Neues aus der StVO für Radfahrer

Also die neuen Regeln betreffen Radfahrer, andere Verkehrsteilnehmer sollten diese natürlich auch beachten! Also, was ist neu?

  • Das Parken auf Geh- und Radwegen wird mit höheren Geldbußen bis 100 Euro geahndet, neu ist das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen. (Darf ein Radfahrer auf dem Schutzstreifen anhalten?) Bei Behinderung oder Gefährdung kann es auch einen Punkt geben.
  • Die bestehende Regelung in der StVO wird klargestellt, dass Radfahrer grundsätzlich nebeneinander fahren dürfen. Voraussetzung ist, dass keine weiteren Verkehrsteilnehmer behindert werden.
  • Es wird einen Grünen Pfeil an Ampeln nur für Radfahrer geben.
  • Es dürfen künftig, wie bei Tempo-30-Zonen, auch sogenannte Fahrradzonen ausgewiesen werden. Diese sind Radfahrern vorbehalten und dürfen durch weitere freigegebene Fahrzeuge, bspw. Anlieger, befahren werden, aber maximal mit Tempo 30.
  • Es wird ein seitlicher Mindestüberholabstand von 1,5 m innerorts und 2 m außerorts festgeschrieben, bislang war nur ein „ausreichender Seitenabstand“ festgelegt.

Zum Abstand stellt sich die Frage, wie das durch Polizei/Behörden geprüft und nachgemessen werden soll. Und wenn ich an meine Fahrt nach Jößnitz von gestern denke, wissen es PKW-Fahrer noch nicht oder ignorieren die Regelung. Ich tippe auf beides….

Wanderparkplatz Jößnitz

Am Bahnhof Jößnitz sind derzeit Bauarbeiten im Gange. Voraussichtlich Ende Mai sollen diese abgeschlossen sein und direkt am Bahnhof ein Wanderparkplatz entstehen.

Jößnitz ist staatlich anerkannter Erholungsort und kann auf einige Wandertouren in der Umgebung hinweisen. Die Baukosten betragen laut Freier Presse 169.000 Euro, ein Teil davon wird über Fördermittel finanziert.

Falkensteiner Str – neue Baustelle

Am Sonntag bin ich nach länger Zeit wieder mal die Falkensteiner Straße vom Bauhaus in Richtung Kleinfriesener Gondelteich gefahren. Allerdings habe ich erstaunt festgestellt, dass der Fußweg an der Einmündung „An der Hohle“ neu gebaut wird. Moment mal, der wurde doch erst kürzlich neu gebaut? Richtig, im September 2018 hatte ich davon berichtet. Komplettsanierung der Falkensteiner Str., samt Fußweg, der auch als Radweg nutzbar ist.

Foto von 2018

Und heute? Alles gesperrt, der Asphalt vom Fußweg ist abgetragen.

Ich habe dann am Ende der Baustelle noch genau nachgesehen, weil ich es selbst nicht so recht glauben wollte. Ja, die dort vorhandene Asphaltschicht sieht wirklich noch nicht alt aus.

Aber ich weiß nicht, wieso hier der Fußweg bearbeitet wird. Und bemerkenswert ist, diese Baustelle gibt es weder im Geoportal des Vogtlandkreises als Eintrag noch in der Baustellenliste der Stadt Plauen. Schwarzbau? 😉
Oder eine Baustelle aus der Breitbanderschließung?

Updates

Im März hatte ich von dem falsch stehenden Radwegweiser an der Kreuzung Tannenhof berichtet. Die Beschwerde von Klaus Gerber hat wohl inzwischen doch etwas bewirkt, denn der Wegweiser steht jetzt vorn am Radweg.

Und auch der abgebrochene Tisch am Rastplatz „Drei Eichen“ wurde abtransportiert und das Loch vorerst verfüllt.

Unterwegs entdeckt

Bei 15 km Umkreis ist vermutlich nicht viel neues zu entdecken. Ein paar Kleinigkeiten finde ich dann doch immer noch.
Im Dezember hatte ich von dem kleinen Rastplatz „Drei Eichen“ bei Kauschwitz berichtet. Leider ist der Tisch dem Zahn der Zeit, besser der Fäule, zum Opfer gefallen. Zumindest für mich sieht das so aus, als wäre der Stamm im Erdreich weggefault und und jetzt ist der Tisch dort weggebrochen.

An der Plamag habe ich dann noch den Gulaschkanonenblitzer entdeckt, der auf zu schnelle Autofahrer wartet. Solange ich vor Ort war, hat er umsonst gewartet.

Gelegentlich komme ich in Plauen am August-Bebel-Hain mit dem kleinen Park entlang. Die Straße selbst war wegen Bauarbeiten gesperrt. Bei der fahrt durch den Park konnte ich sehen, dass dort ein Weg gebaut wird. Wenn noch dieses verlassene Haus auf Vordermann gebracht wird, wäre das für die Optik der Gegend auch nicht schlecht.

Am Tunnel fiel mir ein blau umwickeltes Rohr eines Verkehrszeichens auf. Genaueres Betrachten offenbarte irgendeine Werbung für den Chemnitzer Fußballklub, wenn ich das richtig erkenne. Ich kenn‘ mich da nicht so aus. Ich möchte allerdings anmerken, dass es die Stadt Karl-Marx-Stadt, auch wenn ich dort geboren bin, nicht mehr gibt.

Baustelle B92 in Oelsnitz

Wie schon festgestellt, liegt Oelsnitz innerhalb des mir zur Verfügung stehenden „Umfeldes“, also habe ich mir die Baustelle an der B92 südlich von Oelsnitz angesehen. Ich hatte die Info erhalten, dass der Elsterradweg eine Umleitungsbeschilderung erhalten hat. Das habe ich mir vor Ort angesehen.

Nun ja, es sind zwar die Zwischenwegweiser nach der Maßgabe der Radverkehrskonzeption Sachsen angebracht, aber diese haben keinerlei Hinweis, dass es sich hier um den Elsterradweg handelt. Hier habe ich die Beschilderung an der Behelfsstraße Richtung Görnitz fotografiert.

Allerdings ist im Moment nicht davon auszugehen, dass viele Radtouristen auf dem Elsterradweg unterwegs sind, eigentlich ja gar keine. Und all jene, die derzeit hier unterwegs sind, sollten die Strecken eigentlich kennen. Aber es ist davon auszugehen, dass sich das ja hoffentlich in absehbarer zeit wieder ändert.

Und sonst? Ziemliche Erdbewegungen abseits der Straße und an den Hängen am Straßenrand, diese Behelfsstraße nach Görnitz ist fertiggestellt und am Letzten Heller wird mit einer Ampel der Verkehr durch die schmale Straße geregelt.

Geschlossen

Also nicht mein Blog, der ist weiter geöffnet, aber viele Einrichtungen diverser Art, wie ich bei meinen Radtouren inzwischen sehen konnte. Nein, das ist nicht überraschend, diese Allgemeinverfügung in Sachsen fordert das ja.

Das Schloss Leubnitz ist also bis auf weiteres geschlossen, wie ein Zettel an der Tür ausweist.

An der Talsperre Pöhl gibt es gleich reihenweise Sperrungen. Der Talsperrenblick hat seit 22.März geschlossen. Wiedereröffnung unbekannt.

Ebenso die Parkplätze beim Talsperrenblick und am Gunzenberg, alles gesperrt.

Der Imbiss am Schiffsanleger ist von den Schließungen nicht betroffen. Der hat noch gar nicht geöffnet.

Ebenso ist der Kinderspielplatz abgesperrt und der Zugang zum Campingplatz Gunzenberg komplett gesperrt.

Und die Bleichstraße bei den Weberhäusern in Plauen ist auch dicht. Aber hier hat es andere Gründe: Bauarbeiten. 😉

Und zu guter Letzt noch ein StVO-Tipp für die Mitarbeiter vom MDR Sachsen. Ein Radweg ist kein Parkplatz. Die StVO wurde wegen Corona noch nicht außer Kraft gesetzt.

Was ist „Umfeld“

Letztens hatte ich zur Allgemeinverfügung von Sachsen berichtet und auf den unklaren Terminus „Umfeld“ hingewiesen. Zwischenzeitlich musste sich das Oberverwaltungsgericht in Bautzen unter anderem mit der Definition des Umfelds befassen. Im Urteil heißt es dazu:

Die Benutzung von entsprechenden Fortbewegungsmitteln innerhalb den Grenzen der politischen Gemeinde dürfte nach dieser Definition damit genauso gebilligt werden können wie deren Überschreitung, wenn die Aktivität in einem räumlichen Bereich ausgeübt wird, der typischerweise ohne die entsprechenden Hilfsmittel – also etwa zu Fuß oder mit dem Fahrrad – erreicht werden könnte. Einen solchen Bereich wird man bei aller Unschärfe bei etwa 10 bis 15 Kilometer von der Wohnung entfernt annehmen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Bereich auch tatsächlich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Pkw bzw. dem öffentlichen Nahverkehr erschlossen wird.

Urteil des OVG Bautzen, Az. 3 B 111/20 vom 07.04.2020

Nun ist die Angabe „10 bis 15“ auch nicht gerade eine klare Ansage, also gehe ich davon aus, dass 15 km noch als „Umfeld der Wohnung“ gelten. Und wenn ich das Urteil richtig verstehe, dürfte eine sportliche Betätigung auch die Landkreisgrenze überschreiten, nur eben nicht weiter als 15 km.

Das lässt einiges an Touren zu. Zum Beispiel könnte ich bis Treuen radeln, aber nur bis in den westlichen Teil. Pieschels Eisdiele in Treuen liegt mit 15,17 km Entfernung schon außerhalb des Umfeldes. Elsterberg und Pausa kann ich auch ansteuern, die Reuther Linde ist nur rund 10 km entfernt. Die Burgsteinruine liegt auch noch innerhalb von 15 km, genauso wie die Talsperre Pirk und Oelsnitz. Aber Richtung Adorf ist kurz vor Hundsgrün Schluss. Damit sind 706 Quadratkilometer nutzbar, abzüglich einiger Wasserflächen. 😉