GAP-Urlaub # 5.Juni

Schönes Wetter war nicht angesagt, aber es sah einigermaßen nach beständig mit wenig Regen aus. Mein Ziel war es ja unbedingt noch die Wettersteinrunde zu fahren, einmal ums Zugspitzmassiv rum, 83 km Länge.

Die Tour führt von Garmisch über Grainau und Griesen nach Ehrwald. In Ehrwald wartet der erste richtige Anstieg! 400 Meter Höhendifferenz auf 2,5 Kilometer.

Aber es gibt ja die Ehrwald Almbahn mit dem Slogan „Hitch & Bike“. Da ich ja zum Vergnügen dort bin, habe ich mein Rad in die Seilbahnkabine gepackt und mich auf den Berg fahren lassen.

Daher ist die Runde auch ca. 2 Kilometer kürzer…

Wetterbesserung war auch hier in Österreich nicht in Sicht und die Berge hüllten sich weiter in feuchte Nebelwolken.

Auf Gipfelhöhe führt der Weg an der Pestkapelle vorbei.

Deren Enstehung geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1634 zurück, als die Pest viele Todesopfer forderte. (Quelle: www.tirol.at)

Die große Richtung war ja eigentlich klar, es geht in Richtung Leutasch – Mittenwald. Nur war diese Richtung am Wegweiser überhaupt nicht zu finden.

Ich habe mich dann auf mein Gefühl und meine Karten verlassen und den richtigen Weg genommen.

Der weitere Weg durchs Gaistal zieht sich durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft.

Wieder im Tal und die eigentlich gut zu fahrenden Schotterpisten hinter mir kann man auf solchen Radwegen schön ausruhen.

Wunderbar eben und super breit. Toll gemacht!
Kurz vor MIttenwald radelte ich noch an dieser überdimensionalen Pfanne vorüber.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob da wirklich noch Speisen drin zubereitet werden…

Jedenfalls endete nach einer Fahrzeit von knapp 5 Stunden die Tour und mein Pulsmesser meinte, dass ich unterwegs 3.500 kcal Energie verbraucht habe.
Allerdings betrug die durchschnittliche Herzfrequenz über die gesamte Strecke gerade mal 114 Schläge/Minute.

Wer sich die Runde in Google-Earth ansehen möchte, kann hier das KMZ-File runterladen.

GAP-Urlaub # 4.Juni

Der Tag verhieß wettermäßig nichts Gutes. Regen von früh an. Also habe ich mir in der Karte ein Ziel gesucht, das nicht allzu weit weg ist. Mein Wahl fiel auf die Partnachklamm. In einer Klamm ist eh immer etwas feucht, da macht der Regen von oben das Kraut nicht fett.

Also losgeradelt zur Klamm, am Eingang das Rad angeschlossen und die beeindruckende Sägearbeit des Wassers im Gebirge betrachtet.

Einmal hin und wieder zurück, aber immer noch viel vom Tag übrig. Das Wetter war etwas besser geworden, heißt, es regnete nicht mehr so stark.

Wieder die Karte konsultiert und festgestellt, dass es noch die Höllentalklamm gibt, nur wenige Kilometer entfernt. Also bin ich in diese Richtung weiter.

Vielleicht hätte ich mir die Karte genauer anschauen sollen, denn die Klamm liegt etwas tiefer im Gebirge als die Partnach. Und vor allem höher!

Die Anfahrt über gewundene Bergwege zog sich ziemlich hin und so fragte ich eine entgegenkommende Wanderin, ob es noch weit sei, bis zur Klamm. Naja, meint sie, es wäre schon noch ein Stück und schaut mich irgendwie komisch an.

Des Rätsels Lösung kam kurze Zeit später. Über ca. 2 km ging der Weg über Stufen nach oben, hohe Stufen und nicht zu befahren. Daher der Blick….
Mein Rad mitten im Wald anschließen wollte ich auch nicht, wer weiß, ob ich das wiederfinde. Also habe ich das geschoben und gehoben, bis zum Klammeingang.

Die Klamm selbst hat dafür entschädigt mit ihrer Wildheit und Schönheit.

Nur hat der Regen der letzten Zeit für viele kleine Wasserfälle zusätzlich gesorgt, die unbedingt auf dem Wanderweg enden müssen.

Überall tropfte und spritzte Wasser. Auf dem Weg stand teilweise das Wasser etliche Zentimeter hoch.

Wieder einmal war ich patschnass und auch meine Digicam schien sich nicht mehr recht wohlzufühlen, bei dieser Nässe.

Immerhin konnte ich noch ein Foto (leicht verwässert) meines „Parkplatzes“ machen.

Das Rad hatte ich einfach übers Geländer gehängt und angeschlossen.

Aber der Tacho meinte wohl, dass es zu nass ist und hat beim Einschalten gleich mal ein Reset gemacht. So richtig will er seither sowieso nicht mehr. Blöd.

Am Nachmittag habe ich mir dann im Radgeschäft noch eine neue (und, wie sich später zeigte, wesentlich bessere) Regenjacke gekauft.

GAP-Urlaub # Einwurf

Die Beschilderung von Wander- und Radwegen scheint ein übliches und schwer lösbares Problem jeder Touristenregion zu sein. Die Beschilderung ist nicht durchgängig einheitlich, teilweise verwirrend und mitunter fehlen die gesuchten Richtungsangaben.

Eine kleine Auswahl dazu….

Variante 1:

Eigentlich alles da, aber offenbar scheint Kohlgrub der Sponsor für die Schilder zu sein, so oft, wie der Weg dorthin im Bereich des Murnauer Mooses ausgewiesen war.

Variante 2:

Eigentlich eine schöne Beschilderung, da gut sichtbar. Leider zu selten verwendet. Das obere Schild zweigt in beiden Richtungen nach Oberammergau. Gut, es ist ein Rundweg, aber trotzdem im ersten Moment verwirrend, zumal die detailiertere Wegweisung klein geschreiben in der unteren Zeile ist.

Und im Vergleich beider Schilder ist der Weg nach Eschenlohe unterschiedlich lang, obwohl das meiner Kenntnis nach, die gleichen Wege sind.

Variante 3:

Auch eine gute Lösung, aber wieder ein anderes Aussehen. Die Verwendung der Nummern und Farben ist gut gelöst.

Variante 4:

Noch ein System. Der Wegweiser zeigte alle mögliche Ziele, nur nicht die Richtung meiner Tour. Der Weg nach Leutasch? Fehlanzeige. Und es ist ärgerlich, erst etliche Kilometer in die falsche Richtung zu fahren. Und das war auf einer empfohlenen Radroute, der Wettersteintour.

GAP-Urlaub # 3.Juni

Tag 3 meines Urlaubes bricht an und das ganze mit recht trüben Aussichten.

Der Weg sollte mich nach Norden führen, zum Kloster Ettal und zum Schloss Linderhof.

Vor die Freude am Betrachten der alten Bauten wurde ein kräftiges Stück Anstrengung gesetzt in Form eines Berges zum Ettaler Sattel. Allerdings geriet ich noch in einen Stau an einer Baustellenampel. Und so konnte ich an all jenen, die mich eben überholt haben, wieder vorbeifahren. Ätsch…

Schließlich errecihte ich kurze Zeit später das Kloster Ettal.

Wer dazu mehr lesen möchte, dem empfehle ich die Webseite des Klosters. Dem Kloster stattete ich auch im Inneren einen kurzen Besuch ab, bewunderte das tolle Deckengemälde und die Innengestaltung.

Kurz darauf ging es weiter und mir begegnete das hier:

Nein, es ist keine Fotomontage. Hier begegnen sich tatsächlich zwei Waldwege, deren einer Vorfahrt beachten muss. Mitten im Wald! Ich musste zusehen, dass ich schnell aus meinen Klickpedalen rauskam und nicht vor Lachen samt Rad umfalle. So etwas war mir bisher noch nie untergekommen.

Wenige Minuten später erreichte ich das Zwischenziel „Schloss Linderhof“. Auch hier verweise ich für nähere Ausführungen auf die entsprechende Webseite.

Im Bild kaum zu erkennen: Bauarbeiten am Venustempel. Irgendwie scheint hier immer gebaut zu werden. Vor vielen Jahren war ich schon mal zu Besuch hier, da wurde am Hauptgebäude gewerkelt….

Dieses habe ich allerdings nicht von Innen besucht, denn ich wollte die Grotte besichtigen und in Anbetracht der langen Schlange am Schloss und dem trüben Wetter, wollte ich das Regenrisiko gering halten.

Also noch schnell zur Grotte und diese beeindruckende Opernbühne besucht.
Ich glaube, hier Tannhäuser, Lohengrin oder die Nibelungen zu sehen und zu hören wäre genial.

Nach diesen Gedanken machte ich mich auf meinen weiteren Weg in Richtung Österreich zum nächsten Zwischenstopp am Plansee. Und wie das halt so ist, wenn es anfangs bergauf geht, geht es irgendwann wieder bergab und so konnte ich diese leichte Abfahrt mit schönen Kurven genießen.

Der Plansee selbst empfing mich mit freundlichem Wetter – noch.

Und so klein der See auch sein mag, immerhin gibt es Motorschiffe zum Passagiertransport!

Letztlich ging es entlang des Baches Neidernach

nach Griessen und damit zurück nach Deutschland. Über Grainau ging es zurück nach GAP und eine fast trockene 65-km-Runde nahm ihr Ende.

GAP-Urlaub # 2.Juni – Nachtrag

Da alles völlig durchnässt war, brauchte ich dringend ein Zeitung. Zum Ausstopfen der Schuhe. Die Verlage mögen mir Nachsehen, aber ich brauchte irgendwas Dickes, so in der Art FAZ oder Welt, und das Ganze nicht primär zum Lesen.

Also bin ich nochmal losgezogen, nachdem sich der Regen verzogen hatte.

Zunächst führte der Weg an diesem Parkhaus vorbei.

Leider nicht zu lesen, aber interessant ist, dass die ersten 2 Stunden (in Worten: ZWEI) kostenfrei sind. Hier bei uns zählen Parkhäuser von Anfang an, allenfalls 20-30 Minuten sind frei. Und in der Stadt selbst ist 2 Stunden Parkzeit eh das Maximum.

In der Stadt kam ich schließlich noch an einem Radhändler vorbei. Kurzentschlossen kaufte ich dort zumindest noch ein Paar Handschuhe, denn ich war mir nicht sicher, ob meine bis zum nächsten Tag abtrocknen würden.

Und am Eingang fiel mir dieses Rad auf:

Irgendwie, das Teil hat was.

Ach ja, einen Zeitungsladen habe ich dann auch noch gefunden…

GAP-Urlaub # 2.Juni

Der Wetterbericht kündigt für den heutigen Tag beginnende Eintrübung und für die Folgetage Wolken, Regen und Gewitter an. Also war die Entscheidung, den Tag für einen Ausflug auf die Zugspitze zu nutzen.

Die Tour führte mich zunächst zum Eibsee:

Der Weg führt zunächst in Richtung Rosskopf/Zirmerskopf. Ein mäßiger Anstieg, der allerdings erschwert wurde, weil sich meine Schaltung an der Luftpumpe verhakt hatte und ich nicht mehr auf das kleine Kettenblatt schalten konnte. Anhalten bedeutet wahrscheinlich, dass man den Rest schiebt, weil man am Berg nicht mehr loskommt. Also habe ich den Berg auf dem mittleren Ritzel durchgetreten. Oben war ich zwar fix und alle, aber was soll’s. Obige Aussicht entschädigt doch dafür, oder?

Allerdings bin ich nicht mit dem Rad zum Gipfel, sondern habe die üblichen Transportmittel benutzt.
Bergauf mit der Zahnradbahn, die hier von oben zu sehen ist:

Zunächst ging es nur bis zum Zugspitzblatt,

um sich dort umzusehen, die Gegend zu genießen, im Schnee zu sitzen und 100 Japanern beim Tollen im Schnee zuzusehen.

Nach der Weiterfahrt zum Gipfel und einem Abstecher nach Österreich gab es einen Kaffee, einen sorgenvollen Blick zu den Woleken, die über die Gipfel quollen und die Talfahrt mit der Seilbahn:

Da aber erst etwa 25 km auf dem Tacho standen, habe ich die Runde etwas erweitert. Zunächst führte mich der Weg an der neuen Schanze vorbei:

Mir gefällt diese Architektur, ich finde, sie passt sich gut in die Berge und deren Formen ein.
Weiter ging es in Richtung Mittenwald, Ziel war der Wagenbrüchsee bei Gerold. Aber bei Ankunft in Gerold und der Suche nach dem See hatte sich das Wetter dramatisch verschlechtert. Mit einem Blitz samt folgendem Donnerschlag begann heftiger Regen. Ich habe mich schleunigst auf den Rückweg zum Hotel begeben, aber der Regen war Sieger. Völlig durchnässt erreichte ich das Hotel, auch wenn die Fahrt glücklicherweise fast nur bergab ging.

Das waren 51 Kilometer in 3:45 h:min, nicht schnell, aber darauf kommt es nicht an.

Radurlaub in Garmisch-Partenkirchen

Für die erste Juniwoche hatte ich einen Urlaub in Garmisch-Partenkirchen (GAP) gebucht, ich wollte dort im Zugspitzgebiet ein paar Radrunden drehen. Meine Anreise habe ich auf den frühen Vormittag gelegt, so dass ich schon am Anreisetag eine Tour fahren konnte, auch wenn das Hotelzimmer noch nicht bezugsfertig ist.

Also das Auto auf dem Hotelparkplatz (Posthotel in GAP), umgezogen, Rad startklar gemacht und eine Tour entlang der Loisach ausgesucht.

Sonniges Wetter begleitete mich auf dem Weg nach Farchant, Eschenlohe weiter nach Ohlstadt. Von hier führte der Weg nach Murnau und an den Staffelsee. Der Rückweg ging durchs Murnauer Moor

über Farchant zurück ins Hotel. 68 Kilometer und alles recht eben. Im Gegensatz zu diesem Erlebnis, war ich diesmal reichlich mit Wasser versorgt:

Aber auch diese 1,5 Liter haben grade so gereicht.
Nun, die nächsten Tage sollten deutlich wasserreicher werden, von oben.

Mobil ohne Auto

Eigentlich war es nur ein Zufall. Meine heutige Tour sollte mich über Kauschwitz und Jößnitz führen. Allerdings begegnete ich in Kauschwitz zwei wartenden Radfahrern, beide sind enge Bekannte. Und sie warteten auf weitere Radfahrer, hatte doch die evangelische Kirche Syrau zur Radtour eingeladen. Unter dem Motto „Mobil ohne Auto“ stand eine kleine Runde auf dem Programm. Von Kauschwitz durch Wald und Flur nach Syrau und Teilnehmer von 7 bis 70.

Kurzerhand habe ich mich der netten Truppe angeschlossen und bin einfach mitgeradelt.

Neben den vielen Zweibeinern auf Rädern war auch ein Vierbeiner dabei. Allerdings ohne eigenes Rad, dafür mit bequemer Mitfahrgelegenheit:

Eine schöne Runde bei erfreulich guten Wetter (besser als erwartet) mit einem passenden Thema! Etwas getrübt wurde das Ganze durch zwei ernsthafte Defekte an Rädern: ein komplett versagendes Radlager und ein abgebrochener Schaltarm der Gangschaltung. Aber diesmal nicht an meinem Rad, das hatte schon genügend Reparaturen in der letzen Zeit, das reicht erst mal….

AOK-Familienradtour des VRT

AOK und das Vogtländische Radsport-Team Plauen (VRT) hatte für den 25.Mai 2008 wieder einmal zur Familienradtour eingeladen. Das Wetter schien freundlich zu werden und es ist auch mal schön, bei einer großen Gruppe mitzufahren. Also war ich pünktlich 10:00 Uhr zum Start am Vogtlandgarten in Plauen.

Es hatten sich bestimmt über 100 Radsportbegeisterte eingefunden.

Nach kurzer Pause und Empfang der Tourenkarte ging es auch schon los und das Feld stellte sich zum Start.

Zunächst rollte es durch die Burgstraße,

wo mir diese tolle Konstruktion eines Gepäckträgers auffiel:

Nicht sehr vertrauenserweckend und elegant, aber sicher praktisch für den Nutzer.
Die Tour führte weiter über Straßberg nach Kürbitz und von da in Richtung Taltitz.
Aber hier war schon mal ein Berg, der einen schon aus der Puste bringen kann.

Oder man lässt sich fahren:

Oder man lässt sich schieben:

Eine Teilnehmerin hatte sich auf einem fast schon historisch zu nennenden Rad auf die Tour begeben.

Das Rad wird mit einer Handhebel-Gestänge-Klotzbremse am Vorderrad gebremst. Als Kind bin ich auch mal mit so einem Rad gefahren. Aber jetzt möchte ich meine Scheibenbremse nicht mehr missen.
Die gesamte Tour wurde von den Mitgliedern des VRT abgesichert,

die immer wieder nach vor strampelten, um an der nächsten Abzweigung einzuweisen. Nur einmal war das nicht und prompt fahre ich falsch. Also umkehren, dummerweise ging meine falsche Richtung bergab und ich musste einen kurzen Extraberg mitnehmen.
Von Taltitz führte die Tour über Oelsnitz, Planschwitz und Magwitz wieder nach Taltitz.
Kurze Rast im Grünen Baum

und weiter über Unterlosa, Oberlosa zurück nach Plauen.
Nach 33 km (laut Sachsen 3D) und 560 Höhenmetern gab es am Ende noch eine Urkunde.

Alles in allem, eine feine Runde und etliche der Teilnehmer werde ich wohl am 08.06.2008 zum 7. Radwandertag des ECE Plauen wiedertreffen. Bis dann…

Griff ins Leere

Kurze Radtour, mal schnell über Syrau und Stadtwald zurück, alles gepackt, Trinkflasche gefüllt und los.

Und dann, als der kleine Durst kam, der Griff ins Leere…

Die Flasche ist zu Hause geblieben. Pech. Also durstig die Strecke zu Ende bringen, es waren ja nur 23 km und das Wetter nicht übermäßig warm.