Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 61

Von der Ziegelhütttenstraße zwischen Neudörfel und Ruppertsgrün als Teil des Elsterradweges hatte ich 2017 schon mal berichtet. Der Weg sollte ertüchtigt werden und später der Elsterradweg von der Talsperre Pöhl nach Elsterberg hier entlang führen.
Im Bereich Ruppertsgrün ist von Ertüchtigung der Straße nicht viel zu sehen. Der Belag ist noch immer ein Flickwerk.

Die weitere Strecke Richtung Neudörfel ist mit Betonsteinen als Belag ausgebaut worden, das ist nun wirklich neu. Und auch wenn auf beiden Seiten der Ziegelhüttenstraße weit und breit nichts von Elsterradweg zu sehen ist, dieses isolierte Stück ist jedenfalls schon mal als Elsterradwg ausgeschildert, vermutlich zur Verwirrung zufällig hier fahrender ortsfremder Radler.

Unterwegs entdeckt

Das Areal um das alte Plauener Schloss wird seit einiger zeit umgestaltet. Die Gebäude, bis nach der Wende noch als Justizvollzugsanstalt genutzt, wurden zu einer Berufsakademie umgebaut. Der Schlosshang soll mit Wegen versehen und begrünt werden. Bestandteil der Umbauten ist eine Aussichtsplattform auf der Höhe. Auch wenn die Arbeiten noch nicht fertig sind, der Aussichtspunkt ist schon erreichbar. Heute habe ich mir das mal angesehen.

Zugang zur Plattform

Von hier oben bietet sich ein schöner Panoramablick über das Stadtzentrum.

Leider gibt es immer wieder Besucher, die sich zerstörerisch betätigen und verewigen müssen. Die Abdeckung der Brüstung ist mit einigen „Gravuren“ versehen worden. Sinnlos…

Felsenwege Grünbach

Im Landratsamt Vogtlandkreis ist mir ein Flyer mit drei Wanderrouten bei Grünbach aufgefallen. Darin werden drei sogenannte „Felsenwege“ vorgestellt. Mit Längen von rund 15, 18 und 27 km führen diese durch das Gebiet um Grünbach zu einer Reihe von interessanten Felsformationen.
Die Felsenwege 1 und 2 habe ich an einem Tag befahren. Als Ausgangspunkt habe ich den Bahnhof Grünbach gewählt. Wochentags kann dieser Bahnhof im Stundentakt erreicht und verlassen werden.
Die Wegbeschreibung im Flyer hat allerdings jeweils andere Startpunkte.

Felsenweg 1

Vom Bahnhof ging es zunächst ins Tal der Weißen Göltzsch, zur Rissbrücke und weiter entlang des Oberen Floßgrabens. Entlang der Göltzsch geht es am Elsenfelsen vorbei. Am Oberen Floßgraben geht es dann auch mal auf schmalen Pfaden weiter.

Der Floßgraben selbst ist gut zu erkennen. Derartige Floßgräben wurden in der Gegend um Grünbach schon in der zeit vor 1580 angelegt. Von hier aus gelangte Holz bis Greiz und weiter nach Norden in den Leipziger Raum. Die Salinen, vor allem im Halleschen Raum hatten Bedarf an Holz. Das Ende der Flößerei kam mit dem Bau von Eisenbahnstrecken um 1875 herum.
Führten die Floßgräben zu wenig Wasser, vermutlich so, wie im Foto zu sehen, wurde aus Floßteichen für ausreichend Wasser gesorgt [Quelle: Webseite der Stadt Grünbach]

Entlang aller Felsenwege sind übrigens insgesamt 11 Informationstafeln mit Erläuterungen zu Felsformationen und historischen Gegebenheiten zu finden. Als Beispiel zeige ich hier die Tafel zur Druckersmühle.

Ein Stück geht es über die sogenannte Ganzjahresloipe in Richtung Rehhübelfelsen. An einer Bank an der Loipe lag ein Sammelsurium von Sportartikeln. Ich vermute, dass ein Sportler mit den restlichen Teilen ausgerüstet, aber ohne Helm auf der Loipe unterwegs war. Das Areal um den Rehhübelfelsen ist zum Fahren mit einem Rad nicht allzu gut geeignet.

Der Rehhübelfelsen ist ein Naturdenkmal. Eine sogenannte „überkippte Falte“ stellt eine geologische Sehenswürdigkeit dar, die Schalenschichten des Gesteins wölben sich trommelartig zu einer Verbiegung.

Vom Rehhübelfelsen geht es zurück in Richtung Loipe. Kurz vor dem Wanderparkplatz an der Loipe führt ein kurzer Umweg zum Kleinen Affenstein. Der früher existierende Große Affenstein wurde der Baustoffgewinnung geopfert. Auch wenn der Name auf „Affen“ hinweist, diese Tiere sind hier nicht zu finden. Die Namensgebung geht auf den Uhu zurück. Die mittelalterlichen Oberfranken bezeichnen den Uhu auch als „Auff“, aber die Vogtländer kennen in ihrer Mundart kein „au“, sondern sagen „aa“. Ein typischer Mundartbegriff ist „Fraa“ für „Frau“. Und so wurde der „Auffenstein“ zum „Affenstein“. [Quelle: Infotafel am Affenstein]

Kurz nach dem Affenstein ist mir noch ein Wegweiser aufgefallen. Der Felsenweg 1 ist durchgehend relativ gut markiert, das Logo ist gut zu sehen. Aber hier ist ein Wegweiser ungünstig angeordnet. Denn wer entlang des Felsenweges kommt, sieht die Rückseite und nicht das wichtige Logo mit der Markierung des Felsenweges.

Vom Affenstein geht es in Richtung Siehdichfür, einer kleinen Siedlung, und hinab ins Geigenbachtal. Wieder bergan geht es vorbei an den „Scheibenhäusern“, die beim Blick zurück im Tal noch mit den Dächern durch die Bäume blinzeln.

Wieder auf der Höhe angekommen führt der weitere Weg zur Felsformation am Wendelstein. In Tschechien beginnend zieht sich über Schöneck und Grünbach bis Auerbach eine Kette aus Felsen, die aus der Erde ragen. Der Wendelstein ist Bestandteil dieser Kette, ebenso die anderen Teile der hier zutage tretenden Felsformation. Auf dem Wendelstein wurde 1864 eine Vermessungssäule des Sächsischen Vermessungsnetzes errichtet.
Nördlich vom Wendelstein befindet sich noch der markante „Löwenkopf“. Aus unerfindlichen Gründen bin ich allerdings nur bis zur Hälfte der Felsengruppe gefahren. An dem kleinen Rastplatz wollte ich nämlich die Inschrift auf der Tafel am Fels lesen, was letztlich nur mit etwas Kletterei ging.

Vom Wendelstein geht es weiter durch den nördlichen Teil von Grünbach und dann parallel zur Bahnstrecke zurück zum Bahnhof. Dabei führt der Weg noch über diese kleine, idyllisch gelegene Brücke.

Fazit:
Der Felsenweg 1 ist ein interessanter Wanderweg, der zu einer Reihe von sehenswerten Felsformationen führt. Insbesondere im Herbst bei schöner Laubfärbung eine unbedingte Empfehlung.
Der Weg ist auch mit dem Rad zu befahren, allerdings gibt es einige Stellen, die eher zum Schieben geeignet sind, bspw. beim Rehhübelfelsen. Ansonsten geht es über asphaltierte Wege und Strassen, gut befahrbare Waldwege aber auch über Abschnitte mit Wurzeln.
Die Strecke ist 15 km lang und bringt 320 Höhenmeter mit.

Unterwegs entdeckt

Oha, einen Monat lang nichts mehr geschrieben. Nun, „Opa werden“ verlagert die Aufmerksamkeit auf jeden Fall. 😉
Zu einer Tour bei Holzhau werde ich noch etwas schreiben und zu den „Felsenwegen“ bei Grünbach berichte ich auch noch.
Am Rande meiner Touren gab es auch noch Kleinigkeiten zu sehen.
Zum Beispiel wurde der Feldweg in Neundorf vom Straßberger Grenzweg nach Straßberg ausgebaut und mit einer Asphaltdecke versehen. Schön, aber der Feldweg war mit dem MTB auch schön zu fahren.

Auch auf dem Elsterradweg zwischen Greiz und Gera war ich unterwegs, ein Arbeitskollege hatte mich gebeten, mit ihm diesen Abschnitt zu fahren. Große Änderungen konnte ich nicht feststellen, nur eine Baustelle zwischen Berga und Wünschendorf. Aber ich weiß nicht, was da entstehen soll.

Und noch ein Schnappschuss vom gestrigen Sonntag:

Herbst wird installiert, 50 % abgeschlossen….

Radweg Reitzenhain-Marienberg

Vor langer Zeit hatte ich von dem Projekt eines Radwegs von Reitzenhain nach Marienberg entlang bzw. auf der alten Bahntrasse zwischen diesen beiden Orten gelesen. Anhand einer Grafik zum geplanten Streckenverlauf habe ich mir eine Radtour zusammengestellt, um den aktuellen Stand zu begutachten. Es hieß ja, Baustart nicht vor 2019 und das aktuelle Jahr ist bereits im September, könnte ja schon was zu sehen sein.
Weder Reitzenhain noch Marienberg sind per Bahn zu erreichen – die Strecke ist ja stillgelegt und soll ein Radweg werden und auch Marienberg hat zwar noch Gleise nach Pockau, aber da fährt seit Dezember 2013 nichts mehr. Also ging es für mich zunächst nach Olbernhau und von da über die Berge nach Reitzenhain.
Am geplanten Startpunkt des Radweges von von Baustelle oder neuem Radweg noch nichts zu sehen, dafür aber die Reste der Bahnstrecke und des Bahnhofes Reitzenhain.

Auch vermutlich letzte Gebäude vom Güterbahnhof sind noch zu sehen und die alten Gleise in der Rudolf-Breitscheid-Str. liegen noch.

Meine Tour ging dann zumindest ein Stück auf dem Kammweg entlang durch den Wald, von der alten Bahnstrecke oder einem neuen Radweg war nichts zu sehen. Ab und zu tauchten neben meiner Strecke Schotterreste auf, die auch vom Profil der Umgebung her auf die Bahntrasse hindeuten.

Am Moorlehrpfad Stengelhaide war zunächst Schluss mit meiner Tour auf dem geplanten Weg, der Holzbohlenweg wird erneuert. So bleib mir nur der Weg durch die hier befindliche Köhlerei.

Im weiteren Verlauf meiner Tour konnte ich etliche Relikte der alten Bahnstrecke finden, aber keinen neuen Radweg.

Und so bin ich nach rund 20 km entlang der alten Bahnstrecke in Marienberg an Bahndurchführung „Am Goldkindstein“ angekommen. In Marienberg am Bahnhof sind noch reichlich Gleise vorhanden.

Ergebnis: Alte Reste der Bahnstrecke Marienberg-Reitzenhain sind reichlich zu finden, von einem Radweg allerdings keine Spur.
Ich werde die Pressemitteilungen dazu weiter verfolgen, vielleicht bin ich zwei oder drei Jahren noch einmal dort unterwegs, wer weiß, was es dann zu berichten gibt.
Und da ja von Marienberg aus kein Bahnverkehr mehr existiert, habe ich meine Tour bis nach Wolkenstein geführt. Die Strecke dort von Cranzahl nach Chemnitz wird noch bedient.

Baustellenreport

Eine neue Baustelle ist mit am Elsterradweg in Oelsnitz begegnet. Der Radweg führt von Der Bundesstraße in den „Letzten Heller“. Und hier ist die Straße gesperrt, längs aufgebaggert und mit jeder Menge Sperrgittern versehen.

Mit der Sperrscheibe wäre eine Durchfahrt mit dem Rad zumindest nach StVO nicht zulässig. Eine Alternative gibt es aber nicht, denn die Bundesstraße ist in dem Stück parallel zum Letzten Heller für Radfahrer auch gesperrt.
Bei meiner Tour hat einer der Bauarbeiter gewunken, ich solle durchfahren und hat die Sperrgitter beiseite gehoben. Danke schön.
Eine weitere Baustelle gibt es derzeit zwischen Schneckengrün und Mehltheuer. Die Fahrbahn der Ortsverbindungsstraße wird erneuert.
Vor einiger Zeit war das ein simpler Waldweg und gesperrt für Motorfahrzeuge.

Eine weiter Sperrung hat mich ziemlich geärgert. Nicht das gebaut wird, sondern dass mir das in dem Moment nicht bekannt war. Der Durchgang zu den Weberhäusern an Bleichstraße ist komplett gesperrt. Naja, eigentlich nur für Fußgänger und ich war ja mit dem Rad…

Und wieso habe ich mich da geärgert? Ich hatte von Oelsnitz kommend an der Pirkmühle einen Radwanderer „aufgesammelt“, der auf dem Elsterradweg unterwegs und auf dem besten Weg, sich zu verfahren, war. Ich habe ihn kurzerhand bis Plauen begleitet. In Plauen wollte ich ihm dann die alternative Strecke zum Elsterradweg am Weißbachschen Haus und den Weberhäusern zeigen. Pustekuchen. Tut mir leid, das war mir eben nicht bekannt.

Unterwegs entdeckt

McDonald ist nicht unbedingt mein Ziel, wenn es um Gastronomie geht, daher bin ich auch nur durch Zufall bei diesem Imbiss am Elsterpark vorbeigekommen. Für mich war daher neu, dass dort eine ausrangierte Plauener Straßenbahn als Werbeträger (und mehr?) steht.

Nette Idee und bringt auch etwas Farbe in den grauen Parkraum drumherum.
Die Stadt Plauen testet derzeit neue Papierkörbe mit dem Namen „Abfallhai“. Laut Pressebericht sollen diese weitestgehend vandalismussicher sein. Für die Namensgebung des Produkts einer schweizer Firma ist eine Art Zahn am Einwurf verantwortlich, der eben an einen Haizahn erinnert. Am Elsterradweg im Bereich der Fabrikstraße habe ich ein solches Modell gesehen.

Außerdem soll sich der Abfallsammler telefonisch melden, wenn er voll ist.
Klingt sehr modern, soll vermutlich die Entsorgung von Hausmüllbeuteln in öffentlichen Papierkörben verhindern.
Den gewählten Standort hier am Elsterufer finde ich allerdings nicht so treffsicher, denn der Papierkorb steht genau zwischen zwei Parkbänken und somit in etlicher Entfernung.

Und bei der üblichen Bequemlichkeit mancher Zeitgenossen wird der Müll weiter um die Bank herum verteilt, statt im Abfallhai zu verschwinden.

Urlaub im Harz

Für eine Woche meines Jahresurlaubes habe ich mir den Harz ausgesucht. und Quartier in Hasserode genommen, ruhig gelegen und ein guter Ausgangspunkt für viele Radtouren. Ich hatte mir im Vorfeld einige Tourenvorschläge zusammengesucht. Erste Runde, die ich fahren wollte, nannte sich „Steinerne Renne“. Der Name leitet sich von Rinne ab, und das es steinig wird, habe ich schnell bemerkt. Zunächst ging es am Wasserkraftwerk „Steinerne Renne“vorbei und dann einen arg schottrigen Weg bergan. Als die Steine dann eher in Form von größeren Blöcken den Weg darstellten, habe ich mich doch zur Umkehr entschlossen.

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Baustellenreport

An einigen Baustellen konnte ich doch Baufortschritte sehen, im Gegensatz zu so einem Großflughafen außerhalb von Sachsen. 😉
Der Bau der Bundesstraße Richtung Schleiz im Bereich der Plamag geht nach meinem Gefühl deutlich schneller voran, als geplant. Dort ist ja ein straßenbegleitender Radweg mit einer Verkehrsinsel als Querungshilfe vorgesehen. Diese Insel ist zumindest in ihren Fundamente schon zu erkennen. Und auch dass ein breiterer Weg in Richtung Schöpsdrehe entstehen soll, ist zu erkennen.

An der Gösselbrücke ist die Baustelle auf die andere Straßenseite umgezogen. Der Elsterradweg ist hier aktuell durchgängig befahrbar. Und auf der Brücke wurde neuer Belag für den Fuß-/Radweg aufgebracht.

Eine letzte Baustelle meiner Erkundungen ist in Greiz zu sehen. Radfahrer berührt diese nur insofern, dass die Züge auf der Elstertallinie von Plauen kommend in Greiz enden. In Richtung Gera geht es per Schienenersatzverkehr weiter, wobei ich nicht weiß, ob da Fahrräder mitgenommen werden.
Die Bauarbeiten betreffen die Bahnbrücke über die Weiße Elster.

Vogtländischer Wildkatzensteg | Teil 4

Von der Wilhelmshöhe am Perlaser Turm ist in einiger Entfernung schon Treun zu sehen, das nächste Ziel entlang des Wildkatzenstegs. Über den Wolfspfützer Weg geht es hinab ins Tal. Allerdings bin ich mir hier beim Verlauf eins geeigneten Weges etwas unsicher. Prinzipiell kann man auf dem Wolfspfützer Weg und die Perlaser Str. nach Treuen fahren, allerdings ist ab der Ortsumgehung Treuen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Parallel dazu verläuft der Perlaser Weg, der in diversen Kartenwerken auch eine Verbindung zum Wolfspfützer Weg zeigt. Aber es sieht ein bisschen wie Feld aus. Ich habe diesen Weg gewählt und bin den Perlaser Weg hinab nach Treuen gefahren.

In Treuen führt die Strecke zum sehenswerten Treuener Schloss. Zum Zeitpunkt meines Besuches allerdings zum Teil mit Gerüst versehen. Vor dem Schloss steht eine Skulptur des Saturns, Bestandteil des vogtländischen Planetenweges.

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