um mit einem herzhaften Essen in der bekannten Ausflugsgaststätte „Lochbauer“, naja, nicht zu enden, aber zu pausieren.

Sonntagsradrunde

Das schöne Wetter am Sonntag hat mich gegen Mittag auf eine kleine Runde an der Talsperre Pirk entlang gelockt. Nichts außergewöhnliches, einfach 40 Kilometer, leichte kleine Berge, etwas Waldweg und schöne Landschaft.

Eine Änderung musste ich aber bemerken. Der schöne Aussichtsfelsen an der Talsperre wurde jetzt mit einem Geländer gesichert.

Aber nicht das dass ein Hinderungsgrund war, noch ein schönes Bild mit Blick über die Talsperre zu schießen.

Schließlich wird das für einige Zeit die letzte Gelegenheit für ein solches Foto gewesen sein. Ab 01.Oktober wird für Entschlämmungsarbeiten der Wasserspiegel der Sperre um mindestens 6 Meter abgesenkt.

Immerhin bleiben die Radwege erhalten… 😉

Müll bei Kik

In meinem vergangenen Urlaub habe ich statt meiner bevorzugten Regionalzeitung gelgentlich „Die Welt“ im Zeitschriftenladen gekauft und mich auf dem aktuellen Nachrichtenstand gehalten.

In der Ausgabe vom 14.09.2007 erschien ein Interview mit Stefan Heinig, dem Gründer des Textildiscounters Kik. Neben vielen Aussagen zu seiner Firmenplolitik, die der geneigte Leser bitte selbst nachlesen sollte, meinte er: „Die großen Tonnen haben wir abbestellt, wir
bestellen nur noch das, was wir unbedingt müssen. Ich halte die Müllgebühren
in Deutschland für einen Skandal. Wir verkaufen unseren Papiermüll und
unseren Schrott selber, das bringt noch einen Deckungsbeitrag. Hier in der
Zentrale mit fast 500 Mitarbeitern reicht eine der großen gelben
Containertonnen. Wir nennen das Umweltschutz.“

Nun gut, sicher kann man auch seine Entlohnung (lt. Artikel unter 5 Euro/Stunde für die vielen bei ihm angestellten Aushilfen) als Skandal auffassen, aber das ist allein seine Sache.

Aber wenn Herr Heinig schon groß von Umweltschutz spricht, sollte er wissen, was „Abfallentsorgung“ bedeutet, was für ein Service ihm da eigentlich geboten wird. Ich kenne nicht die Abfallwirtschaftssatzung bei seiner Firmenzentrale, aber ich kenn die Abfallgesetzgebung und weiß, dass auch für ihn und seine Filialen bundesweit gewerbliche Regelungen (Gewerbeabfallverordnung und die aktuelle, zum Teil höchstrichterliche Rechtssprechung) gelten. Diese kann man natürlich gebührenmindernd nutzen. Aber vielleicht sind 5-Euro-Jobber entweder nicht genügend motiviert dazu oder haben einfach nicht die entsprechende Kenntniss.

Und der unvermeidliche Rest(abfall) eines Unternehmens wird bei Ihnen an der Haustür abgeholt, Herr Heinig. Regelmäßig. Sommer wie Winter. Egal ob Kälte, brütende Hitze oder Schnee und Eis.

Und wird anschließend gemäß der hohen Umweltstandards in Deutschland behandelt, verwertet und beseitigt. DAS ist auch Umweltschutz. Und der ist nun mal nicht billig zu haben.

Oder wir karren unseren Dreck als Rückfracht Ihrer Textileinkäufe nach Asien zurück. Das wäre doch mal ein Überlegung wert….

Obst und Eisbären

In „Die Welt“ war am 14.09.2007 ein äußerst bemerkenswerter Artikel von Bjørn Lomborg zu finden. Ich kann das Lesen dieses Artikels nur dringend empfehlen.

Seine Ausführungen zu „Ökoobst“ und zum Schutz der Eisbären bei drohender Erwärmung der Erde öffnen in der derzeitigen Klimahysterie die Augen.

Seinen Nachforschungen zufolge, schützt es mehr Eisbären, wenn die Jagd auf diese eingestellt wird. Jährlich werden so ca. 50 Tiere in der Hudson-Bay erlegt. Die drastische Reduzierung des CO2-Austoßes würde pro Jahr 1/10 Bär retten.

Sicher ist Klimaschutz nötig, dringend. Aber vielleicht verlieren wir manchmal das Augenmaß bei der Argumentation. Danke, Herr Lomborg!

PS: Ich habe leider keine diesbezüglichen Fakten zur Hand. Aber man sollte auch mal überlegen, wieviel Energie aufgewendet werden muss, um ein „Energiesparhaus“ zu bauen. Spielt das Haus eigentlich über seine übliche Lebensdauer gesehen diese Energiemengen wieder ein? Und wieviel Energie wird später bei einem möglichen Abriß wieder für die Entsorgung exotischer Dämmstoffe benötigt?

Mühlen und Autos

Es kann ja sein, dass es nur ein Schreibfehler ist, aber dennoch wollte heute jemand sein Mühlgebühr bezahlen. Es ist uns allerdings nicht bekannt, ob er das in Form von Mehltüten entrichten möchte. Wir ziehen jedoch die Begleichung des Abfallgebührenbescheides in Euro vor.

Abgesehen davon zerkleinert unsere Abfallbehandlungsanlage zwar den Müll, aber das wird mit einem Shredder gemacht. Sicher, es gibt Anlagen, die auch eine Mühle haben, nämlich eine sogenannte Kollermühle, um den fluffigen Abfall in eine Pelletform zu bringen. Aber nicht bei uns….

Gelegentlich nähern sich auch Dienstfahrzeuge im Abfallbereich dem Status „Schrott“ und bedürfen eines Ersatzes. So bei unserem Audi A3. Also ab zum Autohändler und ein Nachfolgemodell aushandeln. Aber eigentlich würde ich lieber den noch älteren Polo in Zahlung geben, der auch noch bei uns rumsteht (oder fährt). Aber was sagt der Händler (VW-Audi-Partner): „Nöö, also einen Polo nehmen wir nicht in Zahlung, wenn Sie einen Audi kaufen wollen.“ Vielleicht sollte ich einen Opel nehmen? Oder was asiatisches?

Mehrweg, Einweg, Irrweg…

Die Pfandregelung habe ihr Ziel komplett verfehlt, ist Witting
überzeugt. So weit will das Umweltbundesamt nicht gehen. Die Behörde
räumt jedoch ein, dass “ die Einführung der Pfandpflicht für die
Unterstützung des Mehrwegs nichts gebracht hat“. Quelle: www.tagesschau.de

Aber diese Entwicklung war doch vorherzusehen! Wenn der Käufer seine Flasche mit Zwangspfand versehen ohenhin wieder zurückbringen muss, ist es ihm doch egal, ob das ein echtes Mehrwegsystem ist oder nicht. Und echte Mehrwegsysteme gibt es ja auch nur bei Glasflaschen und einigen Getränkeherstellern mit Plastikflaschen, wei den Cola-Produzenten. All die anderen als „Mehrweg“ definierten Systeme mit den PET-Flaschen für Mineralwasser, Schorle und Co. sind keine Mehrwegsysteme. Diese Behälter aus PET gehen nicht zum Befüllen, sondern zum Shreddern, Aufbereiten, Säubern und Herstellen neuer Rohlinge. Aus diesen Rohlingen werden beim Abfüller erst die neuen Flaschen geblasen. (Der PET-Kreislauf)

Die Grenze zwischen Einweg und Mehrweg verschwimmt und die gesetzlichen Anstrengungen werden mehr und mehr zum Irrweg.

Aber der Kunde hat vielleicht sein ökologisches Deckmäntelchen, lädt zwei Kästen Mineralwasser in „Mehrweg“-PET-Flaschen in seinen Offroader und bohrt guten Gewissens die nächsten CO2-Löcher in unsere Atmosphäre.

Und nein, ich habe nichts gegen Offroader….