Radweg des sächsisch-bayerischen Städtenetzes

Eine schon lang geplante Tour sollte Realität werden: Fahrt entlang des Radweges Chemnitz – Bayreuth. Dieser ist Bestandteil des sächsisch-bayerischen Städtenetzes.

Der Radweg ist hier beschrieben.

Das Kartenwerk hatte ich mir schon Wochen zuvor besorgt, die Strecke studiert und in zwei Etappen Chemnitz – Plauen und Bayreuth – Plauen eingeteilt, immerhin ist die Gesamtstrecke etwa 215 km lang.

Also begeben wir uns auf die erste Etappe.

Nach Chemnitz geht es zunächst mit der Bahn bei noch etwas nebligem Wetter.

In Chemnitz kenne ich mich zum Glück etwas aus -am Bahnhof habe ich keinen Wegweiser gefunden – und bin zunächst in Richtung Rosenhof geradelt. Dort müsste ich den Weg auf alle Fälle finden.

Und dem war auch so, deutlich sichtbare Radwegweiser markierten den weiteren Weg:

Auch die Gestaltung empfinde ich als übersichtlich.

Der Weg führte mich dann in die Nähe der alten Eisenbahnbrücke in Oberrabenstein.

Weiter ging es durch die Wälder in Richtung Totenstein, immer parallel zur Autobahn A4. Das ging allerdings nur bis zur Anschlussstelle Wüstenbrand. Dort erwartete mich diese Baustelle…

… und keinerlei Hinweis zur Fortführung des Radweges. Denn eigentlich ist er (im Moment?) einfach nicht mehr da und offenbar dem Autobahnausbau zum Opfer gefallen.
Ich habe mich dann über Feldwege zur Windsiedlung durchgeschlagen und noch einen Versuch unternommen, den Weg an der Autobahn wiederzufinden. Ohne Erfolg.

Alternativ bin ich dann über Landstraße nach Wüstenbrand, weiter nach Hohenstein-Er. und über den Badberg zur alten MTS-Kurve. Aber auch hier war kein Weg zur eigentlichen Radroute zu finden.

Von hier an wählte ich ohnehin eine andere Route, um Verwandten einen kurzen Besuch abzustatten.

Am Ortseingang Glauchau – Lungwitztalstraße habe ich auf den Originalweg zurückgefunden. Von hier ab war auch die Beschilderung wieder okay und die Route führte mich am VW-Werk in Mosel vorbei in Richtung Zwickau.

Sehenswert war dabei unter anderem auch dieser alte Säureturm.

Bis Zwickau ging der Weg ohne Probleme weiter. Im Zentrum wechselt der Weg von einem Routenabschnitt zum nächsten. Nur wo? Keinerlei Hinweise waren zu finden. So habe ich mich mit der Karte in die vermutlich richtige Richtung weitergeradelt. Aber letztlich muss ich festhalten, dass von hier an die Wegweisung mangelhaft ist. Naja, eigentlich nicht existent. Das gleiche Bild setzt sich auch im Vogtland fort. Teilweise bin ich dann über die B173 gefahren, um in Richtung meines Zieles zu gelangen.

In Reichenbach habe ich die Tour vorzeitig beendet, da sich der Himmel immer mehr in Richtung Gewitter entwickelt. Und bei solchem Wetter macht Radeln keinen Spaß mehr.

Meine eher frustierenden Erlebnisse habe ich dann in einer Mail an den Verantwortlichen zusammengefasst. Das war am 27.07.08. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten…

Nachtrag:

Am 21.08.2008 erhielt ich, urlaubsbedingt verspätet, freundliche Antwort aus Chemnitz.

Ich gestatte mir hier, einen wichtigen Auszug wiederzugeben:
Natürlich haben wir auch schon über eine durchgehende Beschilderung des
Weges (mit Städtenetz-Logo) und weitere Verbesserengen bei der
Streckenführung nachgedacht. Ich werde Ihre Mail zum Anlass nehmen,
diese Bemühungen (bisher v. a. an den Kosten gescheitert) von Neuem
anzuschieben.

Hier müssen Radfahrer spuren!

Neulich in einer größeren Stadt fiel mir dieser Radweg an einer Kreuzung auf:

Radweg mit Extraspur für Linksabbieger, sollte hier wirklich soviel Radverkehr sein, dass so etwas erforderlich ist? Hier bei uns würde ich mich schon über ein paar mehr einfache Radwege freuen.

ECE-Radtour 2008

Das Plaunener Einkaufszentrum ECE veranstaltet jährlich eine große Radtour. Diese Jahr war ich zum 6. Male dabei. Die Strecken reichen von 25 bis 65 Kilometer, es ist für jeden was dabei.

Ich habe mich rechtzeitig eingefunden, denn bei über 900 Teilnehmern dauert die Anmeldung etwas.

Das ECE ist immer recht um gute Versorgung der teilnehmer bemüht, und so gibt es T-Shirt, eine Umhängetasche, Getränke und Verpflegung für unterwegs.

Ich habe weitestgehend drauf verzichtet und wollte das nicht über 65 km mitschleppen. Und auf der Tour habe ich erstmalig mein Trikot mit Werbung präsentiert.

Kurze Zeit später sammelt sich alles zum Start und das Gedränge löst sich doch dann relativ schnell und unkompliziert auf.

Streckenmitteilung: „Auf der Stöckigter Landstraße kommt ein Radfahrer entgegen!“

„Einer? HUNDERTE!“ mag der Radler auf der linken Spur denken.

Die 65 er – Runde zog sich über Schöneck nach Grünbach und 1000 Höhenmeter wieder zurück nach Plauen.

Am Ende der ECE-Radtour gibt es unter allen Teilnehmern noch eine Verlosung etlicher Gewinne und ich war zum 6. Mal wieder kein Gewinner.
Aber darum geht es nicht.

GAP – Urlaub # Einwurf 2

Klickpedale sind eine feine Sache. Man kann die Kräfte besser einteilen und hat mehr Kontrolle übers Rad.

Aber bei unkonzentrierter Fahrweise übernimmt schnell mal das Rad die Kontrolle. In Betrachtung dieses Plakates vertieft

fahre ich an eine Ampel bei Rot heran und bleibe stehen. Ohne mich aus den Pedalen zu drehen.

Keine Chance mehr, plötzlich liegt man samt Rad dort.

Abgeheftet unter „Erfahrung gesammelt“….

GAP-Urlaub # 6.Juni

Letzter Tag des Urlaubs ist angebrochen. Da mein Hotel kein Zimmer mehr frei hatte, war ich schon am Vorabend in eine kleine Pension in Grainau umgezogen.

Mein Auto konnte ich dort stehen lassen und auf Tour gehen. Der Weg sollte mich zum Plansee und drumherum führen. Leichter Niesel von Anfang an, der aber dank meiner neuen Regenjacke nicht allzu störend war.

Am Plansee angekommen fuhr ich zunächst die Uferstraße in westlicher Richtung, querte einen Ausläufer des Sees um am anderen Ufer zurückzufahren.

Der Regen nahm zu und etwa hier

endete meine Umrundung, da die Weiterfahrt am Uferweg nicht möglich war. Meine Digicam war ebenfalls der Meinung, dass das kein Wetter für elektronische Geräte sei und der Tacho hatte eh schon wieder aufgehört zu funktionieren.

Nach 3/4 der Umrundung musste ich Umkehren. Der Regen nahm an Heftigkeit noch zu. Aber die Jacke hielt dicht! Super Arbeit von Campagnolo!

Trotz miserabler Bedingungen war das noch eine schöne Fahrt als Abschluss meines Urlaubes.

GAP-Urlaub # 5.Juni

Schönes Wetter war nicht angesagt, aber es sah einigermaßen nach beständig mit wenig Regen aus. Mein Ziel war es ja unbedingt noch die Wettersteinrunde zu fahren, einmal ums Zugspitzmassiv rum, 83 km Länge.

Die Tour führt von Garmisch über Grainau und Griesen nach Ehrwald. In Ehrwald wartet der erste richtige Anstieg! 400 Meter Höhendifferenz auf 2,5 Kilometer.

Aber es gibt ja die Ehrwald Almbahn mit dem Slogan „Hitch & Bike“. Da ich ja zum Vergnügen dort bin, habe ich mein Rad in die Seilbahnkabine gepackt und mich auf den Berg fahren lassen.

Daher ist die Runde auch ca. 2 Kilometer kürzer…

Wetterbesserung war auch hier in Österreich nicht in Sicht und die Berge hüllten sich weiter in feuchte Nebelwolken.

Auf Gipfelhöhe führt der Weg an der Pestkapelle vorbei.

Deren Enstehung geht auf ein Gelöbnis aus dem Jahre 1634 zurück, als die Pest viele Todesopfer forderte. (Quelle: www.tirol.at)

Die große Richtung war ja eigentlich klar, es geht in Richtung Leutasch – Mittenwald. Nur war diese Richtung am Wegweiser überhaupt nicht zu finden.

Ich habe mich dann auf mein Gefühl und meine Karten verlassen und den richtigen Weg genommen.

Der weitere Weg durchs Gaistal zieht sich durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft.

Wieder im Tal und die eigentlich gut zu fahrenden Schotterpisten hinter mir kann man auf solchen Radwegen schön ausruhen.

Wunderbar eben und super breit. Toll gemacht!
Kurz vor MIttenwald radelte ich noch an dieser überdimensionalen Pfanne vorüber.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob da wirklich noch Speisen drin zubereitet werden…

Jedenfalls endete nach einer Fahrzeit von knapp 5 Stunden die Tour und mein Pulsmesser meinte, dass ich unterwegs 3.500 kcal Energie verbraucht habe.
Allerdings betrug die durchschnittliche Herzfrequenz über die gesamte Strecke gerade mal 114 Schläge/Minute.

Wer sich die Runde in Google-Earth ansehen möchte, kann hier das KMZ-File runterladen.

GAP-Urlaub # 4.Juni

Der Tag verhieß wettermäßig nichts Gutes. Regen von früh an. Also habe ich mir in der Karte ein Ziel gesucht, das nicht allzu weit weg ist. Mein Wahl fiel auf die Partnachklamm. In einer Klamm ist eh immer etwas feucht, da macht der Regen von oben das Kraut nicht fett.

Also losgeradelt zur Klamm, am Eingang das Rad angeschlossen und die beeindruckende Sägearbeit des Wassers im Gebirge betrachtet.

Einmal hin und wieder zurück, aber immer noch viel vom Tag übrig. Das Wetter war etwas besser geworden, heißt, es regnete nicht mehr so stark.

Wieder die Karte konsultiert und festgestellt, dass es noch die Höllentalklamm gibt, nur wenige Kilometer entfernt. Also bin ich in diese Richtung weiter.

Vielleicht hätte ich mir die Karte genauer anschauen sollen, denn die Klamm liegt etwas tiefer im Gebirge als die Partnach. Und vor allem höher!

Die Anfahrt über gewundene Bergwege zog sich ziemlich hin und so fragte ich eine entgegenkommende Wanderin, ob es noch weit sei, bis zur Klamm. Naja, meint sie, es wäre schon noch ein Stück und schaut mich irgendwie komisch an.

Des Rätsels Lösung kam kurze Zeit später. Über ca. 2 km ging der Weg über Stufen nach oben, hohe Stufen und nicht zu befahren. Daher der Blick….
Mein Rad mitten im Wald anschließen wollte ich auch nicht, wer weiß, ob ich das wiederfinde. Also habe ich das geschoben und gehoben, bis zum Klammeingang.

Die Klamm selbst hat dafür entschädigt mit ihrer Wildheit und Schönheit.

Nur hat der Regen der letzten Zeit für viele kleine Wasserfälle zusätzlich gesorgt, die unbedingt auf dem Wanderweg enden müssen.

Überall tropfte und spritzte Wasser. Auf dem Weg stand teilweise das Wasser etliche Zentimeter hoch.

Wieder einmal war ich patschnass und auch meine Digicam schien sich nicht mehr recht wohlzufühlen, bei dieser Nässe.

Immerhin konnte ich noch ein Foto (leicht verwässert) meines „Parkplatzes“ machen.

Das Rad hatte ich einfach übers Geländer gehängt und angeschlossen.

Aber der Tacho meinte wohl, dass es zu nass ist und hat beim Einschalten gleich mal ein Reset gemacht. So richtig will er seither sowieso nicht mehr. Blöd.

Am Nachmittag habe ich mir dann im Radgeschäft noch eine neue (und, wie sich später zeigte, wesentlich bessere) Regenjacke gekauft.

GAP-Urlaub # Einwurf

Die Beschilderung von Wander- und Radwegen scheint ein übliches und schwer lösbares Problem jeder Touristenregion zu sein. Die Beschilderung ist nicht durchgängig einheitlich, teilweise verwirrend und mitunter fehlen die gesuchten Richtungsangaben.

Eine kleine Auswahl dazu….

Variante 1:

Eigentlich alles da, aber offenbar scheint Kohlgrub der Sponsor für die Schilder zu sein, so oft, wie der Weg dorthin im Bereich des Murnauer Mooses ausgewiesen war.

Variante 2:

Eigentlich eine schöne Beschilderung, da gut sichtbar. Leider zu selten verwendet. Das obere Schild zweigt in beiden Richtungen nach Oberammergau. Gut, es ist ein Rundweg, aber trotzdem im ersten Moment verwirrend, zumal die detailiertere Wegweisung klein geschreiben in der unteren Zeile ist.

Und im Vergleich beider Schilder ist der Weg nach Eschenlohe unterschiedlich lang, obwohl das meiner Kenntnis nach, die gleichen Wege sind.

Variante 3:

Auch eine gute Lösung, aber wieder ein anderes Aussehen. Die Verwendung der Nummern und Farben ist gut gelöst.

Variante 4:

Noch ein System. Der Wegweiser zeigte alle mögliche Ziele, nur nicht die Richtung meiner Tour. Der Weg nach Leutasch? Fehlanzeige. Und es ist ärgerlich, erst etliche Kilometer in die falsche Richtung zu fahren. Und das war auf einer empfohlenen Radroute, der Wettersteintour.